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Ostprignitz-Ruppin Ein lebendiger Ort
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein lebendiger Ort
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00:16 30.06.2017
Ortsvorsteher Ulrich Jaap. Quelle: Geisler
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Wildberg

Ulrich Jaap (CDU) ist seit 1998 mit einer einzigen Auszeit Ortsvorsteher von Wildberg. Und nicht nur das. „Ich nehme alles wahr und lasse nichts aus“, sagt der 69-Jährige und lacht. Neben dem Amt als Ortschef ist er Gemeindevertreter, Kreistagsabgeordneter, Vorsitzender des Wirtschafts-, Bau- und Vergabeausschusses, sitzt im Aufsichtsrat der Ruppiner Kliniken und ist, wen wundert’s, noch Mitglied in etlichen Vereinen wie dem örtlichen Kleintierzüchterverein und dem Verein Kukuk.

Er will etwas bewegen

Nicht zu vergessen, er ist Sprecher der Bürgerinitiative Windrad, die er gegründet hat. Seit zwei Jahren engagiert er sich in der Kirche, im Orts- und im Gemeindekirchenrat. „Sein neuestes Hobby“, wie der Wildberger sagt. Er war mit beim Kirchentag in Berlin. Dort war Wildberg mit einem Stand vertreten, wo sie Schmalzstullen und Mettwurstfingerlinge vom Wildschwein, das sein Sohn erlegt hat, angeboten haben.

Und warum ist er so rührig, statt die Beine hoch zu legen? „Mir macht die Arbeit Spaß, hier etwas zu bewegen.“ Das ist Antwort genug. Das Resultat ist im Ort zu sehen und wird auch künftig zu sehen sein. Die Straßen sind fast alle saniert. Die Fahrbahndecke der Karl-Marx-Straße wurde gerade erneuert, der Siedlerweg soll gemacht werden. „Die Auftragsvergabe ist fertig, das Geld ist da.“

Ein Ort mit Zuwachs

Auch beim so genannten Neubau tut sich etwas. Das Gebäude mit insgesamt 18 Wohnungen hat bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Jaap erinnert sich daran, dass er als Schüler dort Küchenschränke hoch getragen hat. Vier leerstehende Wohnungen sollen grundsaniert, Elektrik, Sanitär und anderes erneuert werden. Anschließend sollen sie vermietet werden.

Die Kita wird erweitert, was Jaap besonders freut. Zeigt es doch, dass es wieder mehr Kinder gibt. „Wir wurden schon abgeschrieben.“ Die Dörfer sterben aus, nur noch ältere Bewohner, hieß es. Wildberg beweist das Gegenteil. „Die Leute bekommen wieder Kinder“, sagt Jaap. Entsprechend groß ist die Nachfrage bei Kita und Schule.

Gerade hat eine Diesel-Automaten-Tankstelle am Ortsausgang eröffnet mit, wie Jaap sagt, einer „tollen Einweihungsfeier“. Selbst Chef Hoyer kam. Da zeigte sich der Dorfzusammenhalt. Die Senioren lieferten das Kuchenbuffet. Die Kitakinder führten ein kleines Programm auf, die Kirche stellte ihre Bierzeltgarnituren zur Verfügung.

Es wird gebaut und gefeiert

Seit Jahren sorgt der schlechte Zustand der Mühlenstraße für Gespräch im Ort. Im nächsten Jahr soll sie saniert werden mit neuem Gehweg und neuen Straßenlampen. „Da haben wir lange für gekämpft“, so Jaap.

Nach seinem Kenntnisstand ist die alte Gaststätte verkauft. „Nun hoffen alle, dass der neue Besitzer kommt und etwas Großes daraus macht.“ Bisher hat sich aber noch niemand bei ihm gemeldet. Immerhin hat er den Schlüssel.

Und Wildberg wächst. Fast alle Grundstücke hinter dem Sportplatz sind vergeben. Dahinter befindet sich Ackerland, das aber laut Beschluss der Gemeindevertretung nicht erschlossen wird. Laut Jaap hat die Gemeinde grünes Licht für ein neues Baugebiet mit etwa 15 Eigenheimen am Burgwall gegeben. Der Beschluss für den Bebauungsplan steht jedoch noch aus.

Aber in Wildberg wird nicht nur gebaut, sondern auch gefeiert. Die Schule hat bereits ihr alljährliches Sportfest ausgerichtet, der Sportverein lädt für den 1. Juli zum Familienfest. Der Anglerverein feiert sein 65-jähriges Bestehen. Vor den Ferien veranstaltet die Schule ein Sommerfest.

Im August gibt es ein großes Gemeindefest: Temnitztal wird 20 Jahre alt. Auftakt ist am Freitag, 25. August, auf dem Wildberger Marktplatz mit einem Fackelumzug und einem Tanzabend. Dort endet die große Feier am Sonntag mit einem Frühschoppen und Platzkonzert. Man sieht, es bewegt sich viel in Wildberg: Ganz im Sinne des Ortsvorstehers.

Von Dagmar Simons

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