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Ein letzter Grundstein für Neuruppin

Chef der NWG geht in Rente Ein letzter Grundstein für Neuruppin

Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) baut in der Altstadt ein weiteres Mietshaus mit sechs Wohnungen. Gestern legte Geschäftsführer Walter Tolsdorf in der Schulzenstraße den Grundstein dafür. Für ihn war es wohl der letzte große Einsatz als Chef der NWG: Ende Dezember geht er offiziell in den Ruhestand.

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Als Fachmann in Sachen Beton setzte Walter Tolsdorf den Grundstein gestern natürlich selbst.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Was ein gelernter Betonbauer ist, der weiß, wie man mit Mörtel umgeht. Gekonnt schwang der Chef der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) am Donnerstag die Kelle, als er das Loch in der Bodenplatte des künftigen Neubaus an der Schulzenstraße füllte. Das Haus, das die NWG dort errichtet, ist für Tolsdorf etwas Besonderes: Es ist das letzte, für das er als Geschäftsführer einen Grundstein legt. Am 31. Dezember um Mitternacht geht der NWG-Chef in den Ruhestand. Robert Liefke, im Rathaus lange zuständig für die städtischen Tochterfirmen, wird dann Geschäftsführer. Bis April stärkt Walter Tolsdorf ihm noch als eine Art Berater den Rücken.

Am Donnerstag haben beide in Neuruppin den Grundstein für das neueste Projekt der städtischen Wohnungsgesellschaft gelegt. In der Neuruppiner Schulzenstraße baut die NWG ein Haus mit sechs Mietwohnungen. Die Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen werden zwischen 57 und 72 Quadratmeter groß und sollen einmal zwischen 8,50 und 9 Euro Kaltmiete kosten.

Etwas unorthodox

Etwas unorthodox: Die versenkte Kapsel war so leicht, dass der Beton erst einmal beschwert werden musste.

Quelle: Peter Geisler

Das ist ein stolzer Preis im Vergleich zu den Mieten, die noch vor wenigen Jahren in der Neuruppiner Altstadt üblich waren. Die lagen irgendwo zwischen 5 und 6 Euro. „Aber das ist vorbei“, sagt Robert Liefke: „Heute gibt es eigentlich kaum noch eine neue Wohnung mit einer Miete unter 7 Euro pro Quadratmeter.“

Weniger als die angepeilte Miete kann die NWG nicht verlangen, soll sich die Investition in der Schulzenstraße lohnen. Rund 850 000 Euro sind für das Bauvorhaben eingeplant, sagt Tolsdorf und hofft, dass dieses Geld tatsächlich ausreichen wird.

Zeitlich hinkt die NWG ihrem ursprünglichen Plan etwas hinterher. Eigentlich hatte sich Walter Tolsdorf Ende November schon das Richtfest vorgestellt. Doch dann hatten die Archäologen auf dem Grundstück so viel zu tun, dass sich alles ein wenig verzögerte. Unter anderem legten die Forscher mehrere alte Öfen im Boden frei. Einige Funde stammten aus dem Mittelalter, andere waren wohl noch älter, sagt Architektin Kirsten Rogge. Das Areal liegt in dem Bereich der Altstadt, der vom Stadtbrand 1787 verschont wurde, der weite Teile Neu-Ruppins damals in Schutt und Asche legte.

In Feierlaune

In Feierlaune: die Gäste der Grundsteinlegung.

Quelle: Peter Geisler

Irgendwann einmal muss auf dem Grundstück an der Schulzenstraße ein Haus gestanden haben, das ist an den Wänden der Nachbargebäude deutlich zu erkennen. Doch was das für ein Gebäude war – Tolsdorf kann sich nur an die Garagen erinnern, die dort seit DDR-Zeiten existierten. Jetzt entsteht ein zweigeschossiges Wohngebäude mit ausgebautem Dachgeschoss. Auf der Rückseite bekommt das Haus Balkone. Nur für die oberste Etage lässt die Gestaltungssatzung das nicht zu.

Die NWG zweifelt nicht, dass die Wohnungen gut zu vermieten sind. Etwa 3780 eigene „Wohneinheiten“ hat das Unternehmen, sagt Robert Liefke. Weniger als 4,5 Prozent davon stehen zurzeit leer. Dabei sind allerdings schon die Wohnungen mitgezählt, die wegen ihres Zustands zurzeit gar nicht vermietet werden können oder die noch im Bau sind. Die im einzig unsanierten Wohnhaus an der Neuruppiner Virchowstraße zum Beispiel. Das will die NWG im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

Von Reyk Grunow

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