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Ein letzter Zuschuss für den Flugplatz Fehrbellin

Neuruppin Ein letzter Zuschuss für den Flugplatz Fehrbellin

Die Stadt Neuruppin will für den Flugplatz in Fehrbellin im nächsten Jahr nochmals bis zu 130 000 Euro bereit stellen. Allerdings soll das der letzte Zuschuss für das Projekt sein. Denn obwohl die Zahl der Landungen in Fehrbellin seit 2007 deutlich gestiegen ist, macht der Flugplatz immer noch Miese. Ein neuer Eigentümer ist schon in Sicht.

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Absprung: Die Stadt Neuruppin will ihre Anteile am Flugplatz Fehrbellin zum Ende des nächsten Jahres verkaufen.

Quelle: Alexander Beckmann

Neuruppin. Die Fontanestadt wird im nächsten Jahr nochmals bis zu 130 000 Euro für den Flugplatz Ruppiner Land in Fehrbellin bereitstellen. Das hat Kämmerer Willi Göbke am Dienstag angekündigt. Es soll der letzte Zuschuss von Neuruppin sein. Denn die Kreisstadt, die mit 70 Prozent Hauptgesellschafter am Flugplatz ist, will ihre Beteiligung Ende nächsten Jahres an den Investor Carsten Milbach abtreten. Der Wirtschaftsingenieur und Berufspilot aus Berlin hatte sich bereits 2009 bereit erklärt, die Anteile von Neuruppin und Fehrbellin – die Gemeinde hält 11,6 Prozent der Anteile – zu kaufen.

Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) bezeichnete den Flugplatz in Fehrbellin am Dienstag als eine „Erfolgsgeschichte“ sowie als „klassisches Beispiel für eine gelungene Wirtschaftsförderung.“ Immerhin sei durch den Zuschuss der Fontane­stadt nicht allein „touristische Infrastruktur“ geschaffen worden, sondern es seien auch 17 feste Arbeitsplätze am Flugplatz entstanden.

Miese statt erhoffter Gewinne

Gleichwohl gab es immer wieder Kritik an dem Projekt. Denn der Flugplatz, auf dem es eine Fallschirmsprungschule, eine Ultraleichtflugschule und eine Gaststätte gibt, hat sich bisher nicht so rosig entwickelt, wie es vorhergesagt wurde, als Neuruppin und Fehrbellin das Gelände 2001 übernahmen. Vielmehr gab es statt der erhofften Gewinne jedes Jahr ein Minus. 2014 lag es bei 120 000 Euro, für dieses Jahr weist der Wirtschaftsplan eine Defizit von 80 000 Euro aus. „Es ist weit hergeholt, hier von Wirtschaftsförderung zu sprechen“, sagte der Stadtverordnete Siegfried Wittkopf (Linke). Der Abgeordnete ist deshalb froh, wenn die Stadt das Problem Flugplatz im nächsten Jahr endlich los wird. Schließlich habe Neuruppin bis vor Kurzem nicht einmal etwas von den Gewerbesteuern gehabt, die der Flugplatz zahlen musste. Die gingen nach Fehrbellin.

Die Bindungsfrist für Fördermittel endet 2017

Das räumte Bürgermeister Golde unumwunden ein. „Wir übernehmen eben Verantwortung im Regionalen Wachstumskern.“ Auch Kämmerer Göbke wollte sich am Dienstag nicht darüber ärgern. Stattdessen verwies er darauf, dass der Investor alle Voraussetzungen für die Übernahme der Anteile erfüllt habe. Dazu gehörten der Bau eines neuen Hangars sowie der Kauf mehrerer Grundstücke am Flugplatz.

Im nächsten Jahr endet die Zweckbindungsfrist für die Fördermittel, die Neuruppin einst für den Bau der Landebahn in Fehrbellin bekommen hatte. Den Zuschuss hatte es nur unter der Auflage gegeben, dass die Gemeinden den Flugplatz wenigstens bis Ende 2017 betreiben. Ein vorheriger Verkauf kam deshalb nicht infrage. Laut Kämmerer Göbke steht Investor Milbach weiter zu seinem Wort, die Flugplatzanteile von Neuruppin übernehmen zu wollen. Einzige Bedingung: Die Schulden dürfen maximal 200 000 Euro betragen.

Von Andreas Vogel

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