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Ein völlig neues Stadtviertel für Neuruppiner

Große Pläne fürs Seetorviertel Ein völlig neues Stadtviertel für Neuruppiner

Lange tat sich so gut wie nichts im Neuruppiner Seetorviertel. Dabei ist es mit Abstand das wichtigste Bauareal in der Stadt. Jetzt haben sich Stadt in Grundstückseigentümer endlich geeinigt. Ein ganz neues Wohngebiet soll dort entstehen mit Hotel, Tiefgaragen und einem Pflegeheim.

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Ein Großteil des Seetorviertes zwischen Altstadt und Seeufer ist bis heute eine Brache. Am Seedamm entsteht zurzeit die sogenannte Seetor-Residenz.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Ein weiteres Hotel, ein Pflegeheim und Wohnungen für mehrere Hundert Menschen: Die Stadt Neuruppin und mehrere Investoren haben große Pläne für das Seetorviertel zwischen Stadtmauer, Fontane-Therme und Seedamm. Dort könnte ein ganz neues Wohngebiet entstehen. Schon am Montag sollen die Stadtverordneten den Grundstock dafür legen.

Neuruppins Baudezernent Arne Krohn war anzumerken, wie sehr ihn die neuen Pläne für das einstige Industriegebiet mit bester Seelage bewegen, als er das Konzept am Donnerstag öffentlich vorstellte. Krohn hatte den Bauausschuss eigens zu einer Sondersitzung zusammengerufen. Nicht nur wegen der Bedeutung des Vorhabens – auch, weil die Zeit drängt: Die Investoren wollen vorankommen.

Der Rahmenplan legt nur grob fest, wo gebaut werden darf

Der Rahmenplan legt nur grob fest, wo gebaut werden darf. Die Details muss die Stadt später mit Bebauungsplänen regeln

Quelle: Stadt Neuruppin

Für Planer Thomas Nagel vom Büro Spath und Nagel aus Berlin ist das Seetorviertel „eindeutig das Filetgrundstück“ in Neuruppin. Jahrelang hatte sich die Stadtverwaltung bemüht, das Areal zu entwickeln. Frühere Versuche scheiterten – auch, weil sich Stadt und frühere Eigentümer zerstritten.

Inzwischen gehört ein großer Teil des Seetorviertels der Prima-Solar-Gruppe, ein etwas kleinerer Teil dem Resort Mark Brandenburg und die Fläche entlang der Stadtmauer der Fontanestadt. Und alle sind sich einig, dass sich möglichst schnell etwas tun muss. Arne Krohn erhofft sich eine „sehr hochwertige“ Bebauung. „Das Seetorviertel ist das städtische Entwicklungsgebiet mit dem größten Potenzial“, sagt er.

Bei mehreren Treffen in den vergangenen Monaten haben sich die Grundstückseigentümer auf einen Rahmenplan geeinigt. So könnte neben der Fontane-Therme etwa ein neuer, fester Außenbereich entstehen. Daran anschließend (im Bild Nr. 1) wäre ein weiteres Hotel samt Restaurant mit Seeblick denkbar. Der Tourismusverband beklagt seit Jahren, dass Neuruppin ein Mittelklassehaus fehlt. Rund um das Hotel und das Parkhaus könnten Gebäude entstehen, um zum Beispiel die Sole aus der Thermalquelle zu diversen neuen Produkten weiterverarbeiten und verkaufen zu können. Das Resort Mark Brandenburg arbeitet schon länger an solchen Ideen.

Stadtvillen auf dem Gelände des alten Feuerlöschgerätewerks

Das Nachbargrundstück (im Bild Nr. 2) hat sich die Prima-Gruppe gesichert. Dort könnten sich die Planer Stadtvillen und hochwertige Wohnhäuser mit vielen Grünflächen vorstellen. Auch das alte Backsteingebäude des Feuerlöschgerätewerks soll integriert werden. Für die Fläche auf der anderen Seite der Straße An der Seepromanade (Nr. 3) hat die Prima-Gruppe auch schon Ideen, sagt Planer Thomas Nagel: Ein Pflegeheim soll dort gebaut werden.

Die Fläche an der Stadtmauer (Nr.4) gehört der Stadt Neuruppin. Die will das Areal grundsätzlich verkaufen. Aber nur an einen Investor, der nachweist, dass er das Areal auch anspruchsvoll bebauen kann, sagt Krohn. Denkbar wären maximal dreigeschossige Wohnhäuser. Ähnliche Wohnhäuser wenn auch in geschlossener Bauweise würden die Planer gern entlang der Steinstraße sehen (Nr. 5).

Neue Tiefgaragen und ein höheres Parkhaus

Läden und ruhiges Gewerbe wünscht sich Thomas Nagel an vielen Stellen. Auch ein Kindergarten wäre denkbar. Größtes Problem sind die Autos der künftigen Anwohner. Damit die das Bild nicht stören, wären zwei große Tiefgaragen möglich. Zusätzlich könnte das bestehende Parkhaus an der Stadtmauer um eine Etage aufgestockt werden.

Der Ausbau des Parkhauses wäre schon jetzt erlaubt, sagt Baudezernent Krohn: Dafür gibt es bereits eine Genehmigung. Für die anderen Vorhaben müsste die Stadt erst noch Bebauungspläne erstellen. Mit dem Rahmenplan sollen die Stadtverordneten jetzt lediglich festlegen, auf welchen Flächen welche Art der Bebauung erlaubt sein soll. Ob dort tatsächlich Stadtvillen, ein Pflegeheim oder ein anderes großes Gebäude entstehen, wird später festgelegt.

Der Bauausschuss war von den Ideen sehr angetan. Sollten auch die Stadtverordneten zustimmen, wird der Rahmenplan öffentlich ausgelegt. Nach der Sommerpause würden die Stadtverordneten endgültig darüber abstimmen. Erst dann können die konkreten Bebauungspläne für die einzelnen Teilflächen beschlossen werden. Ein Jahr dürfte bis zur Umsetzung mindestens noch vergehen.

Von Reyk Grunow

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