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Ostprignitz-Ruppin Ein widriges Jahr für Landwirte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein widriges Jahr für Landwirte
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08:21 25.09.2017
Ernteeinbußen waren für viele Landwirte an der Tagesordnung, vor allem im Rhin- und im Havelluch. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die diesjährige Ernte beschert Brandenburgs Bauern erhebliche Einnahmeverluste. Die widrigen Witterungsverhältnisse haben in mehreren Regionen des Landes die landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion beeinträchtigt.

Fröste im April und starke Niederschläge zu Beginn des Sommers sorgten auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin für Einbußen. Auf die milden Temperaturen im März reagierten die Pflanzen mit sehr früher Blüte. Rund zwei Wochen entwickelten sich die Pflanzen. Umso verheerender wirkten sich die Kaltlufteinbrüche Mitte April aus. Die Obst- und Weinbauern versuchten, mit Beregnung und Aufstellen von Wärmequellen die Schäden gering zu halten. Jedoch nur mit sehr begrenztem Erfolg.

Der Sommer war zu wechselhaft

Wenig stabil entwickelte sich auch der Sommer – Unwetter im Juni, Dauerregen im Juli. Auch im August wurde in der ersten Monatshälfte das Regensoll übererfüllt. In den vergangenen Wochen wurden mit Unterstützung durch die Landkreise die Anzahl der betroffenen Unternehmen sowie das Ausmaß der Schäden erfasst – insbesondere die Fläche der geschädigten landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Bis zum 21. August wurden die Schäden aufgenommen. „In unserem Landkreis meldeten 117 Betriebe Schäden durch Starkniederschläge“, sagt Karin Garmatter vom Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft Ostprignitz-Ruppin. Im Rhin- und Havelluch standen rund 9000 Hektar Ackerfläche unter Wasser. Etwa 5500 Hektar der Getreideflächen sowie 170 Hektar der Hackfrüchte-Kulturen gingen verloren.

Apfel- und Kirschblüten erfroren

Auf Grund der Frühjahrsfröste klagen auch die Gartenbaubetriebe über Verluste. Apfel- und Kirschblüten sind erfroren. Auch der Raps litt in diesem Jahr besonders. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind 917 Hektar Raps erfroren. „Viele Probleme ergaben sich auch daraus, dass die Ackerflächen nicht pünktlich bestellt werden konnten“, sagt Karin Garmatter. Für den Zwischenfruchtanbau ergaben sich Probleme, weil die Felder nicht rechtzeitig frei geräumt werden konnten.

Zurzeit ist die Kürbisernte in Brandenburg in vollem Gange. Da die Jungpflanzen erst nach dem Frost ins Freiland kommen, gibt es nicht so viele Ernteeinbußen wie bei Kernobst. Überflutete Felder waren aber auch für die Kürbisspflanzen – vor allem im Luchgebiet – ein Problem.

Von Cornelia Felsch

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