Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Einblicke in die Welt des Töpferns
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einblicke in die Welt des Töpferns
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 12.03.2016
Norma Strauß begrüßt die Besucher im elften Jahr in Folge in ihrer Hof-Werkstatt in Lentzke. Quelle: Henry Mundt (Archiv)
Anzeige
Lentzke/Hakenberg

Teller, Tassen, Terrinen und Töpfe – am kommenden Wochenende gibt es im Rhinluch wieder allerlei handgefertigte Töpferware zu bestaunen. Die Hof-Werkstatt von Norma Strauß in Lentzke und die Hakenberg-Töpferei öffnen ihre Türen und gewähren Einblicke in die Produktion. „Die ersten beiden Jahre, in denen wir am Tag der offenen Töpferei teilgenommen haben, war die Resonanz noch verhalten“, sagt Susann Noeske-Heisinger, Töpfermeisterin in Hakenberg. Mittlerweile sei der Andrang jedoch groß. Zum fünften Mal ist Noeske-Heisinger gemeinsam mit Steffi Barchewitz dabei. Wer möchte, kann den beiden in diesem Jahr beim Drehen über die Schulter schauen und sich verschiedene Arbeits- und Dekorationstechniken zeigen lassen. Auch Führungen durch die Werkstatt werden möglich sein.

Der rotbrennende Steinzeugton wird im Entstehungsprozess geformt und mit einer Fayenceglasur versehen. Anschließend bekommt er eine Farbbemalung oder wird geritzt, ehe es in die Brennöfen geht. Durch die hohe Temperatur bei rund 1200 Grad ist das Geschirr spülmaschinen- und mikrowellengeeignet, versichert die Töpfermeisterin. „Die Keramik ist absolut alltagstauglich.“

Viele Handgriffe nötig

Gleichzeitig ist im Hakenberger Werkstattladen die beliebte Frühlingsausstellung zu sehen. Dabei sind viele Stücke zu erwerben, „die es jeweils nur dieses eine Mal gibt“, so Noeske-Heisinger. Auch österliche Keramik und dekorative Tischlampen sind im Angebot. So kommen insbesondere Sammler auf ihre Kosten. Für sie wird bei den beiden Kollektionen „Wiese“ und „Katze“ jeweils das neue Motiv 2016 vorgestellt.

Auch Norma Strauß setzt auf Alltagstauglichkeit. „Es sind alles Dinge, die praktisch nutzbar sind. Nippes gibt es hier nicht.“ Neben Geschirr im weiteren Sinne fertigt Strauß beispielsweise Pflanzgefäße. „Viele Besucher denken, das geht so rucki zucki, aber es sind viele Handgriffe nötig, bis ein Stück fertig ist.“Auch die Lentzkerin fertigt ihre Keramik aus Steinzeug. Sie verwendet vorrangig eine grüne Glasur und greift auf Ritztechniken zurück, die ihren Ursprung im Slawischen haben. „Der Tag der offenen Töpferei ist eine wunderbare Aktion, um das Handwerk zu präsentieren“, findet Strauß. Es werde für die Besucher deutlich, dass im Gegensatz zu industriell gefertigter Ware jede Kreation eine eigene Note habe, „wobei wir natürlich darauf achten, dass die verschiedenen Teile sich in einem Servis ergänzen“, so Strauß.

43 Betriebe in Berlin und Brandenburg dabei

Zum elften Mal findet am Wochenende der bundesweite „Tag der offenen Töpferei“ statt. Im Ruppiner Land nehmen Norma Strauß in Lentzke (Dorf­str. 36) und Susann Noeske-Heisinger und Steffi Barchewitz in Hakenberg (Dorfstraße 39) teil. Ihre Ateliers sind am 12. und 13. März jeweils von 10 bis 18 Uhr (in Hakenberg bis 17 Uhr) geöffnet.

Wer eine etwas weitere Fahrt in Kauf nehmen möchte, kann in Berlin und Brandenburg insgesamt 43 Töpfereien, Keramikwerkstätten, Studios und Ateliers, davon 32 in der Mark, besichtigen. Die Gegenden, in denen das Handwerk hierzulande am verbreitetsten sind, sind der Hohe Fläming und die Lausitz.

Im Nordwesten des Landes stehen unter anderem die Türen der Töpfereien von André Gerlach (Bagower Dorfstraße 13, 14778 Päwesin OT Bagow), die Oberkrämer-Keramik von Petra Manthei (Am Dorfplatz 1a, 16727 Oberkrämer) und die Töpferei Dux (Retzowerstraße 12, 17279 Lychen) für Besucher offen.

Eine vollständige Liste der teilnehmenden Betriebe und weitere Informationen zum „Tag der offenen Töpferei“, der jährlich am zweiten Märzwochenenden stattfindet, sind im Internet unter www.tag-der-offenen-toepferei.de und unter www.facebook.com/pages/Tag-der-offenen-Töpferei zu finden.

Von Mischa Karth

Für zehn Tage heißt es in der Fontanestadt wieder „Manege frei!“. Der in Wredenhagen in Mecklenburg beheimatete Zirkus Alamos gastiert ab Donnerstag auf der Wiese neben McDonald’s. Mit Akrobatik, Clowns und Tiernummern will die Familie Zinnecker die Zuschauer begeistern. Mit dabei: ein brandneues Zelt.

12.03.2016

Zuviel Regen, zuwenig Schnee, zu warm: das ist die Bilanz des vergangenen Winters. In Neuruppin wurden am zweiten Weihnachtsfeiertag plus 14,3 Grad gemessen – der wärmste Tag des Winters.

12.03.2016

Ein 46-jähriger schwer verletzter Autofahrer musste Dienstagabend mit dem Rettungshubschrauber von Wittstock nach Neuruppin in die Klinik geflogen werden. Er war auf der Landesstraße 14 kurz vorm Ortsausgang Wittstock in Fahrtrichtung Kyritz mit seinem Renault Clio rechts gegen einen Straßenbaum geprallt.

09.03.2016
Anzeige