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Ostprignitz-Ruppin Einbrecher zu Bewährungsstrafe verurteilt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einbrecher zu Bewährungsstrafe verurteilt
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16:01 06.12.2018
ein 35-Jähriger stand vor dem Neuruppiner Amtsgericht, weil er in ein Autohaus in Treskow eingebrochen war. Quelle: dpa
Neuruppin

 Es liege an ihm, etwas daraus zu machen. Diesen Rat gab Richter Jan Eßer dem 35-jährigen Christian E. mit auf den Weg. Der vielfach vorbestrafte Angeklagte bekam noch einmal eine Chance, sein Leben in den Griff zu bekommen.

Bewährung für vorbestraften Einbrecher

Das Neuruppiner Amtsgericht verurteilte ihn zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von anderthalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Darin enthalten sind vorangegangene Strafen. Christian E. war mit drei Mittätern am 14. Dezember 2014 in ein Autohaus in Treskow eingebrochen.

Geständiger Angeklagter

Sein Mandant wolle reinen Tisch machen, sagte Verteidiger Christoph Balke. Das tat Christian E. Er habe nach seiner Haftentlassung nicht so richtig Fuß gefasst und Unterschlupf gefunden bei einem der späteren Mittäter.

„So nahm das Unglück seinen Lauf“, sagte Balke. Denn Christian E. fuhr mit drei anderen nach Neuruppin, zu dem Autohaus, in das bereits in kurzer Folge zwei Mal eingebrochen worden war. „Ich wusste, was die anderen so machten“, gestand er.

Angeklagter war nur Mitläufer

Er habe erst nur im Auto vor dem Autohaus gesessen. Dann holten ihn die anderen zu Hilfe. Sie brachen die Trinkgeldkasse mit 200 oder 300 Euro auf, steckten Weihnachtsgeschenke und eine Kette ein und wollten dann den Tresor öffnen. Was ihnen nicht gelang.

Sie rissen ihn aus der Wand und nahmen ihn mit. Im Autohaus richteten sie viel Schaden an. „Sie haben dort agiert wie ein Elefant im Porzellanladen“, sagte die Staatsanwältin. Anschließend stahlen sie das Auto eines Kunden, dessen Autoschlüssel sie gefunden hatten.

Bei Protzen öffneten sie den Tresor, der neben Fahrzeugpapieren und -schlüsseln rund 3600 Euro enthielt. Das Geld teilten die Vier auf: Christian E. bekam 600 Euro. „Davon habe ich mir was Schickes gekauft“.

Die Idee, noch weitere Autos zu klauen, verwarfen sie. Zum einen, weil nur zwei Auto fahren konnten, zum anderen, weil es bereits dämmerte und sie fürchteten, entdeckt zu werden. Das geschah erst im Januar 2015.

Christian E. sei seit zwei Jahren nicht mehr straffällig geworden, sagte Richter Jan Eßer. Das gebe Anlass zur Hoffnung: „Das Gericht sieht Bemühungen bei Ihnen.“

Von Dagmar Simons

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