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Eindeutig zu viel Wasser beim Bootskorso

Kyritz Eindeutig zu viel Wasser beim Bootskorso

Zum Auftakt der 65. Kyritzer Regattatage hatte der Bootskorso am Freitagabend schwer mit dem Wetter zu kämpfen. Trotzdem beteiligten sich 40 Boote an der Ausfahrt. Einige Hundert Zuschauer begleiteten das Spektakel am Ufer des Untersees und auf der Insel.

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Sowas kann doch einen Seemann nicht erschüttern: Die Shanty-Sänger von „De goode Winds“ ließen sich ihren Auftritt nicht nehmen.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. In diesem Sommer steckt der Wurm drin. Nach dem Stadtfest vom Juli hatte am Freitagabend auch der Bootskorso als zweiter Kyritzer Publikumsmagnet schwer mit dem Wetter zu kämpfen.

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Mit einem Bootskorso auf dem Untersee wurden am Freitagabend die 65. Kyritzer Regattatage eröffnet. Trotz strömendem Regen beteiligten sich 40 Boote. Einige hundert Zuschauer harrten unter Regenschirmen und Kapuzen tapfer aus.

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Am frühen Abend sah es noch nach einem Ende des Regens aus. Auf der Unterseeinsel trudelten mehr und mehr Gäste ein. Nach Musik aus der Drehorgel führte Peer Reppert sein „Schlagertraumschiff“ sicher durch die Untiefen der maritimen Schnulze. „Jetzt müssen Sie richtig tapfer sein“, riet er seinem Publikum. „In der nächsten Stunde wird’s ein bisschen schmalzig.“ Und Recht sollte er behalten. Die Gäste hatten trotzdem ihren Spaß.

Einzelne Programmpunkte fielen aus

Nur die Kinder wurden etwas enttäuscht: Fotografin Mandy John-Ziron hatte das angekündigte piratige Sofortbild-Shooting angesichts der Wetteraussichten abgesagt.

Ganz falsch lag sie mit ihren Befürchtungen nicht. Als sich die Boote zum Korso anlässlich der 65. Kyritzer Regattatage versammelten, wurde aus einzelnen Tropfen nach und nach richtiger Regen. Die Sänger des Shantychores „De goode Winds“ an Deck des Fahrgastschiffes Neptun ließen sich natürlich nicht von ihrem Ständchen abhalten. Doch auf der Kyritzer Seewiese war das Bild mehr und von Schirmen und Kapuzen geprägt. Einige hundert Besucher zeigten sich von den Bedingungen weitgehend unbeeindruckt. Aber es waren deutlich weniger als sonst. Immerhin wurde der Getränkewagen wieder dicht umlagert – vielleicht auch deshalb, weil man sich da so gut unterstellen konnte.

Als die Böllerschüsse vom Kugelfangberg das offizielle Startsignal zur Korsofahrt gaben, fiel bereits intensiver Landregen. Manches Wassergefährt strebte schneller als üblich dem heimatlichen Liegeplatz zu. „Neptun“ und seine reichlich durchweichte Crew ließen es sich natürlich trotzdem nicht nehmen, die „Landratten“ am Kyritzer wie am Bantikower Ufer zünftig zu begrüßen.

40 Boote und hunderte Zuschauer

Es hätte besser laufen können. Als Vorsitzender des gastgebenden Seglervereins „Untersee“ Kyritz äußerte sich Detlef Czeninga im Nachhinein aber noch ganz zufrieden: „Rund 40 Boote waren dabei – trotz des Wetters.“ Enttäuscht war der Vereinsvorsitzende von etwas ganz anderem: „Was mich sehr ärgert, ist, dass sich wieder mal kein Offizieller aus dem Rathaus hat sehen lassen.“

Der Preis für das originellste Design ging diesmal an das „Piratenschiff“ von Guido Maas. Auch viele Bootshallenbesitzer hatten wieder Zeit und Mühe in die Dekoration investiert. Prämiert wurde die Halle von Familie Pries zwischen Kugelfangberg und Strandbad.

Gefeiert wurde der Start der Regattatage noch bis weit in die Nacht hinein. In der Inselgaststätte gab es Disco. Auf den Vereinsgeländen am Seeufer ging es allerdings nicht ganz so hoch her wie sonst – jedenfalls nicht im Freien. „Feucht-fröhlich“ beschreibt die Stimmung des Abends aber wohl recht gut.

Die Segler hatten bei ihrer Regatta, an der Boote aus Kyritz, Wusterhausen, Malchow und Güstrow teilnahmen, ab dem nächsten Morgen immerhin Sonnenschein. Allerdings erwies sich der Wind als recht böig. Schon am Sonnabendvormittag kenterten drei der Starter.

Von Alexander Beckmann

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