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Eine Brotdose, die mitdenkt

Neuruppin Eine Brotdose, die mitdenkt

Mit ihrer Idee, eine intelligente Brotdose mit digitalen Funktionen zu entwickeln, haben sechs Auszubildende der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin im dritten Lehrjahr bei dem fiktiven Wettbewerb „Deutscher Gründerpreis für Auszubildende“ den ersten Platz für Brandenburg geholt. Es ging dabei auch um einen Perspektivwechsel.

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„The Breadle GmbH“ mit dem Teilnehmerzertifikat (v.l.): Pia Höpfner, Julius Schulz, Philipp Reinelt, Mareike Dietrich, Karl-Robert Henschel, Jean-Michel Liebing-Plötz.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Eine intelligente Brotdose, die rechtzeitig Bescheid gibt, wenn das Brot im Innern kurz davor ist, zu schimmeln? Und die nebenbei auch noch über die neuesten Wirtschaftsnachrichten, Kochrezepte und das Wetter informiert? Dieser Gedanke der Auszubildenden von der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin klingt nach Zukunftsmusik – und ist schon jetzt zumindest in der Theorie ausgezeichnet worden.

Am Montag überreichten der Sparkassenvorstand Markus Rück und Ralf Osterberg den sechs Teilnehmern aus seinem Haus Zertifikate und Tankgutscheine im jeweiligen Wert von 120 Euro, die sie als Anerkennung für das Mitwirken am fiktiven Wettbewerb „Deutscher Gründerpreis für Auszubildende“ erhielten.

Mit ihrem imaginären Produkt – einer Brotdose mit digitalen Funktionen und frühzeitlicher Schimmelerkennung – landeten die Auszubildenden als fiktive Firma „The Breadle GmbH“ in Brandenburg auf Platz Eins. Deutschlandweit hatten sich an dem Wettbewerb in diesem Jahr 70 000 Jugendliche in insgesamt 1000 Teams beteiligt; hier findet sich die Geschäftsidee der „Breadles“ auf Platz 93 wieder. „Wir sind sehr stolz“, sagte Markus Rück. „Dies ist ein besonderer Termin in der Geschichte des Hauses.“

„Wir mussten mit unserer Geschäftsidee überzeugen“

Das online-basierte Planspiel, das seit 2000 existiert, hat zum Ziel, das Gründungsklima im Land zu fördern und jungen Menschen Mut zur Selbstständigkeit zu machen. Die Teams entwickeln gemeinsam eine Geschäftsidee, die zwar fiktiv, aber grundsätzlich realisierbar ist. Dabei gewinnt nicht das kreativste Produkt, sondern das überzeugendste Konzept.„Wir haben viele Ideen gesammelt und überlegt, welches Produkt Potenzial hat“, sagt Karl-Robert Henschel. „Da kamen wir bei einem simplen Blick in die Küche auf die Brotdose.“

Rund um das Produkt arbeiteten die Azubis die Aufgabenstellungen aus: Ein plausibles Marketingkonzept, das Aufstellen eines Businessplans, die Entwicklung eines Finanzplans, das Anvisieren einer Zielgruppe und eine realistische Verkaufsstrategie gehörten dazu. „Die vorgegebenen Zeitfenster waren fordernd, aber sie haben dargestellt, was ein Unternehmer leisten muss“, sagte Jean-Michel Liebing-Plötz.

Für diese Erfahrung sind die Auszubildenden dankbar. „Normalerweise geben wir dem Kunden einen Kredit, aber jetzt waren wir in der Situation, unsere Geschäftsidee gewinnbringend verkaufen und damit überzeugen zu müssen.“ Dieser Perspektivwechsel sei sehr hilfreich, weil sich so der Weg, den jemand gegangen ist, bevor er bei der Sparkasse einen Kredit beantragt, für die Auszubildenden noch besser nachzuvollziehen ist.

Von Christina Koormann

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