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Ostprignitz-Ruppin Eine Gans für Ganzer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eine Gans für Ganzer
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00:33 23.10.2015
Peter und Birgit Weller haben die Gans in ihr Herz geschlossen. Quelle: Sandra Bels
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Ganzer

Die Einwohner von Ganzer werden sicher noch sehr lange an das Wochenende im September zurückdenken, bei dem über 2000 Besucher ihren Ort bevölkerten. Nun haben sie nicht mehr nur die Bilder als Erinnerung an das Erntefest und die 650-Jahr-Feier des Ortes. Vor dem Gemeindehaus steht ganz neu auch eine Gans. Sie ist aus Eichenholz. „Es ist eine freche Gans und sie passt zu uns“, sagt Ortsvorsteher Peter Weller.

Wer jetzt an ein kleines Watscheltier aus Holz denkt, der irrt gewaltig. Der polnische Holzkünstler Engelbert Weimann hat das Tier so groß wie einen Menschen gestaltet. Und tatsächlich, die Gans schaut ziemlich frech drein. Ob sie Mann oder Frau ist, sieht man ihr nicht an. Einen Namen hat sie auch noch nicht. Peter und Birgit Weller gehen aber davon aus, dass der sich noch finden lässt. Beide haben den Vogel auf einem gepflasterten Sockel fest verankert. „Wir denken, dass der Platz hier künftig wieder mehr zum Ortsmittelpunkt wird, auch bei Festen“, sagen sie.

Engelbert Weimann schnitzte die Gans während des Ernte- und Dorffestes auf dem Sportplatz. Mit einer Motorsäge, weshalb er ein bisschen ab vom Geschehen arbeitete. „Deshalb hatten auch nicht alle mitbekommen, dass ein solches Kunstwerk für Ganzer entsteht“, so Weller. Der Ortsname kommt aus dem Slawischen und ist von Gansery – zu Deutsch Gänserich – abgeleitet.

Weller und das Organisationskomitee des Dorf- und Erntefestes haben bei der Auswertung festgelegt, dass eine große Dankeschönparty für alle Helfer veranstaltet wird. Sie steigt am 28. November. Weller dankt schon jetzt allen, die an der Organisation und am Gelingen beteiligt gewesen waren. „Alle Dorfbewohner sind über sich hinausgewachsen und haben gezeigt, dass sie etwas leisten können, wenn sie zusammenhalten“, so der Ortsvorsteher. Er sagt, dass sein Dorf zusammengewachsen ist. Als Beispiel für ein Riesenengagement nennt er unter anderem die Tatsache, dass die Dorfeinwohner fast allein mehr als 80 Kuchen für die Jubiläumsfeierlichkeiten gebacken hatten. „Man kann sagen, dass jedes Haus mit mindestens einem Kuchen dabei war“, so Weller.

Das Dorf- und Erntefest in Ganzer hatte mehr als 2000 Besucher. Quelle: Sandra Bels

Mit dem Dankeschönfest, das gleichzeitig auch das Adventsfest für den Ort sein wird, soll das Jahr in Ganzer ausklingen. „Unsere Belastungsgrenze ist erst mal erreicht“, sagt der Ortsvorsteher. Und während er direkt nach dem Fest noch gesagt hätte: „Danke, nie wieder!“, hat er mittlerweile seine Meinung geändert. „Wenn man merkt, dass alle mitziehen, dann könnte man schon noch mal darüber nachdenken, so etwas wieder zu machen“, sagt er. Unter dem Strich stehen bei ihm letztlich auch viel Spaß und Erfahrungen, die einem niemand mehr nehmen kann.

Besonders stolz ist Weller aber auch darauf, dass sein Ort anderen Dörfern in der Gemeinde Wusterhausen Anregungen für eigene Feste geben konnte und viel Anerkennung von ihnen für das eigene Tun bekommen hatte. „Wir können alle zusammen richtig stolz sein“, so der Ganzeraner. Die Arbeit in Gruppen und die langfristige Vorbereitung im Fall von Ganzer über zwei Jahre will er allen Nachahmern unbedingt ans Herz legen.

Von Sandra Bels

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