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Eine Kampagne für die Autobahn-Region

Ostprignitz-Ruppin/Prignitz Eine Kampagne für die Autobahn-Region

Neun Kommunen aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, die an die Autobahn A 24 grenzen, werben seit Freitag gemeinsam um Touristen, Ansiedlungen und um Fachkräfte. „Die Region hat Gewicht“, lobt der Chef der Wirtschaftsförderung Brandenburg. Ob sich die Hoffnung der Initiatoren erfüllt, ist offen. Ein erstes Indiz gibt es aber bereits dafür.

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Das neue Dienstauto der Wirtschaftsfördergesellschaft REG ist ein Elektroauto – und wirbt natürlich auch für die Region an der A 24.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. So eine Aktion gab es noch nie in der Region: Die neun Anliegerkommunen an der A 24 werben gemeinsam um mehr Aufmerksamkeit. Unter dem Motto „A 24 Brandenburgs Spitzen“ sollen sowohl Touristen als auch Firmen in die Region zwischen Berlin und Hamburg gelockt werden – um Urlaub zu machen oder um sich anzusiedeln.

In der Region leben 100 000 Menschen

„Die Region hat Gewicht“, lobte Steffen Kammradt, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), am Freitag bei der Vorstellung der Kampagne im Neuruppiner Resort Mark Brandenburg. Besonders beeindruckte Kammradt, dass die Kommunen ihre Kompetenzen bündeln. „Niemand hat alles, aber gemeinsam hat man viel.“ Das zeigt schon ein Blick auf ein paar statistische Daten: Im Bereich der neun Anliegergemeinden zwischen Putlitz und Fehrbellin leben mehr als 100  000 Einwohner. „Das ist vergleichbar mit einer Großstadt“, betonte Kammradt. Zudem gebe es in dieser Region mehr als 2800 Unternehmen sowie gut 35 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, sagte Ralf Reinhardt (SPD), der Landrat von Ostprignitz-Ruppin. Die Initiatoren hoffen, dass sich das Bündeln der Kräfte über kurz oder lang bezahlt macht.

Mehrere Interessenten für Flächen im Temnitzpark

Ein erstes Indiz dafür gibt es bereits. So wurden die Unterlagen für vier Flächen, die das Amt Temnitz derzeit im Gewerbepark Temnitz anbietet, bereits mehr als 1000 mal von Interessenten begutachtet. „Das ist eine tolle Sache“, sagte Amtsdirektorin Susanne Dorn – auch wenn noch offen sei, ob ein Investor wirklich ein größeres Projekt im Temnitzpark umsetzt. Dennoch ist Dorn optimistisch. Die Amtsdirektorin hat bereits eine kleinere Fläche an ein Unternehmen aus der Region verkaufen können, ein zweiter Kaufabschluss steht demnach unmittelbar bevor.

Von den Erfahrungen, die das Amt Temnitz bei der Vermarktung des Temnitzparkes macht, werden die anderen Kommunen profitieren können, sagte Landrat Reinhardt. Zugleich warb er dafür, dass auch Vereine und Organisatoren bei ihren Veranstaltungen mit dem Logo „A 24 Brandenburgs Spitze“ werben sollten, wie etwa das Möbelwerk in Meyenburg, die Laga in Wittstock oder der Neuruppiner Weihnachtsmarkt.

Der neue Dienstwagen ist ein Elektroauto

Die regionale Wirtschaftsfördergesellschaft REG soll die Werbekampagne, die gemeinsam mit der Neuruppiner Firma Rosengrün und mit Unterstützung der Wirtschaftsvereine der Region umgesetzt wurde, koordinieren. Zudem wirbt die REG auf ihrem neuen Dienstwagen, einem Elektroauto, der am Freitag erstmals präsentiert wurde, für die Autobahnregion zwischen Fehrbellin und Putlitz.

Zur Kampagne gehört nicht allein ein Online-Auftritt unter www.a24-brandenburg.de, sondern auch die neue Broschüre „Navigator“. Auf 30 Seiten stellen sich darin Unternehmen und die neun Gemeinden der Region an der Autobahn vor. Viermal im Jahr soll die Broschüre in einer Auflage von 10 000 Exemplaren erscheinen, für die Werbung in der Region, in Brandenburg und im Bundesgebiet. „Wir haben eine prosperierende Wirtschaft und fast alle Unternehmen benötigen Fachkräfte“, sagte Werbefachfrau Stefanie Rose.

Zu den neun Kommunen gehören neben Fehrbellin, Neuruppin und den Ämtern Putlitz-Berge, Meyenburg und Temnitz ebenfalls die Städte Kyritz, Pritzwalk und Wittstock sowie die Gemeinde Heiligengrabe.

Neuruppin, Steffen Kammradt, Chef der Wirtschaftsörderung Brandenburg, Ralf Reinhardt (Landrat in OPR), Michael Müller, scheidender Chef der RE

Neuruppin, Steffen Kammradt, Chef der Wirtschaftsörderung Brandenburg, Ralf Reinhardt (Landrat in OPR), Michael Müller, scheidender Chef der REG, Christian Fahner, Prokurist der REG (v. l.)

Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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