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Eine Mini-Brauerei fürs Ehemaligentreffen

Dessow Eine Mini-Brauerei fürs Ehemaligentreffen

Als Miniaturmodell gibt es jetzt Gebäude der ehemaligen Brauerei in Dessow. Die Arbeit der Mitarbeiter des Nestor-Bildungsinstituts wird sicherlich der Hingucker beim geplanten Ehemaligentreffen im Juni. Dann hätte die seit 2009 geschlossene Brauerei ihren 150. Geburtstag gehabt.

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Margret Peters und Helga Posniak an Modellen von Gebäuden, die abgerissen werden mussten. Die turmartige Darre blieb erhalten.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Dessow. Es ist wie bei einem Klassentreffen – nur in der Größe XXL: Die schwierigste Phase besteht darin, alle aufzuspüren, die sich sehen sollen. Das erleben derzeit Margret Peters und Helga Posniak. Die Erstgenannte war fast 40, ihre Kollegin 35 Jahre in der einstigen Brauerei in Dessow beschäftigt. Das Duo bereitet ein Beisammensein der ehemaligen Bierbrauer und ihrer Familien für den Juni dieses Jahres vor. Dann hätte der Betrieb, wenn er nicht vorher geschlossen worden wäre, 150. Geburtstag.

Die beiden Frauen – unterstützt werden sie auch von Marko Bohne aus Dabergotz und dem Dessower Förderverein um Eckhard Dürr – lösen mit ihren Aktivitäten ein Versprechen ein, das sie vor drei Jahren gaben. „Wir treffen uns zum Jubiläum wieder“, hieß es da beim Warm Up für das Jubiläum. Längst ist also die Botschaft in der Welt. Mit dem MAZ-Beitrag vom 15. März begannen die heiße Phase der Vorbereitung und öffentliches Erinnern an das eigenen Versprechen.

50 Anmeldungen liegen bisher vor

„Bisher haben wir etwa 50 Anmeldungen“, sagt Helga Posniak. „Nicht schlecht, die Zahl dürfte sich getrost noch verdoppeln. Wir werden bestimmt darauf vorbereitet sein.“ Vor erheblichem Organisationsstress ist den Frauen nicht bange. Sie machen ihn sich einfach nicht. Es brauche ja kein tolles Programm, keine Bühne. Essen, Trinken, möglichst Kaiserwetter und gute Gespräche sind die Zutaten, die ein Gelingen garantieren. Das Duo Posniak/Peters ist sich da einig. Der Bedarf, sich über längst verflossene Arbeitsjahre auszutauschen, Vergangenes Revue passieren zu lassen, werde erfahrungsgemäß alles überlagern.

Einiges hat sich seit dem jüngsten Treffen verändert. Das Sudhaus mit Schrotboden nebst den Räumen, in denen auch Margret Peters ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachfrau begann, sind wie der benachbarte Malzboden vom Erdboden verschwunden. Sie mussten abgerissen werden. Bauarbeiter haben die „Narben“ an benachbarten Gebäuden sachgemäß behandelt. Mit dem Verputzen wurde die Oettinger-Brauerei der Verantwortung für die von ihr 2009 geschlossene Immobilie gerecht.

Platz im Modellpark in Alt Daber

Zum Glück hatten gerade noch rechtzeitig bevor der Bagger kam Modellbauer vom Nestor-Bildungsinstitut Wittstock Maß nehmen können, um am Standort Kyritz von beiden Gebäuden detailgetreu Nachbildungen anfertigen zu können. Sie stehen den Dessowern zunächst bis zum Ende des Jahres zur Verfügung, um dann ihren angestammten Platz im Modellpark in Alt Daber einzunehmen. Hier finden sich bereits Repliken anderer bedeutender Bauwerke der Prignitz, so zum Beispiel von der Kirche in Wittstock oder dem Technischen Denkmal Altes Gaswerk in Neustadt. Für das Mitarbeitertreffen am 17. Juni kommt die neueste Bastelarbeit gerade recht.

Das Wiedersehenstreffen aller ehemaligen Mitarbeiter samt ihrer Familien erfolgt am Sonnabend, 17. Juni, von 14 bis etwa 20 Uhr im Brauereimuseum. Wer dabei sein möchte, möge sich bis zum 15. Mai bei Helga Posniak (033974/5 04 00) oder Margret Peters (0162/8 22 80 67) anmelden.

Von Wolfgang Hörmann

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