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Eine Windrad-Alternative zu Temnitzquell

Neuruppin Eine Windrad-Alternative zu Temnitzquell

Überraschung: Chefplaner Ansgar Kuschel hat am Donnerstag in Neuruppin für einige Windrad-Eignungsgebiete eine Alternative in Aussicht gestellt. Hoffnung machen dürfen sich demnach Einwohner der Gemeinde Temnitzquell und von Bölzke bei Pritzwalk. Weiterhin unklar ist dagegen, ob künftig in einem Wald bei Neuruppin Windräder entstehen dürfen.

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Im Entwurf für Windradeignungsgebiete bleibt Bewegung.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. In den gerade in Arbeit befindlichen Entwurf für neue Windradeignungsgebiete in der Region ist noch einmal Bewegung gekommen. So könnte das bisher eigentlich in der Gemeinde Temnitzquell ausgewiesene Gebiet Nr. 20 auch etwas westlich der Autobahn A 24 bei Rossow verlegt werden, sagte am Donnerstag Ansgar Kuschel, Chef der Planungsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel. Damit wäre das Eignungsgebiet deutlich weiter entfernt von den Orten aus der Temnitzregion, aus denen es besonders viel Kritik an den derzeitigen Planungen gibt. Die Regionalplaner wollen nun prüfen, ob etwas gegen die Alternative spricht – etwa genutzte Brutgebiete von Kranichen, von Rot- oder Schwarzmilan.

Erste Einwände wurden bereits signalisiert. Demnach findet die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises sowie das ursprüngliche Eignungsgebiet als auch die mögliche Alternative problematisch. „Es handelt sich in beiden Fällen um unzerschnittene Räume in der Nähe der Kyritz-Ruppiner Heide“, sagte Roland Jenrich, Sachgebietsleiter Kreisplanung, in Neuruppin.

Golde: Windräder im Wald passen einfach nicht

Diese Einwände treffen ebenfalls für das Eignungsgebiet Nr. 19 bei Neuglienicke zu. Dort sollen im Wald künftig bis zu 200 Meter hohe Windräder entstehen können. Zu beachten sei dabei lediglich, dass der Wald als Schutz für die benachbarten Putenställe erhalten werden müsse, sagte Kuschel. Deshalb müsste die geplante Fläche etwas verkleinert werden. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hält nichts von diesem Eignungsgebiet. „Windräder im Wald passen nicht, schon gar nicht im Eingangsbereich der Kyritz-Ruppiner Heide.“ Auch der Naturschutzbehörde des Kreises wäre es am liebsten, wenn dieses Eignungsgebiet gänzlich gestrichen würde. Danach sieht es derzeit aber nicht aus, weil dafür die vorgetragenen Gründe aus Sicht der Planer nicht ausreichen.

Alternativen auch für Flächen in der Prignitz

Hoffnung dürfen sich indes die Einwohner von Bölzke bei Pritz­walk und die von Krempendorf bei Meyenburg machen. Das geplante Eignungsgebiet in einem Wald bei Bölzke könnte ein paar Kilometer weiter nach Kemnitz verlagert werden, sagte Chefplaner Kuschel. Dort stehen bereits Windräder, so dass dieses Gebiet einfach erweitert werden würde. Bedenken des Arten- und Umweltschutzes stehen dem angeblich nicht entgegen. Eine mögliche Lösung präsentierte Kuschel ebenfalls für das Eignungsgebiet bei Krempendorf. Die Planer wollen prüfen, ob stattdessen eine Fläche südlich von Meyenburg für neue Windräder angeboten werden kann. Diese Alternative sollte unbedingt geprüft werden, sagte Uta Nebert, die stellvertretende Amtsdirektorin von Meyenburg.

Von Andreas Vogel

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