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Ostprignitz-Ruppin Eine Wisentkuh mit berühmten Filmnamen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eine Wisentkuh mit berühmten Filmnamen
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12:51 19.02.2018
Die neue Wisentkuh Daenerys (M.) mit Spelunke (l.) und Bulle Daflorian. Quelle: Falk Knudsen/Tierpark Kunsterspring
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Kunsterspring

Der Tierpark Kuns­terspring ist seit Dienstag um eine Attraktion reicher. Denn gegen Mittag kam Daenerys an, eine junge Wi­sentkuh aus dem Reservat Damerow in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bereichert ab sofort das Gehege von Bulle Daflorian, der ebenfalls aus Damerow stammt, und von Spelunke, die einst aus Springe nach Kunsterspring kam.

Die Sturmgeborene

„Daenerys war sehr aufgeregt“, sagte Tierparkchef Peter Mancke. Er ist zufrieden, dass Daenerys gleich Kontakt zu Daflorian und Spelunke aufgenommen hat. Für die junge Wisentkuh, die im August 2015 geboren wurde und jetzt etwa 300 Kilo wiegt, ist der Kontakt zu anderen Wisenten selbstverständlich. Ist doch Daenerys im Wisentreservat Damerow groß geworden. Daher rühren auch die zwei Anfangsbuchstaben ihres Namens. Daenerys stammt aus dem Isländischen und bedeutet „die Sturmgeborene“. Der Name dürfte vor allem Fans der Fantasy-Serie Game of Thrones etwas sagen. Ist doch Daenerys Targaryen, gespielt von Emilia Clarke, eine der Hauptcharaktere der ersten Staffel und dabei auch als Drachenmutter bekannt. Mit Drachen hat das Reservat in Damerow nichts zu tun. Dort leben auf einer rund 300 Hektar großen Halbinsel drei Wisentherden, die aus etwa 30 Tieren bestehen. Derzeit sind es ein paar weniger. Zwei Wisente wurden ins Sauerland verkauft, Daenerys wechselte nach Kunsterspring und ein Tier ist für den Tierpark in Berlin bestimmt, sagte Fred Zentner (55), der Revierleiter in Damerow ist und dort seit gut 30 Jahren arbeitet.

Großvater stammt aus Schweden

„Daenerys ist was Besonderes“, betonte Zentner, der die Geburt von mehr als 300 Wisenten erlebt hat. Denn die Kuh hat schwedisches Blut in ihren Adern. Damerow hatte mit Schweden mal einen Stier getauscht, das ist Daenerys Großvater.

Zentner freut sich, dass Kunsterspring mit Daflorian und Daenerys eine neue Wisentzucht beginnen will. Das sei im Interesse der Arterhaltung. Allerdings ist das nicht ganz einfach. Schon für den Transport wurden eine Betäubung und ein Traktor gebraucht, um das Tier in den Transporter zu bekommen. „Der Wisent ist ein echt wildes Tier“, so Zentner. Ohne Betäubung wäre es kaum möglich, es zuvor zu untersuchen, mit einem Chip auszustatten und in den Transporter zu bugsieren. Daenerys hat diese Prozedur bisher gut überstanden.

Von Andreas Vogel

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