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Ostprignitz-Ruppin Eine neue Werkstatt für den Prignitz-Express
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eine neue Werkstatt für den Prignitz-Express
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02:15 30.09.2017
Die Hubbockanlage mit Werkstattleiter Matthias Komitsch. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

So eine Chance konnte sich Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Mittwoch nicht entgehen lassen. Schließlich waren zur offiziellen Eröffnung der so genannten Regio-Werkstatt der Bahn ebenfalls Joachim Trittin, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, sowie Ines Jesse, die Verkehrsstaatssekretärin des Landesstrukturministeriums, in die Fontanestadt gekommen.

„Die Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel in der Region“, so Reinhardt. Deshalb dürften die Arbeiten für eine direkte Anbindung des Prignitz-Express’ RE 6 in das Berliner Stadtzentrum nicht erst nach dem Jahr 2023 beginnen. Genau das hatte die Bahn jedoch auf ein Schreiben der beiden Landräte aus Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel, Ralf Reinhardt und Ludger Weskamp, kürzlich mitgeteilt.

Eine moderne Werkstatt, in der jetzt auch die auf der Linie RE 6 eingesetzten Züge der Baureihe 648.1 gewartet werden können, ist nach mehrmonatigen Umbauarbeiten in Neuruppin fertig geworden.

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin stehe im Wettstreit um Fachkräfte, die zwar gern nach Neuruppin zum Arbeiten kommen würden, aber nur, wenn sie auch innerhalb von 60 Minuten und ohne großes Umsteigen in die Fontane­stadt gelangen. Die Bahn will sich indes erst nach 2023 mit dem Thema befassen und begründet dies damit, weil sie zuvor eine ganze Reihe von Signalanlagen auf mehreren Strecken umbauen müsste.

Landrat wirbt für schnelle Lösung für Prignitz-Express

Reinhardt warb dennoch inständig um eine schnellere Lösung. Vielleicht sei es auch mit Provisorien möglich, früher direkt nach Tegel zu kommen. Derzeit fahren die Züge bis nach Hennigsdorf und machen dann einen Bogen nach Spandau. Zwar können Zuggäste in Hennigsdorf in die S-Bahn umsteigen, doch die Anschlüsse stimmen oft nicht. So müssen Berliner, die in Richtung Neuruppin wollen, oft eine Stunde auf den Zug warten.

Mechaniker Detlef Schwerdtfeger prüft in der völlig erneuerten Werkstatt der Bahn in Neuruppin den Ölstand an einem Zug der Klasse VT 648. Quelle: Peter Geisler

Gleichwohl ging der Konzernbeauftragte der Bahn am Mittwoch mit keinem Wort auf die Bitten des Landrates ein, denen sich auch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) angeschlossen und auf den Slogan des Verkehrsverbundes (VBB) „Alles ist erreichbar“ verwiesen hatte.

Mechaniker müssen sich nicht mehr angurten

Vielmehr ließen sich Trittin und Staatssekretärin Jesse die völlig modernisierte Werkstatt, die sich am Bahnübergang an der Mesche befindet, erklären. Immerhin hat die Bahn mehr als eine Million Euro in das denkmalgeschützte Gebäude investiert, in dem mehr als 70 Leute arbeiten. So wurde das Dach erneuert, um eine mobile Arbeitsbühne einbauen zu können. Damit müssen sich die Mechaniker nun nicht mehr umständlich angurten, wenn sie den Zügen aufs Dach wollen, um dort zu prüfen, ob es Probleme mit der Klimaanlage im Zug gibt. „Das ist eine deutliche Erleichterung“, sagte Christian Frambach. Schließlich muss jeder Zug aus Sicherheitsgründen alle drei Wochen in die Werkstatt. In dieser können nun auch Züge der Baureihe 648.1 instand gehalten werden. Dafür wurden extra eine neue Hebebühne eingebaut, der Hallenboden erneuert, eine Trennwand entfernt und die Arbeitsgrube verlängert, um die Züge ebenfalls von unten komplett unter die Lupe nehmen zu können.

Von Andreas Vogel

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