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Eine stattliche Fichte für Neuruppin

MAZ-Weihnachtsbaum Eine stattliche Fichte für Neuruppin

Familie Franzus aus Gildenhall spendet bereits zum dritten Mal den MAZ-Weihnachtsbaum für Neuruppin. In diesem Jahr ist es eine elf Meter hohe Fichte, 1973 selbst gepflanzt und herangezogen. Zwölf Wochen lang wird sie nun als Weihnachtsbaum auf dem Schulplatz stehen. Wir waren dabei, als der Koloss vom Garten in die Stadt transportiert wurde.

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Norbert Baltrusz (Firma Bunk) und Andreas Dziamski (r.) laden den Baum auf.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Vom Schnee bestäubt ragen die kräftigen Zweige der Fichte hoch in die Luft. Ganz oben in der Krone lugen einzelne Tannenzapfen hervor. Und weiter unten – da steht Kurt Franzus Arm in Arm mit seiner Frau Margitta, um sich von dem 42 Jahre alten Baum zu verabschieden. Denn wie im vergangenen Jahr spendet Familie Franzus wieder den MAZ-Weihnachtsbaum aus dem eigenen Garten in Gildenhall. Für die nächsten zwölf Wochen wird er den Neuruppiner Schulplatz schmücken.

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Gut zwei Stunden hat es gedauert, dann ist aus einer Fichte im Garten von Margitta und Kurt Franzus aus Gildenhall ein Weihnachtsbaum für den Platz vor dem Alten Gymnasium in Neuruppin geworden. Drei Tage vor dem ersten Advent wird der Baum dann das erste Mal im Lichterglanz erstrahlen.

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Mit Kran, Tieflader und Baumkletterer rücken die Männer der Fichte an den Stamm. Während Margitta Franzus die Mannschaft an der Feuerschale mit Brötchen und Kaffee versorgt, klettert Frank Schlüter von der Märkischen Baumpflege aus Langen tapfer in die Spitze der elf Meter hohen Fichte und befestigt dort den Schlupf für den Kranhaken. Wieder unten angekommen, markiert er am Stamm die Stelle für den Schnitt und sägt drauflos. Drei Minuten später hängt die riesengroße Fichte auch schon am Haken des Krans und schwebt langsam über das Haus auf den Tieflader. „Wehmütig sind wir nicht mehr, sondern eher routiniert. Wir hoffen nur, dass alles gut geht“, sagt Margitta Franzus. Was sie damit meint, sind Haus und Terrasse, doch am Ende sind die Sorgen unbegründet und die Fichte landet um kurz vor neun reibungslos auf dem Lkw.

Transport mit Polizei-Eskorte

Die Polizei eskortiert das Gespann, auf dem die Fichte zu beiden Seiten weit überragt, in die Neuruppiner Altstadt. Bevor der Stamm in die Hülse auf dem Schulplatz passt, muss Frank Schlüter zuerst noch etwas Holz absägen. Dann wird der 1,8 Tonnen schwere Kollos in den Boden gestemmt und steht wie eine Eins. Zum Schluss kehren Mitarbeiter des Bauhofes heruntergefallene Äste und Sägespäne weg. Am Mittwoch werden die Stadtwerke dann eine Lichterkette und den selbst gebastelten Schmuck der „Fontaneknirpse“ anbringen, bevor Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am Donnerstag um 17 Uhr das Licht am Baum anknipst.

Der 71-jährige Kurt Franzus behält seine Fichte die ganze Zeit im Auge und lässt sie als Letzter auf dem Schulplatz zurück. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass sie den Neuruppinern die Weihnachtszeit verschönern wird“, sagt der Rentner. Doch nicht nur das, denn am 4. Februar soll das Holz des Baumes wieder zugunsten der Neuruppiner Jugendfeuerwehr versteigert werden.

Von Luise Fröhlich

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