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Ostprignitz-Ruppin Einklang zwischen Mensch und Pferd
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einklang zwischen Mensch und Pferd
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00:17 30.10.2016
Richard Beldner vom Kränzliner Reiterhof Beldner mit Wallach Chico. Quelle: Peter Geisler
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Kränzlin

In den Ferien ist Celine täglich auf dem Reiterhof von Mirco Beldner in Kränzlin anzutreffen. Die 18-Jährige reitet seit sieben Jahren. Pferde hatten es ihr schon immer angetan, doch anders als bei vielen halbwüchsigen Mädchen, die sich mit der Pubertät anderen Hobbys zuwenden, hält die Begeisterung bei der Schülerin an. „Mama hat auch gedacht, dass sei nur so eine Phase. Aber die hört nicht auf“, sagt sie und trabt mit Charming davon. Die zehnjährige Stute ist ein Schulpferd von Reiterhofchef Beldner.

Schon als Kind ein Pferdenarr

Der gebürtige Kränzliner hält eigene und Pensionspferde. Der 44-Jährige züchtet und bildet Pferd und Reiter aus. In diesem Jahr kam das Fohlen Flora zur Welt. Im kommenden Jahr werden zwei weitere Geburten erwartet. Beldner, der sich selbst nicht als Reiter, sondern als Landwirt bezeichnet, hat eine Ausbildung zum Landwirt, ist Reitwart und macht derzeit seinen Pferdewirtschaftsmeister. Die Liebe zur Landwirtschaft wurde ihm in die Wiege gelegt. Er half schon als Kind bei der Ernte mit, konnte mit 14 Jahren Traktor fahren. Mit elf Jahren begann er in Bechlin auf dem Pferdehof der Familie Zieten zu reiten. „Einen Tag vor meinem zwölften Geburtstag bekam ich mein erstes Pferd“, erinnert er sich.

Ein neuer Stall im Bau

Nach der Wende dann kristallisierte sich der Wunsch nach einem eigenen Pferdehof immer mehr. Seit dem 1. Juli 2000 läuft der Betrieb auf seinen Namen. „Es ist eine gewachsene Anlage, die sich aufgrund der Nachfrage weiter entwickelt“, sagt Beldner. Derzeit baut er seinen vierten Stall. Auf einer Länge von 63 Metern entsteht ein neuer Stall mit 21 Boxen, davon neun mit einem Paddockzugang. Das heißt, die Pferde haben jederzeit einen Zugang nach draußen. Den Reitern steht eine Halle zur Verfügung, so dass bei jedem Wetter trainiert werden kann. Für das Training an der frischen Luft gibt es einen Gras- und einen Sandreitplatz. Und natürlich jede Menge weitläufige Natur gleich hinter der Reitanlage.

Optimale Bedingungen für Mensch und Tier

Den Tieren die optimalen Bedingungen zu geben, ist für Beldner einen Herzensangelegenheit. „Wir arbeiten mit einem Naturprodukt.“ Das vermittelt er auch seinen Reitschülern. Konsequenz und Disziplin sei wichtig sowohl bei der Erziehung der Pferde wie auch im eigenen Leben. Beldner ist wichtig, dass es bei seinen Kindern und Jugendlichen in der Schule gut läuft und es auch keinen Stress zu Hause gibt. „Wenn ich noch andere Baustellen habe, wie will ich dann eine Harmonie zwischen mir und dem Tier herstellen und mich ganz auf das Pferd konzentrieren?“, so Beldner mit seiner 33-jährigen Pferdeerfahrung. Teilweise hat er zwölf bis 14 Tiere täglich geritten.

Pferde geben viel Wärme und Geborgenheit, bei der richtigen Behandlung und Erziehung. Was die Tiere zurückgeben, ist: „Pferde können mich als Trainer belohnen, Menschen mich bezahlen.“

In diesem Jahr fand erstmalig die erste Fohlenschau des Pferdezuchtvereins Ruppiner-Schweiz statt. Wir haben bis zu 300 Besucher gezählt, berichtet Richard, Sohn von Mirco Beldner, stolz. Während der Ferien hilft er mit aus. Im kommenden Jahr wird er sein Abitur machen. Jetzt geht er erst einmal seinem Vater zur Hand, der noch am neuen Stallgebäude werkelt, das in Kürze eingeweiht werden soll.

Von Dagmar Simons

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