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Ostprignitz-Ruppin Einmal im Monat ist Kleintierbörse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einmal im Monat ist Kleintierbörse
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00:17 27.10.2016
Der kleine Schwarze mit den langen Ohren wechselt den Besitzer. Bei gutem Futter soll er ein Sonntagsbraten werden. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Tramnitz

Einmal im Monat wird Tramnitz für ein paar Stunden zum Handelszentrum mit Ausschank, Tausch- und Nachrichtenbörse. An jedem zweiten Sonntag ist der Dorfanger am großen Stein Parkplatz. Autos tragen Kennzeichen der Prignitz, aus dem Havelland, der Altmark und natürlich die bekannten OPR und KY. Die Kleintierbörse von Birgit Beiersdorff, unterstützt von der Familie Mathewes, ist längst kein Geheimtipp mehr. Und so konnte auch das Schietwetter den Oktober-Termin nicht vermiesen.

Hartmut Jacobs und Ulrich Neubauer waren aus Sieversdorf angereist, Christian Siemer aus dem nahen Bantikow, die Exotenzüchter Wilfried Lucke und Ingolf Strauß aus Kyritz. Aus Sandau bei Havelberg war ein Mann mit Kaninchen dort, der sofort umringt ist. Viele der Besucher geben sich als Züchter von Tieren zu erkennen, die zur Freude und zur Schau ihr Leben fristen dürfen. Andere sind Halter, denen es um Blutauffrischung ihrer Bestände geht. Sie kaufen, tauschen, fachsimpeln. Und dann kommen jene, die sich mit passendem Behälter gewappnet haben, um sich zu holen, was später auf dem Teller landen soll. Ein Teil des Ausstellungsraumes bleibt zudem allein Futtermitteln vorbehalten.

Birgit Beiersdorff handelt mit Futtermitteln. Der Kleintiermarkt ist ihre ­Erfindung. Quelle: Wolfgang Hörmann

Mit Futter hat es 2004 angefangen. Birgit Beiersdorff, Händlerin im Nebenerwerb, suchte damals eine Möglichkeit nach mehr Nähe zu ihren Kunden. „Es fing klein an und wurde von Jahr zu Jahr immer größer. Bald ergänzten lebende Tiere das Angebot. Was in Käfigen überzählig war, fand den Weg nach Tramnitz. Der Vormittagsverkauf oder Tausch zur Monatsmitte wurde zur Tradition“, sagt sie. Jetzt ist der Kleintiermarkt ein Selbstläufer. Viel Werbung braucht es nicht. Die Spezies der Züchter sorgt mit Mundpropaganda für guten Besuch. Man muss ja nichts für Stall oder Pfanne kaufen.

In einem kleinen Ort wie Tramnitz, ohne Gaststätte und Verkaufsstelle, bietet so ein Treffpunkt willkommene Abwechslung. Kaffee, leckere Kuchen (natürlich selbst gebacken), Wurst vom Grill oder aus dem Topf verführen zum Wiederkommen, selbst aus Pritz­walk in der Westprignitz oder Wusterwitz bei Brandenburg. Und angenehme Überraschungen beim fest eingeplanten Klönschnack sind auch nie auszuschließen.

Diese beiden Männer kreuzen freundschaftlich die Klingen. Sie haben zwei alte Sensenblätter ergattert. Quelle: Wolfgang Hörmann

Da freuten sich am Regen-Sonntag in diesem Monat zwei Männer wie Bolle über etwas angerostete Sensenblätter, „ganz feine“, wie sie sich gegenseitig versicherten. Durch Dengeln (da wird mit der Finne eines Hammers der Stahl des Blattes mit gezielten Schlägen gekonnt ausgetrieben) werde man da „schon was draus machen“. Birgit Beiersdorff nimmt ab und zu solche kleinen Schätzchen entgegen, „besser, als wenn sie im Schrott landen“, wie sie unterstreicht. Die beiden Glückspilze treffen sich bestimmt wieder, um sich zu bestätigen, dass ihre Scharfmacherei gelungen ist. Vielleicht schon am Sonntag, 13. November.

Von Wolfgang Hörmann

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