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Ostprignitz-Ruppin Einsatz mit Tücken nach Salpetersäure-Unfall
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einsatz mit Tücken nach Salpetersäure-Unfall
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11:55 27.02.2018
Gefährlicher Einsatz Quelle: Peter Geisler
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Potsdam/ Walsleben


Seit 17:30 Uhr ist die Autobahn A24 wieder freigegeben. Ein Gefahrguttransporter mit Salpetersäure hatte auf der A24 (Berlin-Hamburg) wegen eines Lecks einen Feuerwehrgroßeinsatz ausgelöst. Die Autobahn wurde in Brandenburg zwischen Neuruppin und Herzsprung voll gesperrt.

Was war passiert?

Der Fahrer eines Gefahrenguttransporter hielt am Montagabend gegen 19 Uhr an der Zufahrt zur Raststätte Walsleben in Brandenburg, um essen zu gehen. Laut Polizei hatte der Laster insgesamt 23 Tonnen Salpetersäure in zwei Tankbehältern geladen - ein Behälter war auf der Zugmaschine, der zweite in einem Anhänger. Der defekte Behälter im Anhänger enthielt zwölf Tonnen.

Als er gegen 21 Uhr zu seinem Fahrzeug zurückkam, entdeckte er ein kaputtes Ventil, aus dem die Salpetersäure ausläuft.

Was ist Salpetersäure?

Salpetersäure (HNO3) wird (verdünnt!) unter anderem in der Industrie zur Reinigung von Flächen und Behältern verwendet.

Die farblose Flüssigkeit wirkt stark ätzend. Auf der Haut kann die Mineralsäure schwer heilende Wunden verursachen.

Bei Kontakt mit Salpetersäure entzündet sich organisches Material von selbst. Dabei entstehen nitrose Gase, die als schweres Atemgift wirken.

Kommt Salpetersäure mit flüssige Stoffe wie Aceton oder andere organische Lösungsmittel in Kontakt, kann dies zu heftigen Explosionen führen.

Walsleben, 14. August 2017: Auf dem Rastplatz Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) entdeckt der Fahrer ein Leck in seinem Fahrzeug. Der Laster hatte Salpetersäure geladen, ein Tank wurde beschädigt. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Welche Maßnahmen wurden eingeleitet?

Die Raststätten auf beiden Seiten der Autobahn sowie zwei Wohnhäuser des Ortes Walsleben wurden geräumt. Die Autobahn, auf der viele Menschen von und zur Ostsee fahren, wurde in der Nacht von Montag zu Dienstag in Brandenburg zwischen Neuruppin und Herzsprung bis zum späten Dienstagnachmittag voll gesperrt.

Wie lief der Rettungseinsatz?

Rund 200 Feuerwehrleute waren an den Bergungsmaßnahmen beteiligt. Sie trugen Schutzanzüge, da Salpetersäure ätzend auf Haut und Atemwege wirkt.

Problem: Die Schutzanzüge dürfen nur einmalig benutzt werden – und das auch nur für maximal 20 Minuten. Danach hat die giftige Salpetersäure die Anzüge so stark angegriffen, dass sie nicht mehr benutzt werden können.

Am Nachmittag waren die Einsatzkräfte am Ende ihrer Kräfte.

Wie lange war die Autobahn gesperrt?

Die Autobahn A 24 wurde am noch am Montag zwischen Herzsprung und Neuruppin voll gesperrt. Nach der Vollsperrung bildeten sich kilometerlange Staus.

Autofahrer zwischen Hamburg und Berlin waren angewiesen, den Raum möglichst weiträumig zu umfahren und auf andere Strecken auszuweichen.

Die Ausweichstrecken rund um Neuruppin waren stark belastet.

Zunächst war unklar, ob die Sperrung noch am Dienstagnachmittag aufgehoben werden könne. Die Fahrbahn musste auf Rückstände der Salpetersäure untersucht werden. In diesem Fall hätte der Straßenbelag komplett entfernt und neu verlegt werden müssen. Am späten Dienstagnachmittag dann aber doch die gute Nachricht: Der Verkehr rollt wieder.

Von MAZonline

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