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Ostprignitz-Ruppin Einsatz unterm Kyritzer Pflaster
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einsatz unterm Kyritzer Pflaster
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00:17 04.02.2016
David Kiepke steuert einen Kameraschlitten durch die 85 Jahre alten Steinzeugrohre. Bislang gab es kaum gravierende Beanstandungen. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Manchmal wird David Kiepke zum Tierfilmer. Dann hat er mit seiner Kamera in der Kanalisation Ratten aufgescheucht. „Das ist meistens da, wo tote Anschlüsse sind und auch viele Essensreste reingeworfen werden.“ Doch im Grunde geht es Kiepke um den Kanal selbst. Als Mitarbeiter der Pritz­walker Firma Induka-Service inspiziert er gegenwärtig in Kyritz Meter um Meter der Rohre unter dem Pflaster der Pritzwalker Straße, der Hospitalstraße und der Maxim-Gorki-Straße, nachdem sein Kollege Ronny Nickel die Leitung zuvor mit Hochdruck gespült hat. Nager bekam Kiepke dieser Tage nicht zu Gesicht. Und auch die Steinzeugrohre sind offenbar in recht gutem Zustand. Dabei liegen sie schon seit 1930 im Boden.

„Das ist kein außergewöhnlich hohes Alter“, versichert Joachim Stoltz vom Wasser- und Abwasserverband „Dosse“ in Kampehl. So um die 100 Jahre halte so ein Kanal durchaus, wenn er sorgsam gebaut und gewartet wurde. Im Auftrag des Verbandes spülen die Experten aus Pritzwalk derzeit Teile der Schmutzwasserkanalisation in Kyritz und nehmen die Inspektion vor. „Wir sind ja dazu verpflichtet, das regelmäßig etwa alle zehn Jahre zu machen“, erklärt Stoltz. In der Pritz­walker Straße kommt ein konkreter Anlass hinzu: Die Straße soll in absehbarer Zeit erneuert werden. „Deshalb wollen wir mal sehen, wie der Zustand jetzt ist.“ Ein paar Kleinigkeiten, die zu reparieren seien, habe man gefunden. „Aber nichts Gravierendes, das sofort gemacht werden müsste.“ Die Keramikrohre erfüllen nach nunmehr 85 Jahren noch ihren Zweck. Der Verband geht davon aus, dass sie das weiterhin tun. Auf eine Erneuerung werde man daher im Zuge des Straßenbaus verzichten können, kündigt Stolz an. Das gelte auch für die Johann-Sebastian-Bach-Straße, mit deren Bau demnächst begonnen werden soll.

„Das einzige Problem ist bei den alten Kanälen mal ein zu schwaches Gefälle“, weiß Joachim Stoltz. „Das bereitet in Bereichen mit einem geringen Abwasseraufkommen heutzutage Probleme.“ Die Maxim-Gorki-Straße sei dafür ein Beispiel. Während im Abschnitt zwischen Hospital- und Mittelstraße recht wenig Gefälle bestehe, sei es zwischen Mittel- und Prinzenstraße um so höher. „Wenn die Gorki-Straße gebaut wird, dann haben wir vor, das auszugleichen“, kündigt Stoltz an.

Noch bis Mittwoch werden die Kanalreinigungs- und -inspektionsexperten in der Kyritzer Innenstadt zu tun haben – wenn nicht Unvorhergesehenes dazwischenkommt. Die Spülsonde treibt mit ihren 100 Bar Druck übrigens nicht nur Unrat aus den Rohren, sondern unter ungünstigen Umständen auch mal das Wasser aus den Trapsen der umliegenden Haushalte. Anwohner sollten das im Auge behalten, empfiehlt der Wasser- und Abwasserverband. Auf der Ostseite der Maxim-Gorki-Straße gilt wegen der Arbeiten noch bis Mittwoch ein Halteverbot. Schließlich müssen die Männer mit ihren Fahrzeugen an die Schachtdeckel herankommen. Reyk Grützmacher vom Ordnungsamt der Stadt will den Einsatz eines Abschleppfahrzeugs nicht ausschließen, wenn sich keine andere Lösung findet. „Als letzte Konsequenz müssten wir sowas eben machen.“ Das Verwarngeld dürfte für den Betroffenen dann das geringste Problem sein.

Von Alexander Beckmann

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