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Ostprignitz-Ruppin Einstige SED-Kreisleitung wird Sitz für Senioren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Einstige SED-Kreisleitung wird Sitz für Senioren
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11:25 19.07.2016
Wo einst die Neuruppiner SED-Kreisleitung ihren Sitz hatte, sollen in gut einem Jahr Senioren wohnen können. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Es hat geklappt: Das Diakonische Werk Ostprignitz-Ruppin erhält von der Stiftung Deutsches Hilfswerk 276 000 Euro, um den einstigen Sitz der SED-Kreisleitung in der Neuruppiner Bahnhofstraße 17 umzubauen. „Der Bescheid ist da“, freute sich gestern Werner Böhm, Geschäftsführer der Diakonie.

In der denkmalgeschützten Villa in der Bahnhofstraße sollen Senioren-Wohngemeinschaften für Demenzkranke und sechs 2-Raum-Wohnungen entstehen. Im Souterrain des denkmalgeschützten Hauses ist außerdem eine Tagespflege mit bis zu zwölf Plätzen geplant. „Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen können“, sagte Böhm.

Einige Unterlagen fehlen noch

Der 61-Jährige ist verhalten optimistisch. Zum einen hatte Böhm insgeheim sogar mit einem Zuschuss von 300 000 Euro geliebäugelt, dem Höchstbetrag, den das Deutsche Hilfswerk aus Erlösen der Deutschen Fernsehlotterie ausschüttet. Zum anderen fehlen noch ein paar Unterlagen, damit die Bauarbeiter loslegen können. Grund: Weil alle Wohnungen behindertengerecht werden sollen, ist auf der Rückseite der Villa, dort soll auch der künftige Haupteingang entstehen, ein Fahrstuhl geplant. Dafür muss der Statiker noch einige Berechnungen vorlegen. Das soll bis spätestens Ende August passiert sein, so Böhm.

Der Diakoniechef führt derzeit viele Gespräche – mit Banken, der Bauaufsicht, mit Baufirmen. Immerhin belaufen sich die Kosten für den Umbau des Hauses, das kurz nach der Wende Sitz des Neuruppiner Arbeitsamtes war und zuletzt während des Umbaus des Alten Gymnasiums der Musikschule als Notquartier diente, auf etwa 1,2 Millionen Euro. Die Diakonie wird deshalb einen Kredit aufnehmen müssen, um das Projekt stemmen zu können.

Fassade soll einen fröhlichen Anstrich erhalten

Froh ist Böhm, dass der graue Putz an der Villa nicht erhalten werden muss. „Der stammt aus DDR-Zeiten.“ Böhm denkt an eine freundliche Farbe für die Fassade. Ein Restaurator habe bei Proben im Vorraum Reste einiger Farbschichten entdeckt. Weiß, beige, grün. „Mit der Farbpalette können wir uns einig werden“, sagte der Diakoniechef. Er rechnet mit einer Bauzeit von gut einem Jahr, so dass – wenn alles gut geht – Ende 2017 die ersten Bewohner in das Haus einziehen könnten. Immerhin gibt es in der Villa eine Heizung. Damit könnten die Handwerker ebenfalls im Winter dort arbeiten, so Böhm. Allerdings braucht er aktuell noch eine Firma, die genaue Schaltpläne für die neue Heizung und für die Elektroanschlüsse erstellt.

Der jetzige Haupteingang mit Freitreppe und Portal soll künftig nur noch als Notausgang genutzt werden. Dazu will die Diakonie die schadhaften Stufen ausbessern. Aber das kommt wohl eher zum Schluss. Als Erstes sollen die Wohnungen entstehen, fünf allein im Dachgeschoss. Die Wohngemeinschaft für Senioren, die an Demenz erkrankt sind und rund um die Uhr betreut werden müssen, soll Platz für bis zu zehn Menschen bieten. Die im Souterrain geplante Tagespflege wird nach den derzeitigen Plänen als Letztes fertig werden. „Danach kommt nur noch der Außenbereich mit dem Garten ran“, sagte Böhm.

Die Diakonie bereitet sich mit dem Millionenprojekt selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: Sie feierte Ende Januar ihr 25-jähriges Bestehen. Das Diakonische Werk Ruppin war am 21. Januar 1991 in Neuruppin gegründet worden, der Diakonieverein Kyritz am 1. Februar 1991 in Neustadt. Nach der Kreisgebietsreform von 1993 schlossen sich die beiden Vereine ein Jahr später zum Diakonischen Werk Ostprignitz-Ruppin zusammen.

Von Andreas Vogel

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