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Einstimmig für Pavillon ausgesprochen

Dorfgemeinschaftshaus Heiligengrabe Einstimmig für Pavillon ausgesprochen

Seit Jahren wird in Heiligengrabe darüber diskutiert, wo ein Dorfgemeinschaftshaus am besten aufgehoben wäre. Am Mittwochabend nun hat sich der Ortsbeirat für den Pavillon auf dem Schulgelände ausgesprochen. Sehr zum Ärger des Vereins „Pro Krug“.

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Der Pavillon auf dem Hof der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe soll zu einem multifunktionalen Zentrum werden.

Quelle: Foto: Björn Wagener

Heiligengrabe. Die Entscheidung ist gefallen: Der Heiligengraber Ortsbeirat hat sich am Mittwochabend einstimmig für den Umbau des Pavillons auf dem Schulgelände zu einem Multifunktionshaus ausgesprochen. Damit erging ein deutliches Signal an die Verwaltung, sich um Fördermittel für das Projekt zu bemühen. „Ich verstehe diese Entscheidung als einen Arbeitsauftrag, die Planung auf den Weg zu bringen“, sagt Bürgermeister Holger Kippenhahn. Er hatte auf der Sitzung zuvor den möglichen Umbau des Pavillons vorgestellt. Das Gebäude böte demnach im Hauptraum 115 Quadratmeter Platz für Veranstaltungen, Feste und sonstige Aktivitäten. Bei Bedarf stünden auch angrenzende Nebenräume zur Verfügung. Momentan werde ein weiterer Raum als Werkraum von der Schule genutzt. Eventuell könne aber auch dieser im Zuge der bevorstehenden Sanierungsarbeiten im Schulgebäude künftig dorthin umziehen. Das müsse noch geklärt werden.

Seit drei Jahren wird diskutiert

Der Hauptraum wäre sogar etwas größer als der Veranstaltungsraum im Blumenthaler Bürgerhaus, der 110 Quadratmeter umfasse. Die Kosten für den Umbau des Pavillons lägen bei etwa 813 000 Euro und damit 20 bis 35 Prozent unter der Summe, die in einen Neubau investiert werden müsste. Die Bewirtschaftungskosten bezifferte Kippenhahn auf rund 16 000 Euro pro Jahr. Nach der Vorstellung des „Umbauprojektes Pavillon“ betonte der Bürgermeister, dass die Gemeinde nur dann dahingehend aktiv werde, wenn der Ortsbeirat das Vorhaben unterstützt – was dieser am Mittwoch tat. „Wenn wir die Gelegenheit jetzt nicht nutzen, werden wir keine Chance mehr haben, die Sache überhaupt noch zu realisieren“, meinte Tom Seemann. „Wir diskutieren jetzt seit drei Jahren über dieses Thema. Es ist Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen“, meinte Bernd Michael, der das Haus auch als ein Mehrgenerationenhaus sieht. „Der Pavillon ist für diese Zwecke sehr gut geeignet. Die Räume reichen dicke aus“, fand Ortsvorsteher Ulf Bumke. Für größere Veranstaltungen stehe außerdem die Aula in der Schule zur Verfügung. Auch rückte er ins Blickfeld, dass das Ganze nur mit Hilfe von Fördermitteln realisierbar sei und damit nur ein Teil der Gesamtsumme von der Gemeinde getragen werden müsse. Auch von Sitzungsgästen kam am Mittwoch Zustimmung, etwa von Burckhard Doerks oder Sandra Städtke.

Ablehnung erfuhr das Vorhaben lediglich von Vertretern des Vereines Pro Krug, der sich seit Jahren darum bemüht, aus der ehemaligen Gaststätte „Heiligengraber Krug“ ein Dorfgemeinschaftshaus zu machen. Vereinsvorsitzende Uta Köhn und ihre Stellvertreterin Bärbel Pekrul stimmten darin überein, dass der Pavillon schlicht „zu klein“ und der Krug deshalb besser geeignet sei, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Dass der Pavillon und nicht der Krug als mögliche Variante für eine multifunktionale Räumlichkeit am Mittwochabend zur Debatte stand, lag an einem Variantenvergleich aus dem Jahr 2013, erstellt vom Ingenieurbüro Ellmann/Schulze aus Sieversdorf-Hohenofen. Er favorisierte die Ladenpassage am Ortseingang, die aber vom Ortsbeirat wegen ihrer dezentralen Lage abgelehnt worden war. Als nächstbeste Variante folgte der Pavillon auf der Liste. Der Krug hingegen war bereits damals als zu groß und unwirtschaftlich eingestuft worden. Er sprenge jeglichen Rahmen, wie es hieß.

Von Björn Wagener

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