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Einwohner ärgern sich über Raser

Hohenofen Einwohner ärgern sich über Raser

Tempo 50 ist erlaubt in Hohenofen. Doch laut einigen Dorfbewohnern fahren viele schneller durch den Ort, in dem man sich noch lieber eine Tempo-30-Zone wünscht. Doch auf eine solche gibt es so gut wie keine Hoffnung.

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Wer etwa aus dem Rosenwinkel (r.) auf die Bundesstraße biegt, steht schon fast auf der Fahrbahn, bevor alles einzusehen ist.

Quelle: Matthias Anke

Hohenofen. Von der bundesweit derzeit einzuführenden neuen Richtlinie für großzügigere Tempo-30-Zonen (MAZ berichtete) werden die Bewohner von Hohenofen an der B 102 wohl nichts haben. Es gibt dort weder eine Kita, eine Schule noch eine anderweitige Einrichtung, wegen der sich die Neuregelung anwenden ließe. „Aber es ist gefährlich hier, und auch wenn wir trotzdem nichts machen können, aufregen kann ich mich ja wenigstens“, erklärte eine Hohenofenerin am MAZ-Lesertelefon.

Die letzte Verkehrsschau des Landkreises im Ort liegt länger zurück, als es die besagte Richtlinie gibt. Die Hohenofener begannen zu hoffen, weil sie auch ohne eine bestimmte, besonders zu schützende Bevölkerungsgruppe wie Kinder oder Senioren Bedenken haben: Die Bundesstraße in der westlichen Dorfseite jenseits der Dosse ist eine einzige S-Kurve, eine langgezogene zwar, jedoch eine kaum einsehbare wegen dicht an der Fahrbahn stehender Gebäude. Wer aus Seitenstraßen wie etwa dem Rosenwinkel kommt, muss extrem aufpassen. „Hier halten sich ja viele nicht mal an Tempo 50“, sagt die Frau, als sich auch die MAZ die Situation ansieht. Und in der Tat donnern etliche Pkw und Lkw durch Hohenofen, die zumindest vom Gefühl her deutlich schneller sind. „Die Polizei kann wegen der Kurve hier ja weder lasern noch ein Blitzerauto hinstellen“, sagt die Dame auf dem schmalen Gehweg. Der ist mal auf der einen, mal auf der anderen Seite auch noch als Radweg ausgewiesen. Dass deshalb Acht zu geben ist auf Radfahrer, die über die Straße wechseln, zeigen Schilder an. „Das reicht doch aber nicht“, heißt es protestierend.

Verwaltung: Geschwindigkeitsreduzierung ist „nicht erforderlich“

Dietmar Weiße von der Neustädter Amtsverwaltung bestätigt, dass es zwar eine Verkehrsschau gegeben hat, die Aussicht auf eine Tempo-30-Zone in Hohenofen jedoch gering ist. Und das Amt habe bei solchen Verfügungen wie Tempo 30 ohnehin nur eine Zuschauerrolle. Das Sagen hat die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises in Neuruppin. Dort hieß es, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung als „nicht erforderlich“ erachtet wird. Schon 2014 „wurde ein Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt abschlägig gegenüber dem Amt Neustadt beschieden“, teilte die Sprecherin Britta Avantario mit.

Gleichwohl wird derzeit aber wie überall im Landkreis auch für Neustadts Amtsgebiet die Einführung beziehungsweise Ausweitung von 30er-Zonen geprüft. „Wir wurden abgefragt, wo es Bedarf gibt, und haben auch die aktuellen Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtungen mitgeteilt“, sagte Weiße. Hoffnung auf Tempo 30 gibt es nun in der Bartschendorfer Straße in Dreetz, wo sich eine Kita befindet.

„In Sieversdorf gilt in der Kurve doch aber auch Tempo 30 ohne Kita“, wundert man sich im Nachbarort Hohenofen. Laut Weiße gab es Unfälle. Autos landeten in Vorgärten. Für die MAZ-Leserin ist das keine Erklärung. Sie fragt: „Muss denn immer erst was passieren?“

Von Matthias Anke

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