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Seltene Flitzer auf der Startbahn

Einzigartige Fahrzeuge bei der Historic Challenge in Heinrichsfelde Seltene Flitzer auf der Startbahn

Bereits zum fünften Mal fand auf dem Flugplatz Kyritz-Heinrichsfelde (Ostprignitz-Ruppin) die Historic Challenge statt. Bei dem Wettbewerb, der von Gert Pollmann ins Leben gerufen wurde, treten Wagen gegeneinander an, die es so kein zweites Mal gibt. Sieger wird aber nicht unbedingt der Schnellste.

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Wolfgang Lange hat seinen Porsche LMP 1 selbst gebaut.

Quelle: Sandra Bels

Heinrichsfelde. Reinhard Timm öffnet die Motorhaube und schon steht eine Traube Männer um den gelben Lotus Super 7 herum. Alle schauen auf den Motor und fachsimpeln. Im Hangar nebenan startet Wolfgang Lange seinen Porsche LMP 1. Er ist laut, sehr laut. Lange hat den Wagen mit Ausnahme des Motors, selbst gebaut. "Alle Teile entstanden in seiner Werkstatt", weiß Gert Pollmann.

Auf seine Initiative hin fand am Sonnabend zum fünften Mal die Historic Challenge auf dem Flugplatz Kyritz-Heinrichsfelde statt. Pollmann organisiert sie nicht nur, er hat den Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem Wagen fahren, die einmalig sind, sogenannte Protochamps. Im Designstudio des Oldtimer-Fans entstanden solche Prototypen. "Irgendwann dachte ich mir: Warum sollen die nicht in einer eigenen Serie fahren", so Pollmann. So rief er 2007 den ersten Wettbewerb aus.

Bei dem Wettbewerb geht es nicht um Schnelligkeit. Sieger wird der, der seine Runde am gleichmäßigsten fährt. Das kann auch schnell sein, wie Henner Ruth bewies. Im offenen Triumph 3 raste er mit 160 Stundenkilometern über die Start- und Landebahn in Heinrichsfelde - natürlich mit einem Helm. Ruth ist Profi, fuhr schon Motorradrennen, bevor er ins Auto umstieg. Sohn Maximilian war am Samstag mit seinen 23 Jahren der jüngste Fahrer. Mal saßen er, mal seine Mutter Katia Grosjean am Steuer des Porsche 911 T aus dem Jahr 1971.

Vier Läufe im Jahr

Das Rennen in Heinrichsfelde war in diesem Jahr das erste in der Protochampseries.
Der zweite Lauf findet in Itzehoe statt. Zum dritten trifft man sich in Putlos und zum vierten in Oehna.
Im Dezember findet die große Siegerehrung statt, bei der der Champion traditionell ein T-Shirt bekommt.

Gert Pollmann kam auf Heinrichsfelde als Austragungsort, als er zufällig den ehemaligen Kyritzer Wirtschaftsförderer Peter Wohlfeil traf. Der habe ihm vom Flugplatz erzählt und "so das Rennen nach Kyritz geholt", so Pollmann. Er mag die Strecke, weil sie glatt ist und gute Kurven hat. Außerdem ist er begeistert von der Unterstützung aus dem Tower und von Wirtschaftsförderin Marlies Ferner aus dem Kyritzer Rathaus. Denn für die Rennen muss immer eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden. Flugbetrieb ist während des Wettbewerbs nicht möglich. Gert Pollmann sagt, dass Bürgermeisterin Nora Görke sonst immer Gast ist, diesmal aber nicht dabei sein konnte, weil sie in Lübeck beim Hansetag ist.

Von Sandra Bels

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