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Eiszeit schadet Leitungen nicht

Schutz vor dem Frost Eiszeit schadet Leitungen nicht

Frostschäden sind bei Heizungen und Wasserleitungen trotz zweistelliger Minusgrade zwischen Wittstock, Kyritz, Pritzwalk und Neuruppin noch nicht zu beklagen. Spezialisten raten dazu, Leitungen frühzeitig zu schützen. Das Heizungsthermostat auf Sternchen zu stellen, reicht nicht.

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Das Thermostat allein auf Sternchen zu stellen, reicht bei eisigem Frost nicht aus.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Wittstock. Eisige Temperaturen haben derzeit die Prignitz und das Ruppiner Land fest im Griff. Minusgrade im zweistelligen Bereich bergen nicht nur für Autofahrer auf den Straßen Gefahren, der Frost kann auch Schäden an Wasser- und Heizungsleitungen anrichten.

Bislang haben die Wasser- und Wärmeversorger in der Region nicht mit Komplikationen zu kämpfen. „Uns sind keine Schäden an Leitungen oder Messgeräten gemeldet worden“, sagt der Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbands Wittstock, Eckhard Pelzer. Im Verbandsgebiet werden rund 18 000 Menschen mit Wasser versorgt. Damit deren Wasseruhren und angeschlossenen Leitungen nicht einfrieren, rät er, die Räume, in denen sich das Messgerät befindet, ausreichend zu beheizen und gerade in Kellerräumen alle Fenster geschlossen zu halten.

Auch in Pritzwalk sind bisher keine eingefrorenen Leitungen oder Messgeräte zu beklagen, wie Michael Schneider von den Stadtwerken Pritzwalk berichtet. Der Meister für den Bereich Wärmeversorgung empfiehlt seinen über 2000 Wärmekunden, eine Raumtemperatur von 15 Grad jedoch nicht zu unterschreiten und die Heizkörper nicht gänzlich abzudrehen. „Gerade wenn viele Leute morgens ihre Heizungen aufdrehen, ist der Engergieverbrauch besonders hoch“, sagt er. Dieser könne gedrosselt werden, wenn die Raumtemperatur über Nacht konstant bleibe und nach dem Aufstehen nicht von null auf hundert steigen müsse. Ohnehin würde die Temperatur der Heizungen aus Energiespargründen nachts automatisch um zehn Grad reduziert, ganz runtergedreht müsse also nicht werden.

Konstante Raumtemperatur sorgt für Bewegung in Rohren

Die konstante Raumtemperatur bietet Schneider zufolge noch einen weiteren Vorteil: „So bleibt Bewegung in Rohren und Heizung“, sagt er. Damit könne einem Einfrieren entgegengewirkt werden. „Den Regler auf Sternchen zu stellen, schützt lediglich den Heizkörper, nicht aber die Rohre“, erklärt Schneider. Da fehle der Umlauf. Sollten Wasseruhren oder Leitungen doch mal einfrieren, rät Schneider, diese nur langsam auftauen zu lassen. Zu rasches Agieren könne die Leitung massiv beschädigen.

Das weiß auch Helge Binder von den Stadtwerken Neuruppin, die über 6000 Hausanschlüsse mit Wärme und Wasser versorgen. Er empfiehlt, die eingefrorenen Stellen mit einem warmen Tuch behutsam aufzutauen. Sind Leitungen geplatzt, sollte sofort der Vermieter oder ein Havariedienst kontaktiert werden.

Eine gute Isolation von Wasserzählern und Leitungen, gerade in Kellerräumen, ist Joachim Stoltz vom Wasser- und Abwasserverband „Dosse“ zufolge ratsam. Im Verbandsgebiet zwischen Kyritz und Neustadt werden rund 22 000 Kunden mit Wasser versorgt. Auch von denen habe bislang noch keiner Frostschäden gemeldet, wie Stoltz berichtet. Die Wasserleitungen liegen zudem in rund 1,50 Metern Tiefe geschützt vor Frost. „Das letzte Mal wurden sie während des harten Winters vor 20 Jahren beschädigt“, erklärt er. Von einer ähnlichen Situation geht er aufgrund der für Ende der Woche prognostizierten Plusgrade jedoch nicht aus.

Von Christian Bark

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