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Ostprignitz-Ruppin Elika Schulz feierte 100. Geburtstag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Elika Schulz feierte 100. Geburtstag
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14:57 04.07.2017
Elika Schulz mit Tochter Regina Köhler, Enkelin Silke Köhler-Timm und dem ehemaligen Nachbarn Jürgen Paul. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Kurz nach Mitternacht stieß sie mit der Nachtschwester an und feierte sozusagen in ihren 100. Geburtstag rein. Wer kann das schon von sich behaupten? Elika Schulz aus Wittstock gehört zu diesem erlesenen Personenkreis. „Man muss alles mitnehmen, was das Leben einem bietet“, sagt sie und ließ sich am Dienstag im Kreise ihrer Familie und von Verwandten, Freunden und Bekannten im KMG-Seniorenheim Haus Fontane in Wittstock feiern.

Noch immer mobil

Seit dem 7. März 2011 lebt die rüstige Seniorin dort. Es gefalle ihr gut. Wer sie besuchen möchte, sollte sich besser anmelden, denn sonst könnte es passieren, dass sie gerade mit ihren Elektrofahrstuhl unterwegs ist. „Das macht Spaß. Ich bin ja früher auch Moped gefahren.“ Sie genießt es, immer noch mobil zu sein. Aktiv war sie ihr ganzes Leben lang. Als Bauersfrau und Landwirtin auf dem Dudel bei Wulfersdorf, wo sie auch geboren wurde, habe sie viele Jahre hinweg geackert – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. 1989 zog sie nach Wittstock und später ins Seniorenheim Haus Fontane.

Auch wenn ihr Mann schon vor Jahren starb, so hat sie doch eine große Familie um sich – zwei Kinder, vier Enkel, sieben Urenkel, und der erste Ururenkel werde in Kürze das Licht der Welt erblicken.

Lesen geht sogar ohne Brille

Geraucht habe sie nie. „Ja, mal probiert, aber das war nichts für mich.“ Bis heute liebt sie Tiere, vor allem Pferde und Hunde, liest aber auch gern mal ein Buch oder die Zeitung. Das gehe sogar noch ohne Brille, sagt die fitte Seniorin. Mit 94 Jahren unterzog sie sich einer Herzklappen-Operation. Noch immer könne sie ganz gut laufen, auch wenn es nach einiger Zeit „mit der Luft“ schwierig werde. Dann sei der Rollstuhl doch ganz bequem.

Zum 100. Geburtstag kam sogar ein Geburtstagsgruß von Ministerpräsident Dietmar Woidke. Am Nachmittag hatte sich Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann angekündigt. Unter den Gratulanten war am Vormittag auch Jürgen Paul, ihr ehemaliger „Fast-Nachbar“, wie er sagt. Denn seine Familie habe einst in Sichtweite der Schulzes gewohnt. In gemütlicher Runde bei Schnittchen, Kaffee, Kuchen und Sekt ließen die Gäste die Jubilarin hochleben und erinnerten sich an früher. Dabei sorgte der trockene Humor des Geburtstagskindes immer wieder für gute Laune. Ihren Kindern und Kindeskindern empfiehlt sie: „Schaut euch alles an, so lange ihr noch laufen könnt.“

Im Haus Fontane sei der besondere Ehrentag von Elika Schulz zwar der erste 100. Geburtstag, aber in diesem Jahr könnten noch zwei weitere folgen, sagt Heimleiterin Christel Westfahl.

Von Björn Wagener

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