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Ostprignitz-Ruppin Eltern erheben Einspruch gegen Lehrplan
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eltern erheben Einspruch gegen Lehrplan
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02:17 24.09.2015
Die Wittstocker Apothekerin Katja Boeckmann sammelte 1050 Unterschriften.  Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

 Gut 1900 Unterschriften aus Wittstock und Umgebung leitete Peggy Samusch Ende der vergangenen Woche an das Pück­ler-Gymnasium in Cottbus weiter. Die Schulelternsprecherin am Städtischen Gymnasium in Wittstock protestiert mit anderen Akteuren gegen den ab Schuljahr 2017/2018 geplanten neuen Rahmenlehrplan in Berlin und Brandenburg. Insgesamt votierten dabei 4516 Bürger gegen diese Reform, davon 3800 in Brandenburg.

Die Frist für die Unterschriftensammlung innerhalb der Petition „Eltern erheben Einspruch gegen die mangelhafte Lehrplanreform in Brandenburg“ endete am Wochenende. Elternsprecher aus Wittstocker Schulen schlossen sich dabei dem Arbeitskreis Naturwissenschaft am Pückler-Gymnasium in Cottbus an. Dieser Arbeitskreis startete im Frühjahr das landesweite Begehren gegen die Pläne der Landesregierung in Potsdam (die MAZ berichtete). Einen ersten Erfolg verzeichneten die Akteure bereits im Juni. Die ursprünglich für Schuljahr 2016/2017 geplante Reform wurde um ein Schuljahr auf 2017/2018 verschoben.

Katja Boeckmann sprach ihre Kunden in der Apotheke an

Auch Katja Boeckmann aus Wittstock engagierte sich in den vergangenen Monaten. Die Apothekerin ist selbst indirekt vom neuen Rahmenlehrplan betroffen, denn ihre Tochter Caroline besucht die 8. Klasse am städtischen Gymnasium. Boeckmann sammelte allein 1050 Unterschriften. „Hätten nur die Eltern von schulpflichtigen Kindern unterschrieben, wäre das zu wenig gewesen.“ Daher sprach sie jeden Kunden in der Apotheke an, informierte über das Anliegen und erntete Zustimmung. „Viele Kunden waren bereits durch die Berichterstattung in der MAZ über das Problem vorinformiert“, erinnert sie sich. Und: „Es war mühsam und anstrengend – das war hier die erste große Unterschriftenaktion“, so Boeckmann. Sie kritisiert die Pläne, etwa die Fächer Biologie und Physik zum neuen Fach Naturwissenschaften zusammenzulegen. „Die Grundlagen in diesen Fächern bleiben auf der Strecke, gerade auch, wenn jemand Medizin oder Pharmazie studieren möchte“, ist sich Katja Boeckmann sicher. „Bildung ist das Wichtigste, was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben, deshalb ist auch ein strukturiertes Abitur wichtig.“

Die Elternsprecher der jetzigen 8. Klassen am Gymnasium haben 760 Unterschriften gesammelt, sagt Peggy Samusch. Wie nun die Landesregierung mit diesem Protest umgeht, bleibt abzuwarten.

Von Christamaria Ruch

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