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Eltern fürchten um ihre Kinder

Freyenstein Eltern fürchten um ihre Kinder

Der Weg von der Bushaltestelle zum Hort ist zu gefährlich, als dass er Kindern ohne erwachsene Begleitung zugemutet werden sollte, finden Eltern aus Freyenstein und schlugen jetzt vorm Ortsbeirat Alarm. Der Kita Spatzennest, wo die Hortbetreuung stattfindet, fehle jedoch das Personal, um die Kinder abzuholen, heißt es.

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In der Freyensteiner Schlossstraße kann es für Kinder gefährlich werden.

Quelle: Björn Wagener

Freyenstein. Für Kinder kann es in Freyenstein gefährlich werden. Davon zumindest sind die Eltern überzeugt, die sich kürzlich vorm Ortsbeirat Luft machten. Es geht dabei um fünf Kinder, die nach ihrem Unterricht in der Waldring-Grundschule in Wittstock mit dem Bus nach Freyenstein fahren, um dort den Hort zu besuchen. Er befindet sich in der Kita „Spatzennest“ in der Poststraße. Das Problem: Die Kinder kommen an der Haltestelle in der Alten Pritzwalker Straße an. Um zur Kita zu gelangen, müssen sie die viel befahrene Schlossstraße überqueren – ohne Hilfsmittel wie etwa eine Ampel. Dabei hat es eine solche dort bis vor kurzem noch gegeben. Doch im April 2016 veranlasste der Landesbetrieb Straßenwesen wegen zu geringer Nutzung ihren Rückbau, obwohl das städtische Bauamt dem nicht zugestimmt hatte.

Die Eltern hätten gern die Ampel zurück

Die Eltern hätten die Ampel nun gern zurück. „Es geht schließlich um die Sicherheit unserer Kinder“, sagte André Beyer auf der Sitzung und bekam Unterstützung von einigen Müttern, die gemeinsam mit einer Erzieherin aus der Kita „Spatzennest“ einer raschen Lösung des Problems Nachdruck verleihen wollten. Schließlich zahlten die Eltern in Freyenstein ebenso für die Hortbetreuung ihrer Kinder wie Eltern in Wittstock, argumentierten die Mütter. Das Bestreben die Ampel wieder zurückzugewinnen, müsste über den Ortsvorsteher an den Landesbetrieb herangetragen werden, empfiehlt Stadt-Sprecher Jean Dibbert.

Bislang wurde die fehlende Ampel dadurch kompensiert, dass eine Kita-Erzieherin die Hortkinder täglich von der Haltestelle zur Kita begleitete. Das aber sei zurzeit personell nicht möglich, sagte eine Kita-Mitarbeiterin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Andernfalls könnten in dieser Zeit Kinder zum Teil nicht betreut werden. Die Kita-Leitung will sich auf MAZ-Nachfrage nicht zu der Sache äußern und verweist auf die Stadt.

Die Stadt sieht kein Problem

„Aus unserer Sicht ist das kein Problem. Die Kinder werden künftig wieder von Erziehern von der Haltestelle abgeholt“, sagt Jean Dibbert dazu. Aktuell gebe es durch Krankheitsfälle beim Erziehungspersonal lediglich einen „kleinen Engpass, deshalb sind wir sehr froh, dass zurzeit die Eltern die Kinder zur Kita bringen.“ Ohnehin sehe der Gesetzgeber die Eltern in der Pflicht, wenn es darum geht, die Kinder sicher von der Schule zum Hort zu geleiten, in diesem Fall also von der Bushaltestelle bis zur Kita.

Aus Sicht der Eltern könne das aber kein Dauerzustand sein, wie sie am Donnerstagnachmittag bei einem Vor-Ort-Termin auch gegenüber Ortsvorsteher Manfred Engel bekräftigten. Da personelle Engpässe in der Kita immer mal wieder vorkommen können, wird in Freyenstein darüber diskutiert, ob die Haltestelle nicht an die alte Post verlegt werden könnte, damit den Kindern die Überquerung der Schlossstraße erspart bliebe. Ortsvorsteher Manfred Engel sähe das als die beste Lösung an, wenn die Ampel schon nicht zurückgeholt werden kann. So sehen das auch die Eltern. Zumindest aber solle ein Zebrastreifen dort aufgebracht werden, wo einst die Ampel stand. Die Eltern wünschen sich eine städtische Informationsrunde darüber, wie mit dem Problem umgegangen werden soll.

Von Björn Wagener

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