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Eltern kämpfen für ein neues Hortgebäude

Neuruppin Eltern kämpfen für ein neues Hortgebäude

An der Evangelischen Schule Neuruppin hat sich eine Elterninitiative gegründet, die eine Unterschriftenaktion gestartet hat. Ziel ist ein neues Hortgebäude. Das bisherige Hort ist längst zu klein. Es hat eine Kapazität von 106 Kindern, im Hort betreut werden aber 180 Mädchen und Jungen. Diese müssen derzeit in ihren Unterrichtsräumen spielen.

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Das Hortgebäude der Evangelischen Schule bietet eigentlich nur Platz für maximal 106 Mädchen und Jungen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im Streit über ein neues Hortgebäude für die Evangelische Schule in Neuruppin haben Eltern jetzt eine Initiative gegründet. Diese sammelt seit Freitag Unterschriften für einen Neubau, der auf Stelzen auf dem Parkplatz des Sportcenters nahe der Scholtenstraße entstehen könnte.

„Ein Neubau ist dringend notwendig“, sagte Ariane Feierbach, die Sprecherin der Elterninitiative. Denn das jetzige Hortgebäude auf dem Schulhof an der Regattastraße ist längst zu klein. Es bietet maximal 106 Mädchen und Jungen Platz, die restlichen 80 Hortkinder werden derzeit nachmittags in Klassenräumen betreut. Das geht nur dank einer Ausnahmegenehmigung. Diese gilt jedoch stets nur für ein Jahr und kann zudem nicht unendlich verlängert werden.

Anwohner sind gegen einen Hort auf einem Parkplatz

„Ein Neubau würde den Hort auf Jahre entlasten“, betonte Feierbach. Darauf setzt ebenfalls die Gesamtkirchengemeinde Ruppin, die Träger des Hortes ist. Auf Bitten der Kirchengemeinde hat Investor Ulrich Kaatzsch das Projekt für einen Hortbau an der Scholtenstraße entwickelt. Doch diese Pläne stießen bei den überraschten Anwohnern der Scholtenstraße auf wenig Gegenliebe. Sie befürchten nicht nur eine deutliche Zunahme des Verkehrs, sondern sie halten auch ein Hortgebäude auf einem Parkplatzgelände für völlig ungeeignet – schon allein wegen der Abgase der Autos.

Das sehen viele Stadtverordnete ganz anders. Im Bauausschuss warb die SPD-Frau Christiane Doll vehement dafür, dass sich Investor Kaatzsch keinesfalls von den Protesten der Anwohner einschüchtern lassen sollte. Auch andere Abgeordnete baten, die Pläne für einen Hortneubau auf Stelzen weiter zu verfolgen. Darauf setzt ebenfalls die Elterninitiative. Dann gebe es sicher auch noch mal eine Ausnahmegenehmigung für den Hort. Das ist wichtig, weil die Schule im Sommer 50 neue Abc-Schützen aufnehmen will. Das Gros der Kinder benötigt wohl einen Hortplatz.

Investor will Beschluss der Stadtverordneten abwarten

Investor Kaatzsch hielt sich am Freitag bedeckt. Er will abwarten, ob die Stadtverordnetenversammlung Anfang April grünes Licht für den Hortneubau gibt, indem sie dem Bebauungsplan zustimmt. „Dann denke ich noch mal über das Projekt nach.“ Zugleich signalisierte der Unternehmer, dass er „gern noch was Sinnvolles für die Stadt“ machen würde. Kaatzsch ist seit 26 Jahren in Neuruppin tätig. Zu seinen Projekten gehören unter anderem das Sportcenter und die Bilderbogenpassage.

Von Andreas Vogel

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