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Ostprignitz-Ruppin Eltern kämpfen weiter um Tempo 30
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eltern kämpfen weiter um Tempo 30
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02:24 22.04.2018
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (M.) sprach vor der Kita mit Elternvertretern. Quelle: Christian Bark
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Berlinchen

Der Kampf für ein Tempo-30-Limit vor der Kita Regenbogen in Berlinchen geht weiter. Darauf einigten sich Elternvertreter bei einem Vororttermin mit Berlinchens Ortsvorsteher Dieter Welchering sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke und dem CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann in der vergangenen Woche.

Während des Termins passierten einige Laster die Straße. Quelle: Christian Bark

Dem vorausgegangen war ein Begehren von Elternvertretern im Oktober vergangenen Jahres sowie eine Unterschriftenaktion für die 30er-Zone im Februar. „An die 100 Unterschriften sind zusammengekommen“, berichtete Anja Peter aus Dranse. Sie hat eine zweijährige Tochter in der Kita. Ihr zur Seite stand bei dem Termin Julienne Schläfke aus Schweinrich, deren zweijähriger Sohn die Kita besucht. Anja Peter hatte sich im Herbst 2016 an ihren Bekannten Jan Redmann gewandt, so kam auch Sebastian Steineke ins Spiel, der daraufhin eine Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt hatte.

Die prüfte das Anliegen, führte Verkehrszählungen durch, beachtete auch die Ende 2016 in Kraft getretene 1. Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung. Diese erleichtert es Verkehrsbehörden, Geschwindigkeitsbeschränkungen von 30 Stundenkilometern innerorts vor Kitas, Schulen oder Altenheimen anzuordnen.

Begründung des Kreises überzeugt nicht

Ende März erhielt Anja Peter die Antwort vom Kreis. Die Behörde lehnte die Tempo-30-Zone ab, weil sie nicht „zwingend“ erforderlich sei. Immerhin befänden sich die Kitaeingänge auf dem Hof; Zaun und Eingangstor könnten zurückgesetzt werden, sodass mehr Eltern auch vor der Einrichtung parken könnten. Ein großflächiger Hinweis auf die Kita hinter dem Ortseingang könnte auf einem Webeschild gegeben werden, was allerdings nicht in die Baulast der Kreisstraße gehöre.

Sebastian Steineke (Mitte) will nochmal nachhaken. Quelle: Christian Bark

Dass die im Februar durchgeführten Verkehrszählungen kaum Auffälligkeiten gezeigt hätten, bezweifelten Jan Redmann und Dieter Welchering. Bereits während des Ortstermins passierten mehrere Laster mit ambitioniertem Tempo die Straße vor der Kita. „Der Schwerlastverkehr gefährdet nicht nur den Weg für die Kinder zur Kita, er stört auch den Schlaf er Anwohner“, sagte Anja Peter.

Sebastian Steineke überzeugte sich von dem „Geschwindigkeitstrichter“ von Tempo 80 auf 60 vor dem Ortseingang und der Fahrbahnverengung kurz dahinter. „Dieses Hindernis lädt Autofahrer zu regelrechten Wettkämpfen um den Vorrang ein“, monierte Julienne Schläfke.

Auch der Bundestagsabgeordnete gab sich mit der Antwort des Kreises nicht zufrieden. Er empfahl Anja Peter, in Widerspruch zu gehen. „Gerade mit Blick auf die neue Verkehrsordnung stellt Tempo 30 vor solchen Einrichtungen eher die Regel als die Ausnahme dar“, sagte er. Diese Ausnahme in Berlinchen wolle er vom Landrat persönlich begründet wissen. Anja Peter will, wie sie sagte, nun in Widerspruch gehen. Sollte das keinen Erfolg haben, könnte laut Steineke einfach ein anderes Elternteil einen Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung stellen.

Von Christian Bark

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