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Eltern lehnen geplante Kita-Schließzeit ab

Wusterhausen Eltern lehnen geplante Kita-Schließzeit ab

In Wusterhausen lehnt offenbar ein beträchtlicher Teil der Eltern die von der Gemeindeverwaltung ab 2017 geplanten Kita-Schließzeiten für die Sommerferien ab. Eltern haben deshalb bereits mit der Sammlung von Unterschriften begonnen.

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Auch im Sommer soll die Kita „Regenbogen“ durchweg geöffnet bleiben.

Quelle: dpa

Wusterhausen. In der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Wusterhausen haben in den vergangenen Tagen Unterschriftenlisten ausgehangen. Darauf sollten Eltern mitteilen, wie sie es halten mit einer 14-tägigen Schließzeit der Einrichtung in jedem Sommer ab 2017. Nur ausnahmsweise und mit glaubhafter Begründung sollten Kinder zum Burgwall gebracht werden können. Das will die Verwaltung durchsetzen, um die Kita jenen in Lögow und Nackel gleichzusetzen. Dort gibt es das schon.

Gleiches Recht für alle, die Chance, Grundreinigungen und Sanierungsarbeiten am Stück ausführen zu können und dem Personal bei der Abgeltung seines Urlaubsanspruches entgegenzukommen, sind die genannten Hauptgründe für den Vorstoß. Das Thema stand im Vorjahr schon einmal zur Debatte. Der „Versuchsballon“ sollte da allerdings noch nicht starten. Dennoch war die Aufregung schon groß. Und die deutliche Ablehnung auch.

Gemeindevertretung soll entscheiden

„Egal, wie die Abstimmung in der Gemeindevertretung ausgeht, einen neuen Anlauf werde es in absehbarer Zeit nicht geben“, sagte ­Hauptamtsleiter Jürgen Gottschalk am Dienstag dem Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde. Der bugsierte die Vorlage mit Ach und Krach in das Beschlussorgan. Drei Ja-Stimmen, einmal Nein bei einer Enthaltung nehmen nun am 12. Juli die gesamte Gemeindevertretung in die Pflicht. Ob dann eine Mehrheit zustande kommt, ist alles andere als sicher.

Das lag auch an Vätern und Müttern von Kita-Kindern, die am Dienstag klipp und klar ihr Veto einlegten. Die Eltern aus dem Kita-Ausschuss taten das auch schwarz auf weiß. Bisher fühlten sie sich ungenügend einbezogen. Jetzt hatten sie die Initiative ergriffen. Dazu ­gehörte die Unterschriftensammlung. Obwohl auf unerklärten Wegen einige Listen am Ende nicht mehr da hingen, wo man sie angepinnt hatte, und damit ­Mitmachen unmöglich war, ließ sich die Tendenz am Ende klar ablesen: Von 75 Unterschreibern lehnten 74 die Schließzeit ab.

Eltern fühlen sich nicht einbezogen

Argumente lieferten die Gäste der Dienstag-Sitzung nun nach. So gebe es in Kyritz in keiner der größeren Tagesstätten „Sommerferien“ für ganze Häuser. Außerdem würde eine vorgeschriebene Urlaubszeit auch bei Familienmitgliedern der Erzieher zu Problemen führen. Ferner sollte nicht vergessen werden, dass auch Kollegen für eine angestrebte „Notgruppe“ den seit Jahren üblichen und beliebten Ferienspielen zur Verfügung stehen müssten. Fazit: „In unseren Augen ist eine Auslastung bei 50 bis 80 Prozent für die Monate Mai bis September mit entsprechend geringerem Personal die eindeutig bessere Lösung.“

Ob das die Gemeindevertreter auch so sehen, muss sich in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause zeigen.

Von Wolfgang Hörmann

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