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Eltern sorgen sich um Sicherheit ihrer Kinder

Alt Daber Eltern sorgen sich um Sicherheit ihrer Kinder

Die Landesstraße L 153 in Alt Daber erweist sich seit Jahren als Einflugschneise für die Fahrzeuge aus Richtung Mecklenburg. Denn der Wittstocker Ortsteil taucht für die Autofahrer nach mehreren Kilometern Passage durch den Wald wie aus dem Nichts auf. So hat es zumindest den Anschein. Eltern haben Angst um die Schulkinder an der Bushaltestelle.

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Erst wenn sich morgens die Türen des Schulbusses in Alt Daber schließen, verlassen die Mütter die Haltestelle.

Quelle: Christamaria Ruch

Alt Daber. Schon morgens um 7.20 Uhr weht die Schulkindern in Alt Daber ein rauer Wind entgegen. Wenn sie sich an der Bushaltestelle gegenüber des Forsthofes einfinden, müssen die Mädchen und Jungen in Deckung gehen. Was für Außenstehende wie eine maßlose Übertreibung klingt, ist für die Kinder jedoch Alltag.

Landesstraße als Einflugschneise

Die Landesstraße L 153 in Alt Daber erweist sich seit Jahren als Einflugschneise für Fahrzeuge aus Richtung Mecklenburg. Denn der Wittstocker Ortsteil taucht für die Autofahrer nach mehreren Kilometern Passage durch den Wald wie aus dem Nichts auf. So hat es zumindest den Anschein. Auch wenn der Haltepunkt und Fahrgastunterstand aus Richtung Mecklenburg gut einsehbar sind, nehmen viele Fahrer von Lkw, Pkw oder Motorrad an dieser Stelle noch nicht den Fuß vom Gas. Tempo 50 wird ignoriert.

Montags bis freitags fährt der Schulbus um 7.22 Uhr in Alt Daber in Richtung Wittstock los. Acht Kinder steigen dann in den Bus. „Ein Elternteil ist morgens immer mit an der Bushaltestelle“, sagt Jaqueline Kübler. Ihr Sohn Max besucht die dritte Klasse in der Waldringschule. Denn die Gefahr lauert wegen der schnellen Fahrzeuge. „Einmal war es ganz schlimm, da hatte sich auf einem Holzlaster ein Baumstamm gelöst und quer verkantet. Dieser ragte dann vom Hänger bis an die Bushaltestelle heran“, sagt Manuela Siebert. Auch sie ist Mutter eines Grundschülers; ihr Sohn Finn geht ebenfalls in die dritte Klasse. „Wegen der Sicherheit unserer Kinder passen wir morgens hier auf“, so Siebert. Neben den schnellen Fahrzeugen bringt auch Regenwetter einige Überraschungen. „Entlang der Haltestelle bildet sich am Straßenrand eine lange Pfütze – das Wasser spritzt bis zum Eingang des Wartehäuschens“, sagt Manuela Siebert.

Zu weit von der Straße entfernt

Zu weit von der Straße entfernt: An der Bushaltestelle aus Richtung Wittstock ist das Halteschild kaum zu erkennen.

Quelle: Christamaria Ruch

Auch der Bushaltepunkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereitet den Eltern Sorgen. „Das Schild ist vom Gebüsch eingewachsen und wenn die Kinder nachmittags dort aussteigen, können Autofahrer gar nicht erkennen, dass dort eine Haltestelle ist.“, sagt Jaqueline Kübler. Im MAZ-Gespräch sicherte Jean Dibbert, Sprecher der Stadt Wittstock, vergangene Woche zu: „Mitarbeiter vom Bauhof werden an der Bushaltestelle für freie Sicht sorgen.“ Dieser Auftrag wurde nun kurzfristig erledigt.

Kreissprecherin: Haltestellenschild kann versetzt werden

Auf die Anfrage bei der Pressestelle des Landkreises in Neuruppin gab Britta Avantario folgende Auskunft: „Aus unserer Sicht kann das Schild etwa um einen Meter versetzt werden. Wir haben den zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen gebeten, das zu prüfen und gegebenenfalls das Schild näher zur Fahrbahn zu stellen.“ Mit Blick auf die Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung sagte Britta Avanatario: „Der Landkreis wird seinen mobilen Blitzer sporadisch einsetzen, um die Geschwindigkeit zu überwachen.“ Bei der Frage nach der Sicherheit der Schulkinder beim Überqueren der Straße teilte die Pressesprecherin mit: „Der sichere Wechsel ist möglich, wenn alle Verkehrsteilnehmer die Regeln im Straßenverkehr beachten. Es ist nicht realistisch, dass ein Fußgängerüberweg gebaut wird, da insgesamt nur sehr wenige Querungen zu verzeichnen sind, weil Alt Daber vor allem links der Straße bebaut ist. Ein Fußgängerüberweg scheitert auch daran, dass nur einseitig ein Fußweg vorhanden ist.“

Von Christamaria Ruch

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