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Emanuel steht hoch im Kurs

Preis für Zuchtbullen aus Biesen Emanuel steht hoch im Kurs

Die Agrargesellschaft Biesen hat mit ihren Rindern auf der Landwirtschaftsausstellung BraLa wieder kräftig Preise abräumen können. Nicht zuletzt durch ihren Uckermärker Zuchtbullen Emanuel, der bei der Tierschau den zweiten Platz holte. Und das sind nicht die einzigen Lorbeeren, die das Tier für sich verbuchen kann. Seit Januar gehört es zu Deutschlands Top-Zuchtbullen.

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Lothar Kritzel (v. r.) hat Emanuel voll im Griff, trotzdem ist Respekt vor dem Tier angebracht, wie Manfred Knaut und Burkhard Schultz wissen.

Quelle: Christian Bark

Biesen. Er ist ein Kaftpaket durch und durch und mit seinen 1150 Kilo gar nicht so leicht aus dem Viehwagen zu bewegen. Trotzdem weiß Lothar Kritzel, wie er mit dem Uckermärker Zuchtbullen „Emanuel“ umzugehen hat. Gekonnt führt der Rinderwirt das Tier mit einer Stange, die an Emanuels Nasenring befestigt ist, zurück auf die Weide zu seinen Kühen. Dort kann Emanuel dann das machen, wozu er von der Agrar GmbH Biesen auserkoren wurde: für den Rindernachwuchs sorgen.

„Das ist ein ganz schöner Kraftakt“, erklärt Zuchtmanager Manfred Knaut. Denn der vier Jahre alte Bulle müsse schließlich nicht nur eine Kuh, sondern eine ganze Herde beglücken. Dass er dazu aber bestens geeignet ist, beweisen einmal mehr Preise und Ehrungen, die Emanuel in diesem Jahr zuteil wurden, sagt Knaut. Zuletzt hatte das Tier auf der Landwirtschaftsausstellung Brala in Paaren den zweiten Platz bei der Tierschau belegt. „Die Preisrichter haben Emanuel als sehr typvoll bezeichnet", erinnert sich Knaut an die Beurteilung des Uckermärker Bullen.

Rinderzucht in Biesen


1991 ging
die Agrargenossenschaft Biesen aus der ehemaligen LPG hervor. 1993 wurde das Tochterunternehmen, die Agrargesellschaft, gegründet.

23 Mitarbeiter sind für die Agrargenossenschaft tätig. Zwei Angestellte arbeiten für die Agrargesellschaft, darunter Zuchtmanager Manfred Knaut. Die Betriebe sind eng verzahnt.


Über 420 Fleischrinder
der Rassen Hereford und Uckermärker besitzt die Agrargesellschaft. Die Genossenschaft hat rund 330 schwarzbunte Milchkühe unter sich.

„Die Richter können fast nur Äußerlichkeiten bewerten“, sagt der Zuchtmanager. Ihm und seinen Kollegen obliege es dann im Betrieb, auch den Charakter des Tiers für dessen Aufgaben in der Herde zu beurteilen. Sei ein Bulle zu aggressiv, bringe das alles nichts. „Aber bislang hatten wir noch nie einen Abweichler.“

Auf der Brala konnten die Biesener zudem mit ihrem gesamten Rinderaufgebot vor Ort, also jeweils einem Bullen, einer Kuh und einem Kalb der Rassen Uckermärker und Hereford, punkten. „Dafür gab es den Ehrenpreis“, freut sich Knaut. Das stimme ihn optimistisch, auch auf der nächsten Brala sowie im Bundeswettbewerb auf der Grünen Woche in Berlin 2019 wieder mit den Rindern punkten zu können.

Manfred Knaut mit der Plakette zum Ehrenpreis auf der BraLa 2016

Manfred Knaut mit der Plakette zum Ehrenpreis auf der BraLa 2016.

Quelle: Christian Bark

Und es gibt noch einen weiteren Grund, stolz auf Emanuel zu sein, wie Burkhard Schultz, Vorstandsvorsitzender der Landwirtschaftliche Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft Biesen, des Mutterunternehmens der Agrar GmbH, berichtet. In der Januarausgabe der Fachzeitschrift „Fleischrinder Journal“ tauchte der Uckermärker in der Top-Fünf-Liste Deutschlands bester Fleischrinder-Zuchtbullen auf. „Dort schaffte es Emanuel auf den vierten Platz", informiert Schultz. Die Liste basiere auf den im November 2015 ermittelten Zuchtwerten durch die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) im niedersächsischen Verden. „Die Werte werden dem VIT durch die Zuchtverbände weitergeleitet“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Für ihn und Manfred Knaut sind solche Auszeichnungen eine gute Motivation für ihre künftige Arbeit, wie sie sagen. „Damit machen wir Verbraucher und Käufer auf uns aufmerksam und können so zeigen, was wir zu bieten haben“, sagt Knaut. Gerade auf dem umkämpften Markt der Fleischrinderzucht habe Biesen auf diese Weise immer wieder hervorstechen können.

Von Christian Bark

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