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Ende der Aktion „Deine Linde für Lindow“

„Der Bäume sind genug gepflanzt“ Ende der Aktion „Deine Linde für Lindow“

Die letzten acht Winterlinden haben ihren Platz auf dem Lindower Klostergelände gefunden. Vorausgegangen waren mehrere Pflanztage – die Aktion „Deine Linde für Lindow“ bewegte sowohl Einheimische als auch Touristen dazu, Baumpate zu werden. 80 Bäume wurden insgesamt neu gepflanzt – als Ausgleich für die 69 Bäume, die 2013 der Säge weichen mussten.

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Manuel Rengert (r.) und Sohn Paul (l.) pflanzen die Winterlinde. Steffen Dorausch (M.) hat vorab alle Pflanzlöcher gebuddelt.

Quelle: Regine Buddeke

Lindow. Es ist beinahe vollbracht. Acht Winterlinden stehen bereit, ebenso acht Säcke Pflanzerde, acht Schaufeln warten auf ihren Einsatz. Zum letzten Mal hieß es am Samstag „Deine Linde für Lindow“ – gut 25 Gemeindemitglieder und Baumpaten stimmten sich bei einer Andacht in der Open-Air-Kirche auf dem Lindower Klostergelände auf die letzte Baumpflanzaktion ein. Mit den letzten acht Winterlinden ist die Ausgleichspflanzung für die Bäume, die auf dem Kloster-Areal gefällt werden mussten (die MAZ berichtete) abgeschlossen. „Der Bäume sind genug gepflanzet – für mehr haben wir zumindest hier keinen Platz“, fasst es der Stiftskapitel-Vorsitzende Horst Borgmann zusammen, dem der Erfolg der Aktion maßgeblich zu danken ist. Auch darüber hinaus bemüht sich Borgmann immens um das Kloster, sei es bei der Sanierung des Konventsgebäudes, den Anstrengungen um die Sanierung des Giebels, die Pläne für die „Textile roofs“. Pläne und Forschungsziele hat er noch genügend: etwa die Errichtung eines Bibel-Gartens. Aber zuvor wird erst der barrierefreie Zugang zum Kloster eingeweiht – samt der drei neuen schmiedeeisernen Pforten in historischer Optik . Was Borgmann ebenso freut: Der Friedhof des Klosters steht seit neuestem auf der Förderliste der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz. „Die haben einen neuen Förderschwerpunkt Friedhöfe. Drei wurden ausgewählt: einer in Osnabrück und Dresden. Und unserer.“ Der Stiftungs-Flyer hat eine Auflage von 250 000. „Wenn jeder Leser einen Euro spendet, sind wir aus dem Gröbsten raus“, so Borgmann.

Ein Pflanzloch wurde noch gebraucht

Ein Pflanzloch wurde noch gebraucht.

Quelle: Regine Buddeke

Bürgermeisterin Heidrun Otto versäumt es nicht, Horst Borgmann für all dies zu danken. Den Baumpaten legt sie ans Herz: „Wer hier pflanzt, verwurzelt sich mit dem Ort. Vielleicht kommen Sie ja immer wieder nach Lindow, um nach Ihrem Bäumchen zu schauen.“ Otto, die ebenfalls Baumpatin ist, verrät, dass sie bei anhaltender Trockenheit ihren Baum gießt.

Amtsdirektor Danilo Lieske gießt die Bäumchen an

Amtsdirektor Danilo Lieske gießt die Bäumchen an.

Quelle: Regine Buddeke

Für die Baumpaten von weiter weg ist das vielleicht nicht ganz so einfach. Trotzdem ist es einem Königs-Wusterhausener zu danken, dass im Vorfeld der Aktion die Pflanzlöcher ausgehoben wurden. Steffen Dorausch war zwei Tage lang mit der Buddel-Aufgabe beschäftigt. „Ich hatte das Gefühl, es wäre eine schöne Aufgabe – in einem schönen Ort“, sagt er und ist natürlich mit seiner Partnerin auch Baumpate. Und er hat Manuel Rengert und Söhnchen Paul mit seiner Idee angesteckt. Auch die beiden sind am Sonnabend eifrig am Werk. Dass am Ende sogar noch ein Loch mehr ausgehoben werden muss, ist ebenfalls Horst Borgmann zu verdanken. „Als ich gebuddelt habe, wussten wir noch gar nicht, ob es überhaupt so viele Bäume werden – bei 500 Euro pro Exemplar waren die Paten für acht Linden noch gar nicht zusammengekommen“, erklärt Dorausch. Glücklicherweise fand Horst Borgmann eine deutlich preiswertere Lösung: für 200 Euro konnte man nun die Patenschaft für ein Bäumchen übernehmen.

Von Regine Buddeke

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