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Ostprignitz-Ruppin Ende der B 167-Vollsperrung im September
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ende der B 167-Vollsperrung im September
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00:17 01.09.2016
Eine Geisterstraße: Die Ortsdurchfahrt von Dabergotz ist immer noch für den Verkehr gesperrt. Quelle: Foto: Peter Geisler
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Dabergotz

Kaum war der Asphalt auf der Straße, schon wollten die Autofahrer nicht mehr länger warten: Sie schoben die Absperrungen einfach beiseite und bretterten über die noch dampfende Piste. „Das glaubt man gar nicht, was da abgegangen ist“, sagt Manuela Sterna, die Vize-Bürgermeisterin von Dabergotz, die das Geschehen an der B 167 beobachtet hatte. „Es war nicht einer, nicht zwei. Es war so, als ob da keine Baustelle mehr wäre.“ Dellen in der Deckschicht, später auch verschmierte Markierungen waren die Folge, berichtet sie.

Für das Land ist das aber kein Grund für Sorgenfalten. „Der Baubetrieb vor Ort hat das mit den Schäden irgendwie geregelt bekommen“, sagt Irina Lorz, die beim Landesbetrieb Straßenwesen für die Bauüberwachung in der Region zuständig ist. „Wichtig ist, dass das Endergebnis stimmt.“ Dass die Menschen über die gerade erneuerte Straße fahren, kann sie dennoch nicht verstehen. Denn dass sie das steuergeldfinanzierte Vorhaben in Gefahr bringen, sei das eine. „Der Asphalt ist aber 165 Grad heiß, da machen sie doch auch ihre eigenen Autos kaputt.“

Vielleicht wird die Sperrung schon am 12. September aufgehoben

Trotz alldem hat die ausführende Firma es geschafft, die gesperrte Kreuzung zum Gewerbegebiet Temnitzpark am Freitag wieder freizugeben. „Dort ist alles gut gelaufen“, so Irina Lorz. Auch das Ende der Bauarbeiten auf der gesamten Ortsdurchfahrt von Dabergotz ist in Sicht. Spätestens Ende September soll dort die Vollsperrung aufgehoben werden. „Wenn alles gut läuft, dann passiert das sogar früher.“ Die Landesbetriebsmitarbeiterin rechnet damit am 12. oder 19. September. Bis zur Frei­gabe müssen auf der Bundesstraße noch Fugen zwischen der Asphaltschicht und den Bordsteinen eingearbeitet, die Straßenmarkierungen gesetzt und die Pflasterarbeiten auf der Verkehrsinsel erledigt werden.

Die Dabergotzer, die seit Mai 2015 mit der Baustelle leben, sehnen jedenfalls die Freigabe der Straße richtig herbei, berichtet Manuela Sterna. „Jeder von uns atmet auf, wenn die Bauzeit endlich vorbei ist und man wieder die gewohnten Wege nutzen kann und man die Autos nicht irgendwo außerhalb parken muss.“ Doch egal wie schlecht die Stimmung im Ort zwischendurch war, als sich die Arbeiten mehr und mehr hinzogen (die MAZ berichtete): „Jetzt gehen die Leute das optimistisch an, weil man jetzt ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann“, sagt die stellvertretende Bürgermeistern.

Auch in Walsleben sehnt man das Ende der Bauarbeiten herbei

Nicht nur in Dabergotz warten die Anlieger auf die Wiedereröffnung der Trasse. Selbst in einem Dorf wie Walsleben, das etwa acht Kilometer von der Vollsperrung entfernt ist, fiebern die Menschen dem Tag der Ortsdurchfahrtfrei­gabe entgegen. Denn die offizielle Umleitungsstrecke für den Verkehr verläuft just vor ihren Häusern. „Es gibt bei uns sehr viele Beschwerden über die zusätzliche Lärmbelästigung und das zu schnelle Fahren“, sagt Burghard Gammelin, Bürgermeister von Walsleben. „Man hat auch wirklich das Gefühl, dass die Leute auf der Umleitungsstrecke undisziplinierter fahren als sonst.“

Er selbst ist davon nicht mehr betroffen. Denn vor seiner Haustür führte lediglich die Umleitung für den gesperrten Knotenpunkt zum Gewerbegebiet vorbei. „Seitdem die Kreuzung zum Temnitzpark am Freitag wieder freigegeben wurde, ist der Verkehr definitiv weg bei mir – und das ist so schön.“ Freie Fahrt wird es auf der B 167 dennoch nicht geben: Denn wenig weiter zwischen Metzelthin und Ganzer ist die Straße noch bis Ende Oktober gesperrt.

Von Celina Aniol

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