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Ende einer Holperstrecke in Sicht

Anwohner in Neuruppin machen mobil Ende einer Holperstrecke in Sicht

Frühestens in zehn Jahren sollte der unbefestigte Weg, der von der Fehrbelliner Straße zu einer Kleingartensiedlung in der Nähe des Ruppiner Sees in Neuruppin führt, ausgebaut werden. Jetzt könnte das noch in diesem Jahr passieren. Denn die Anwohner wollen für die Kosten, die insgesamt 56 000 Euro betragen, selbst aufkommen.

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Der unbefestigte Weg an der Fehrbelliner Straße soll jetzt doch ausgebaut werden.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin . Sand, Staub oder jede Menge Regen: Der etwa 200 Meter lange, unbefestigte Weg, der von der Fehrbelliner Straße vor dem Abzweig in die Heinrich-Rau-Straße zum Kleingartenverein Käthe-Kollwitz-Platz und zum Radweg nach Treskow führt, ist für Radfahrer und Autofahrer häufig eine Zumutung. An diesem Zustand sollte sich so schnell auch nichts ändern: Frühestens ab dem Jahr 2025 könnte der Weg befestigt werden, heißt es aus dem Tiefbauamt des Neuruppiner Rathauses.

So lange wollen die Anwohner aber nicht warten. Sie haben sich bei einer Versammlung dafür ausgesprochen, dass der holprige Weg, der offiziell zur Fehrbelliner Straße gehört, noch in diesem Jahr befestigt wird. Der Grund für die Eile: Derzeit wird gerade der neue Kreisel an der Kreuzung Fehrbelliner/Ecke Heinrich-Rau-Straße gebaut. Dabei könnte ihr Weg, der direkt an die Baustelle anschließt, doch gleich mit ausgebaut werden, so die Idee. Möglich ist das, wenn die Anwohner die Kosten für ihre Straße übernehmen. Sieben der acht Anwohner haben sich dafür bereits auch schriftlich ausgesprochen – und dass, obwohl sich die Gesamtkosten auf rund 56 000 Euro belaufen. Jeder Anlieger müsste damit etwa 7100 Euro zahlen. Aber die Straße wäre vermutlich auch bereits in ein paar Wochen fertig, und nicht erst in mehr als zehn Jahren. Hinzu kommt, dass die Anwohner wohl noch mehr Geld berappen müssten, wenn erst später gebaut wird. Denn durch die derzeitigen Arbeiten am neuen Kreisverkehr entfallen jetzt die Kosten für das Einrichten der Baustelle. Diese finanziellen Vorteile wären später nicht mehr möglich, heißt es aus dem Rathaus.

Die Fontanestadt rechnet durch den vorgezogenen Ausbau ebenfalls mit Vorteilen: Zum einen übernehmen die Anlieger nun 100 Prozent der Kosten, und nicht 90 Prozent, wenn die Stadt der Bauherr wäre. Zum anderen ist der Unterhaltungsaufwand für eine neue, befestigte Straße deutlich geringer als für einen unbefestigten Weg. Gleichwohl muss auch die Fontanestadt für den Ausbau des 200 Meter langen Abschnittes bezahlen. Der Grund: Sie ist selbst Eigentümer eines der anliegenden Grundstücke, nämlich das, das mit einem Garagenkomplex bebaut ist. Deshalb müsste sich die Stadt wie alle anderen Anlieger mit 7100 Euro beteiligen.

Der Bau­ausschuss sieht darin kein Problem, auch wenn es sich um eine außerplanmäßige Ausgabe handelt. Das Gremium hat dem Plan bereits einhellig zugestimmt. Wenn die Neuruppiner Stadtverordneten am 12. Oktober ebenfalls keine Bedenken haben, könnte danach sofort mit dem Ausbau des Weges begonnen werden.

Gibt es keine Verzögerungen bei den Arbeiten, etwa durch einen allzu frühen Wintereinbruch, könnte bereits zum Jahresende aus dem mal sandigen, mal schlammigen Holperweg eine richtige Straße geworden sein.

Von Andreas Vogel

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