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Ostprignitz-Ruppin Endgültige Absage für dritte 7. Klasse in Kyritz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Endgültige Absage für dritte 7. Klasse in Kyritz
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02:16 10.08.2015
Nur ein kleiner Trost: Die Sommerferienzeit nutzt der Landkreis derzeit, um die Zufahrt neben dem Gymnasium zu erneuern. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Nach dem Ende dieser Ferien gibt es am Kyritzer Jahn-Gymnasium zwei 7. Klassen. Sie werden mit je 30 Schülern maximal belegt sein. Die Forderung des Gymnasiums gegenüber der Regionalstelle des Landeschulamtes in Neuruppin, der Landkreisverwaltung sowie auch direkt beim Bildungsministerium in Potsdam, lieber drei Klassen mit je 20 Schülern zu eröffnen, wird nicht erfüllt. Wie aus einem Antwortschreiben des Ministeriums an das Kyritzer Rathaus jetzt hervorgeht, habe die Regionalstelle in Neuruppin die richtige Entscheidung getroffen.

In dem Brief des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport wird darauf hingewiesen, dass bereits die Maximalschülerzahl genehmigt wurde, ähnlich wie Schulrat Karl-Heinz Kowalzik bislang stets argumentierte. Statt bis zu 28 Schülern je Klasse sei diese sogenannte „Bandbreitenüberschreitung“ auf je 30 Schüler schon ein Entgegenkommen gewesen – wenngleich damit niemand weiter mehr aufgenommen werden kann.

Auch für Flüchtlingskinder wird auf Nachbarstädte verwiesen

In dem Schreiben heißt es dazu einmal mehr: „Bei Zuzug von Schülern besteht ein Anspruch auf einen Schulplatz, der zum Erwerb des gewünschten Bildungsganges führt, aber nicht auf eine bestimmte Schule. Bei einer Eignung fürs Gymnasium wird dies durch benachbarte Schulen mit gymnasialer Oberstufe ermöglicht, die über freie Kapazitäten verfügen. Dazu gehören die Gesamtschule Neustadt und die Gymnasien Wittstock und Pritzwalk. Die verkehrstechnische Anbindung an diese Schulen ist dabei zumutbar.“

Dies gelte auch für möglicherweise in Kyritz eintreffende Flüchtlingskinder. In dem Schreiben der Stadt war damit argumentiert worden, sie wohnortnah zu beschulen. Das ist „ein ganz wesentlicher Aspekt bei der Integration“, schrieb Bürgermeisterin Nora Görke (parteilos) an Minister Günter Baaske (SPD). Die Stadt unterstützte damit die Einrichtung in deren Kampf um die Dreizügigkeit, obwohl der Landkreis Träger des Gymnasiums ist. „Wir haben ein Interesse daran, dass die Schüler in unserer Stadt vernünftig unterrichtet werden“, sagte Nora Görke.

Ministerium argumentiert mit „stellenwirtschaftlichen Gesichtspunkten“

Die nun enttäuschende Antwort war laut Thomas Settgast (SPD) als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Kreistagsabgeordneter und zugleich Lehrer am Jahn-Gymnasium „zu erwarten“. Es sollte aber nichts unversucht bleiben. Bemüht hatten sich schließlich Lehrer wie auch Eltern. „Im Juni hatte die Schulkonferenz nach einstimmigem Beschluss ein Schreiben mit entsprechenden Forderungen an die Fraktionen des Bildungsausschusses des Landtages sowie die Elternbeiräte der verschiedenen Ebenen gerichtet mit Kenntnis an den Schulträger, den Bildungsminister und andere“, bestätigt Hans-Wilhelm Gondesen als Vize-Vorsitzender der Schulkonferenz.

Besonders schmerzlich sei die Entscheidung vor dem finanziellen Hintergrund. Denn das Ministerium gab der Stadt gegenüber zu: „Eine dritte 7. Klasse wäre auch unter stellenwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar, da diese grundsätzlich zu Lasen anderer Schulen geht.“

Von Matthias Anke

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