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Ostprignitz-Ruppin Endgültige Lösung für den Party-Hangar?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Endgültige Lösung für den Party-Hangar?
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15:55 09.01.2016
Frank Hartmann hat schon viele Anfragen. Quelle: Foto:Peter Geisler
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Neuruppin

Mit gut einwöchiger Verspätung hat Frank Hartmann jetzt von der Kreisverwaltung die Baugenehmigung für den von ihm geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz erhalten. Doch zufrieden ist der 58-jährige Handwerker keineswegs. Denn der Landkreis hat eine ganze Reihe von Auflagen erteilt. So verlangt das Bauordnungsamt mehrere Prüfberichte, beispielsweise zur Standsicherheit des Hangars und zur „Feuerwiderstandsdauer der tragenden und aussteifenden Bauteile“. Diese Berichte müssten von einem anerkannten Prüfingenieur für Standsicherheit eingereicht werden.

Hartmann hat für diese Auflagen wenig Verständnis. „Der Hangar ist so gebaut worden, dass er selbst einem Beschuss von Granaten und Bomben standhält.“ Doch das ficht den Landkreis nicht an. „Die Hangare auf dem Flugplatz sind bereits mehrere Jahrzehnte alt und mussten glücklicherweise ihre Kriegstauglichkeit oder Untauglichkeit nicht beweisen“, teilte gestern Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) mit. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Hangar bei Veranstaltungen von bis zu 190 Besuchern genutzt werden dürfe. Diese dürften nicht durch herabfallende Teile gefährdet werden.

Zum Aequinox-Musikfestival war der Hangar voll. Quelle: Peter Geisler

Der Landkreis rechnet damit, dass die von ihm geforderten Nachbesserungen einschließlich des geplanten Anbaus einer Toilette, dem Einbau eines Windfangs sowie eines Kamins mehr als 57 000 Euro kosten werden. An Hand dieser Berechnung hat die Behörde auch die Kosten für die Baugenehmigung ermittelt. Sie betragen 780 Euro. Weil der Kreis seit einiger Zeit einen Vorschuss für das Prüfen zum Erteilen einer Baugenehmigung verlangt und Hartmann diese auch gezahlt hat, muss er nun lediglich noch 405 Euro an den Kreis überweisen. Das wird er trotz seines Ärgers über einige der Auflagen und Fehlern im Bescheid auch tun. „Da ist von einem fensterlosen Hangar die Rede“, sagte Hartmann. Dabei hat der Hangar drei Fenster.

Frank Hartmann in seinem Hangar. Quelle: Peter Geisler

Hartmann rechnet keinesfalls damit, dass die Arbeiten so teuer werden, um die vom Kreis geforderten Auflagen erfüllen zu können. „Wir sind eine muntere Truppe und wollen vieles in Eigenleistung machen.“ Am Freitag hatte er bereits einen Termin mit einem Brandschutzexperten. Kontakt zu einem Statiker hat der Handwerker ebenfalls bereits aufgenommen. Hartmann geht von maximal 20 000 Euro für die Materialkosten aus.

„Ich will alle Auflagen erfüllen“, betonte Hartmann. Allerdings rechnet er damit, dass das bestimmt zwei Jahre dauern wird. Denn seit Jahresbeginn arbeitet er wieder voll. Damit kann er sich um seinen Hangar, den er vor gut einem Jahr vom Land Brandenburg für 59 000 Euro gekauft hat, nur noch nach der Arbeit sowie am Wochenende kümmern. Aber das schreckt ihn nicht ab. „Ich habe sechs Jahre Zeit, um die Auflagen aus der Baugenehmigung zu erfüllen.“

Hinzu kommt, dass es bereits mehrere Anfragen über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter für private Feiern gibt. Das gibt Hartmann nicht nur Kraft. Er hofft auch, mit den Einnahmen aus den privaten Feiern zumindest einen Teil der Materialkosten für die anstehenden Arbeiten finanzieren zu können.

Dass der Hangar 312 als Veranstaltungsort geeignet und auch gefragt ist, das hatte sich bereits in der Vergangenheit gezeigt: Als Hartmann bei der Fußball-WM 2014 dort einige Spiele öffentlich präsentierte, sprach sich das schnell rum. Viele Fußballfans kamen. Und auch als die Schauspielerin Fritzi Haberlandt im März beim Aequinox-Festival im Hangar auftrat, war dieser voll.

Von Andreas Vogel

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