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Ostprignitz-Ruppin Endlich Eis auf dem Klempowsee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Endlich Eis auf dem Klempowsee
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00:31 21.01.2016
Bei den Winterbadern steht vor dem Vergnügen die Arbeit. Quelle: Privat
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Wusterhausen

„Endlich wieder eisbaden!“ Das sagen die Klempowrobben aus Wusterhausen. Die Minustemperaturen haben dem Klempowsee in Wusterhausen eine Eisdecke beschert. Die Badestelle der Winterbader im Strandbad der Stadt musste am Sonntag erst vom Gefrorenen befreit werden. „Es war gut drei Zentimeter dick“, sagt Wolfgang Kamphausen. Nach der Arbeit folgte das Vergnügen und die Halbnackten konnten über ihre Holzleiter vom Steg ins Wasser absteigen.

Zwölf unerschrockene, abgehärtete Mitstreiter waren dabei. Die Lufttemperatur betrug plus zwei Grad Celsius und die Wassertemperatur lag genau ein Grad darüber. Bei netten Gesprächen und heißen Getränken auf der Steganlage beendeten die Klempowrobben schließlich den Vormittag. Nächsten Sonntag um 10.30 Uhr steigen sie wieder ins Wasser.

Premiere war im Jahr 1970

Zwei Eisbader trafen sich 1970 erstmals am Sonntag im Strandbad. „Familie Linde aus Wusterhausen kam als Erste dazu“, erinnert sich Wolfgang Kamphausen, der die Tradition in der Dossestadt begründete. Lindes sind heute noch dabei. Peu à peu gesellten sich weitere Winterbader dazu. Heute sind es 22 Leute. Sie kommen aus Wusterhausen, Bantikow, Berlitt, Neustadt und Kyritz, aber auch aus Wittstock und Walsleben. „Es sind aber selten alle da“, sagt Kamphausen.

Wer im wahrsten Sinne des Wortes „einsteigen“ möchte, ist herzlich willkommen. Vorbereitungen sind nicht notwendig. Der Kreislauf sollte gut in Schuss sein, empfiehlt Kamphausen. „Ansonsten muss jeder selbst entscheiden, was er seinem Körper zumuten will“, ergänzt er. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Derzeit bewegt sich die Spanne zwischen 16 und 80 Jahren. Zu jenen, die am längsten dabei sind, gehören Gerd Linde, Wolfgang Kamphausen, Dietmar Lemcke und Manfred Kuball.

Die Saison der Kaltbader hat Ende Oktober begonnen und endet erst Ende April. Dann wird eine Sparbüchse geleert, in die alle Bader Sonntag für Sonntag zwischen 50 Cent und einem Euro einzahlen. Das Geld wird in leckere Sachen für den Grill und Getränke umgesetzt. In „Heimarbeit“ bereiten die Partnerinnen der Robben für den Tag Salate vor, sie sind gern gesehene Gäste beim Finale.

So weit ist es aber noch lange nicht. Bis zum April sollte es noch möglichst kräftig frostig sein. Darüber freuen sich die Winterbader genauso wie die Schlittschuhläufer, die nicht selten dicht am Badeloch stehen und staunend Handyfotos machen.

Von Sandra Bels

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