Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Endlich freie Fahrt in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Endlich freie Fahrt in Neuruppin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 04.12.2015
Ministerin Kathrin Schneider, Landrat Ralf Reinhardt (l.) und Bürgermeister Jens-Peter Golde gaben den Kreisel gestern frei. Quelle: Foto: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Viereinhalb Jahre hat es gedauert, aber jetzt ist das größte Bauvorhaben des Landes Brandenburg in Neuruppin endlich beendet: Der Ausbau der Landesstraße 16 von der Ortseinfahrt in Treskow vorbei an den Ruppiner Kliniken, durchs Neubaugebiet zur B 167 am Reiz ist seit Freitag offiziell abgeschlossen. Brandenburgs Bau- und Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat am Vormittag den neuen Kreisverkehr an der Fehrbelliner Straße offiziell freigegeben. Er war der letzte Teil auf der 4,73 Kilometer langen Strecke, der noch gefehlt hat.

Knapp zwölf Millionen Euro hat der Ausbau der Ortsdurchfahrt seit Juni 2011 gekostet, rechnete Kathrin Schneider am Freitag vor. Gut acht Millionen Euro davon hat das Land bezahlt, unter anderem mit sechs Millionen Euro Fördermitteln der Europäischen Union. Die Stadt Neuruppin hat 2,3 Millionen Euro in Nebenanlagen wie Gehwege und Beleuchtung gesteckt, die Neuruppiner Stadtwerke waren mit weiteren 1,4 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt.

Gebracht hat das Ganze unter anderem drei neue Kreisverkehre in der Heinrich-Rau-Straße. Sämtliche Ampeln wurden dort durch einen Kreisel ersetzt. Die breiteren Fahrbahnen und der Mittelstreifen als Trennung sollen mehr Sicherheit bringen. Das gilt auch für die Radwege, die in der Heinrich-Rau-Straße jetzt auf der Fahrbahn verlaufen. Das sei zwar noch gewöhnungsbedürftig, räumte Neuruppins Baudezernent Arne Krohn ein. Nach Meinung vieler Experten sind diese Radwege aber sicherer als getrennte Streifen abseits der Fahrbahn. Kathrin Schneider: „Ich wünsche der Stadt, dass das, was wir uns in der Planung ausdenken, auch funktionieren möge.“

Parallel zum Kreisel an der Fehrbelliner Straße hat die Stadt dort auch eine kleine Stichstraße in Richtung See ausbauen lassen. Die Anwohner hatten sich bereiterklärt, die Kosten dafür zu übernehmen, nur deshalb war das möglich. Nachdem der Kreisverkehr seit Freitag freigegeben ist, wird die Umleitungsstrecke über das Gelände des benachbarten Skaterparks nun nicht mehr gebraucht. Sie soll demnächst verschwinden.

Durch diese Umfahrung war es möglich, dass Autos ohne größere Probleme an der Baustelle vorbei kamen. Bürgermeister Jens-Peter Golde lobte diese Lösung ausdrücklich.

Der Skaterpark soll wieder hergerichtet werden – die Kostenfrage ist indes noch offen

Der Skaterpark musste zwar weichen. Zusammen mit dem Landesstraßenbetrieb wollen die Neuruppiner ihn aber wieder aufbauen. Golde: „Und ich hoffe, dass wir den Skaterpark gemeinsam wieder so herrichten, dass er mindestens so gut wird wie vorher.“ Der Bürgermeister hatte das mehrfach zugesagt – wohl wissend, dass Neuruppin selbst kaum das Geld hat, den Skaterpark allein auf Vordermann zu bringen.

Ministerin Schneider hatte am Freitag noch zwei Fördermittelbescheide für Neuruppin im Gepäck: 70 000 Euro bekommt die Fontanestadt für kleinere Projekte im Förderprogramm Soziale Stadt, das vor allem für das Neubaugebiet gilt. Rund eine Million Euro gibt es als Zuschuss für den städtebaulichen Denkmalschutz, also vor allem für die Altstadt.

Für die hatten Bürgermeister Golde und Landrat Ralf Reinhardt noch einen dringenden Wunsch an das Land: Dass endlich etwas am miserablen Zustand der Straße des Friedens getan wird. Wenn schon nicht sofort, dann wenigstens bis zum Jahr 2019, wenn Neuruppin und das Land den 200. Geburtstag Fontanes feiern und in Wittstock die Landesgartenschau stattfindet. „Für Autofahrer ist das eine der schwierigsten Passagen und für die Anwohner eine der größten Belastungen“, appellierte der Landrat an die Ministerin, dem Landesstraßenbetrieb wenigstens die Planung der Straße zu gestatten. Zusagen machte Kathrin Schneider jedoch nicht: „Wenn ein Wunsch erfüllt ist, entstehen zwei neue.“

Fest steht dagegen, dass im nächsten Jahr an der Landesstraße wieder gebaut wird. Dann lässt das Land den maroden Kreisel an der Kreuzung von Heinrich-Rau- und Neustädter Straße neu bauen.

Von Reyk Grunow

Die Vertreter der Rheinsberger Kernstadt bleiben dabei: Sie wollen konkrete Zahlen sehen, bevor sie über die neue Straßenreinigungssatzung entscheiden. Es nützte nichts, dass die Verwaltung ihnen eine ungefähre Summe nannte. In den anderen Ortsteilen ist das Echo auf das neue Regelwerk geteilt: Manche Dörfer folgen dem Vorschlag aus dem Rathaus, andere nicht.

07.12.2015

Kerstin Rensch ist Kummer gewöhnt. Seit vielen Jahren begleitet sie für ihr Ehrenamt beim Ruppiner Hospiz Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Für sie gehört der Tod schon fast zum Tagesgeschäft und trotzdem gibt es immer wieder Fälle, die sie an die Grenzen bringen. Und sei es die eigene schwere Krankheit, die sie wissen lässt, wie schnell das Leben vorbei sein kann.

07.12.2015
Prignitz Gespräch mit Pfarrer Christian Ruch über Weihnachten - „Jesus war auch ganz klar ein Flüchtling“

Früher hat Pfarrer Ruch sich darüber geärgert, dass viele Leute nur Heiligabend in die Kirche gehen. Jetzt denkt er anders: „Vielleicht bleibt ein Funken hängen, was Weihnachten ausmacht. Für mich ist Weihnachten auch eine politische Sache. Jesus ist als König auf die Welt gekommen, als kleines Kind und Retter der Welt. Doch er war auch ganz klar ein Flüchtling.“

07.12.2015
Anzeige