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Endspurt auf Neuruppins Dauerbaustelle

Mitte August soll die Friedrich-Engels-Straße wieder befahrbar sein – vorerst Endspurt auf Neuruppins Dauerbaustelle

Seit zwei Jahren ist die Friedrich-Engels-Straße gesperrt – eine der wichtigsten Straßen in der Neuruppiner Innenstadt. Die Arbeiten dauern schon doppelt so lange wie geplant. Am Montag beginnen weitere Arbeiten auf anderen Straßen. Dann würde die Engelsstraße als Umgehung dringend gebraucht. Doch fertig wird sie frühestens in einem Monat.

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Zurzeit arbeiten die Bauleute an den Gehwegen und Nebenanlagen. Das Pflaster für die Fahrbahn in der Friedrich-Engels-Straße fehlt noch.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Kaum zu glauben, dass diese Straße in einem Monat schon fertigt gebaut sein soll. Wo ab August wieder Autos durch die Neuruppiner Innenstadt fahren sollen, liegt zurzeit nur Sand. Vom neuen Pflaster für die Fahrbahn ist in der Friedrich-Engels-Straße keine Spur. Der Eindruck mag täuschen, die Stadt bleibt jedenfalls dabei: Bis Mitte August soll die Friedrich-Engels-Straße zwischen Schinkel- und Poststraße wieder befahrbar sein. „Wenn genau können wir allerdings noch nicht sagen“, schränkt Rathaussprecherin Michaela Ott die Aussage ein.

Sanierung des Klappgrabens warf Zeitplan über den Haufen

Zurzeit sind die Bauleute dabei, die Nebenanlagen fertigzustellen, neue Gehwegplatten aus Granit zu verlegen und die Fugen zwischen dem sogenannten Kleinpflaster daneben zu verfüllen. Zwei Jahre ist es her, dass die Bauarbeiten am ersten Abschnitt der Friedrich-Engels-Straße begonnen haben. Damals, im Sommer 2013, war noch die Rede davon, dass die Straße lediglich ein Jahr gesperrt bleibe. Dass die Arbeiten schon doppelt so lange dauern, liegt unter anderem am Klappgraben. Der musste aufwändig saniert werden, weshalb die Straße darüber erst mit monatelanger Verspätung weitergebaut werden durfte.

Irgendwann im August soll die Friedrich-Engels-Straße aber endlich wieder freigegeben sein. Wann kann zurzeit niemand sagen – wie lange ebenso wenig. Denn die Stadtwerke wollen so bald wie möglich mit den Arbeiten am nächsten Abschnitt zwischen Poststraße und Bernhard-Brasch-Platz beginnen. Dort wird neben einem neuen Regenkanal endlich auch ein Stromanschluss für die Fahrgeschäfte auf dem Martinimarkt anlegt, auf den die Schausteller seit Jahren drängen. Parallel dazu wollen die Stadtwerke in der Friedrich-Engels-Straße Fernwärmeleitungen verlegen.

Im Hauptausschuss der Stadt hieß es vor zwei Wochen, das städtische Unternehmen werde wohl noch im Herbst mit den Bauarbeiten in der Friedrich-Engels-Straße beginnen – die dann wieder gesperrt werden muss. Doch wann genau das geschieht, kann beim Neuruppiner Energieversorger noch niemand sagen. „Wir bereiten die Ausschreibung gerade vor“, so Netzmeister Mike Neumann. Weil die Stadtwerke auf Fördermittel hoffen, müssen die Unterlagen von verschiedenen Behörden geprüft werden. Das kann dauern. Ob wirklich noch 2015 in der Friedrich-Engels-Straße weitergebaut wird, weiß Neumann nicht: „Angedacht ist es.“

Stadtwerke reißen weitere Straßen auf

Fest steht aber, dass in diesem Jahr noch in zwei anderen Straßen neue Fernwärmerohre verlegt werden: in der August-Bebel- und in der Karl-Marx-Straße. Bereits am Montag werden die Friedrich-Ebert-Straße und Teile der August-Bebel- und der Rudolf-Breitscheit-Straße deshalb Einbahnstraße (die MAZ berichtete). Wegen der Bauarbeiten hält am Museum ab Montag kein Bus mehr, hieß es; eine Ersatzhaltestelle Richtung Alt Ruppin wird am Karl-Kurzbach-Platz eingerichtet. Weil die Friedrich-Engels-Straße als Ausweichstrecke noch nicht zur Verfügung steht, müssen sich Autofahrer und Anwohner in den nächsten Wochen auf erhebliche Probleme einstellen.

Unmittelbar im Anschluss an die Arbeiten in der August-Bebel-Straße lassen die Stadtwerke auch in der Karl-Marx-Straße weiterbuddeln. Voraussichtlich im September, beginnen die Arbeiten für Fernwärmeleitungen zwischen der Präsidentenstraße und dem Fehrbelliner Hof; möglicherweise geht es dort auch schon im August los. Anfang des Jahres hatten die Stadtwerke angekündigt, auch in anderen Altstadtstraßen Fernwärmerohre verlegen zu lassen. Doch das passiert nicht mehr in diesem Jahr, sagt Neumann.

Von Reyk Grunow

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