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Energieintensive Unternehmen entlasten

Wirtschaftsminister bei Krono Energieintensive Unternehmen entlasten

Wirtschaftsminister Albrecht gerber schaute sich am Mittwoch in der Krono-Gruppe in Heiligengrabe um. Er versprach, daran mitzuwirken, dass energieintensive Unternehmen bei den Strompreisen entlastet werden. Fachkräftesicherung in der alternden Gesellschaft war ein wichtiges Thema.

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Hendrik Hecht (l.) mit Albrecht Gerber beim Krono-Rundgang.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Fachkräfte und Demografie – diese beiden Themen zogen sich am Dienstagnachmittag wie ein roter Faden durch den Besuch von Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) bei der Kronogruppe in Heiligengrabe. Gerber kam erstmals nach Heiligengrabe. Auch die Strompreise für energieintensive Unternehmen sowie die letzten großen Investitionen bei Krono standen zur Diskussion.

Während der letzten zwei Geschäftsjahre investierte die Kronogruppe in Heiligengrabe jeweils gut 50 Millionen Euro. Dabei standen „vor allem die Bereiche Energieeffizienz für elektrische und thermische Energie sowie der Ausbau von Produktionskapazitäten zur Weiterveredelung im Mittelpunkt“, sagte Geschäftsführer Hendrik Hecht.

Seit der Gründung des Heiligengraber Standortes vor 22 Jahren investierte Kronoply allein 220 Millionen Euro in die OSB-Produktion, das sind die Grobspanplatten. Für Minister Gerber sind die bislang vom Land bereitgestellten „70 Millionen Euro Fördermittel gut angelegtes Geld in Heiligengrabe.“ Die Schweizer Kronogruppe mit weltweit zehn produzierenden Werken ist Weltmarktführer im Segment Laminatböden. Im Geschäftsjahr 2013/2014 standen in diesem Segment 94 Länder auf der Lieferantenliste. Der größte Einzelkunde befindet sich in Chile.

Krono gehört zu den energieintensiven Unternehmen, die von den höheren Strompreisen im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) betroffen sind. Als Energieminister bekannte sich Gerber dazu, „voll auf der Seite des Unternehmens zu stehen“. Ihm liegt daran, Lösungen für eine Befreiung daraus zu finden. Denn: „Höhere Strompreise wirken sich hemmend bei Investitionen aus.“ Letztlich würden sich seiner Meinung nach in diesem Zuge die Wettbewerbsbedingungen verschlechtern. Hendrik Hecht nahm diese Aussagen mit Wohlwollen auf: „Dieses Statement ist vor dem Hintergrund unserer Investitionen gut.“

Kronoply investierte allein 220 Millionen Euro in die OSB-Produktion

Kronoply investierte allein 220 Millionen Euro in die OSB-Produktion

Quelle: Christamaria Ruch

40 Auszubildende in sechs Berufen gehören derzeit zu den Mitarbeitern am Standort in Heiligengrabe. Dabei übernimmt das Unternehmen „eigene Verantwortung für die Ausbildung“, so Hecht. Die Ausbildungsleiter Maria Thurmann und Tobias Wagner stehen dabei dem Firmennachwuchs zur Seite. „Das Kümmern ist wichtig und größere Unternehmen haben da auch mehr Möglichkeiten“, so Albrecht Gerber.

Kaum Elektriker und Elektroniker zu finden

Fachkräfte im eigenen Haus auszubilden und dann zu halten, darin sieht der Minister eine Form der Bindung. Obwohl Deutsch die Konzernsprache bei Krono ist, sind vor allem im Businessbereich Fremdsprachen erwünscht. Fremdsprachen im Innendienstbereich – zunehmend ist es bei dieser Qualifikation nach Aussage von Hecht schwierig, dafür geeignete Mitarbeiter zu finden. Doch er räumte auch ein, dass es schwierig ist, Elektriker oder Elektroniker auf dem freien Markt zu finden: „Das ist fast unmöglich.“ Eine Absage erteilte er der gesetzlichen Regelung zur Rente mit 63 Jahren. „Langjährige Erfahrungen im Unternehmen sind nicht 1:1 ersetzbar.“ Bislang schieden fünf Mitarbeiter bei Krono auf diese Weise aus. „In den nächsten zwei Jahren rechnen wir mit weiteren gut 20 Mitarbeitern, die mit 63 Jahren aussteigen“, so Hecht auf MAZ-Nachfrage.

Von Christamaria Ruch

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