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Enger Kontakt zwischen Kindern und Senioren

Zernitz Enger Kontakt zwischen Kindern und Senioren

In Zernitz besteht ein guter Kontakt zwischen Senioren und Kindern. Die Volkssolidaritäts-Ortsgruppe und die Kita unterhalten eine Patenschaft. Die Senioren unternehmen aber auch gerne Ausflüge oder treffen sich zum Kartenspielen. Seit 55 Jahren besteht die Ortsgruppe.

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Gisela Geitz ist die Hauptkassiererin der Volkssolidarität in Zernitz.

Quelle: Renate Zunke

Zernitz. Ausflüge in die nähere Umgebung, Schiffsfahrten auf dem Neuruppiner See, Kaffeetrinken in gemütlicher Runde, Weihnachtsfeiern – die Zernitzer Rentner sind gern gemeinsam aktiv. Seit 1961 gibt es die Gruppe der Volkssolidarität, die sich später aufteilte. „In jedem Ortsteil, also in Zernitz, Koppenbrück, Goldbeck und Neuendorf, gab es dann eine Gruppe“, erzählt Gisela Geitz. Die Frau, die da wohnt, wo jetzt nur noch die schnellen Züge vorbeirauschen, in Zernitz-Bahnhof, ist die Hauptkassiererin der Volkssolidarität im Ort. Die Vorsitzende ist Eveline Föhl.

Gisela Geitz: „1994 vereinigten sich die vier Gruppen wieder zu einer. Leider ist die Mitgliederzahl zurückgegangen. Gab es im Jahr 2000 noch 125 Mitglieder, sind es jetzt nur noch 36 mit einem Altersdurchschnitt von 74 Jahren.“ 1997 schlossen sich Zernitz und Lohm zu einer Gemeinde zusammen. „Obwohl sich die Gruppe der Volkssolidarität in Lohm inzwischen aufgelöst hatte, kamen wir uns nach dem Gemeindezusammenschluss wieder näher. Zernitzer und Lohmer Rentner trafen sich zum Beispiel auf Einladung von Bürgermeisterin Sigrid Schumacher im Bürger- und Vereinshaus in Lohm zur gemeinsamen Weihnachtsfeier. „Das hat auch den Zernitzern gefallen“, meint Gisela Geitz.

Die Raumsuche in Zernitz ist schwierig

Sowieso sei es schwierig geworden, in Zernitz einen geeigneten Raum für die Treffen zu finden, seitdem es keine Gaststätte mehr gibt. „Deren kleiner Saal war immer genau richtig für uns“, meint die Hauptkassiererin. Jetzt trifft man sich zur Jahresversammlung im Feuerwehrhaus des Ortes. Und die Rommee-Runde, so um die 15 Leute, kommt einmal im Monat im Zernitzer Sporthaus zusammen. 500 Euro hat die Gemeinde im Haushalt für die Volkssolidarität eingestellt. Dazu kommen 100 Euro für die ­Nutzung des Feuerwehrgerätehauses, dessen Träger das Amt Neustadt ist.

„Die Leute unternehmen gern etwas gemeinsam“, schätzt Gisela Geitz ein. So hat sie unter anderem einen Ausflug in den Garten der Familie Rose in Kümmernitz organisiert. Auf diese Oase traf sie durch Zufall während einer ihrer vielen Fahrradausflüge in die Umgebung. In diesem Zusammenhang soll angemerkt werden: Gisela Geitz konnte in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feiern. Aber dieses Alter sieht man der agilen Frau auf keinen Fall an.

Feiern in Dreetz und Kyritz

Sehr gern nimmt die Zernitzer Gruppe auch zentrale Termine der Volkssolidarität wahr. So nahm man zum Beispiel erst unlängst an der Eröffnung der Seniorenwoche im Dreetzer Arboretum teil. Und wenn in Bluhms Hotel in Kyritz Weihnachtsfeier der Volkssolidarität ist, sind die Zernitzer gern dabei. Auch regelmäßiger Seniorensport gehört zum Programm. Vorträge zu bestimmten Themen werden organisiert. Und dass den Mitgliedern der Volkssolidarität Glückwünsche zu den runden Geburtstagen überbracht werden, ist selbstverständlich, ebenso Krankenbesuche.

Einen sehr guten Draht hat die Zernitzer Gruppe zu den Jüngsten der Gemeinde: Zwischen dem Kindergarten und der Gruppe der Volkssolidarität besteht eine Patenschaft, per Vertrag besiegelt. So überraschten die Frauen der Volkssolidarität die Kinder zum Kindertag mit einem großen Obstkorb und halfen beim Waffelbacken. Auch Geld für besondere Anschaffungen haben die Rentner schon gespendet. „Das ist ja immer knapp“, meint Gisela Geitz. Die Kita-Kinder revanchieren sich, indem sie zum Beispiel die Programmgestaltung bei Veranstaltungen der Volkssolidarität übernehmen und bei runden Geburtstagen den Rentnern ein Ständchen überbringen.

Von Renate Zunke

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