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Ostprignitz-Ruppin Ärger wegen Quietscheentchen?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ärger wegen Quietscheentchen?
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14:05 25.07.2015
Spaziergängerin Justine Weinert schaute sich eines der Quietscheentchen genauer an. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Eine Invasion der Quietscheentchen erlebte Wittstock Freitag Früh. An mehreren Stellen in der Stadt waren unzählige dieser niedlichen kleinen Racker verteilt – am Bahnhof, auf dem Marktplatz und am Dosseteich, wo sie nicht nur in großer Zahl in Reih’ und Glied auf Parkbänken saßen, sondern auch den echten Enten beinahe den Flügel hätten reichen können. Denn die saßen nur wenige Meter von den lustigen Plastik-Gesellen entfernt, störten sich aber nicht im geringsten an ihnen. Die Passanten konnten sich nur wundern.

Quietscheentchen auf einem Einkaufsmarkt-Parkplatz in Neuruppin. Quelle: Privat

Mancher schaute sich die Spielzeugtierchen schmunzelnd an, andere steckten sich die Taschen voll. Doch eine Frage bewegte alle: Wo kommen bloß all die Entchen her? Was steckt dahinter? Eine Frau, die am Dosseteich unterwegs ist, gibt schließlich einen wichtigen Hinweis: Man müsse die Enten umdrehen. Tatsächlich fand sich dort ein Aufkleber: Die Entchen sollten am Freitag bis 18 Uhr in der Zentrale eines Badausstatters in Neuruppin abgegeben werden. Wer das tat, bekam dort ein „kleines Überraschungspaket mit Sonnenbrille, Sonnenspray und Lipstick“, sagt Doreen Nohr von der Firma. Und wer auch noch seine Adresse hinterließ, nahm außerdem an der Verlosung des Hauptpreises teil: Es ging um ein Wellness-Wochenende.

Die Entchen standen aber nicht nur in Wittstock. Sie fanden sich unter anderem auch in Neustadt/Dosse am dortigen Amt, am Bahnhof, am Bistro, am Netto-Markt und an einem Elektro-Geschäft; ebenso in Kampehl vor der Gruft von Ritter Kahlbutz; in Wusterhausen am Aldi-Markt, am Bahnhof, am Springbrunnen am Markt und an der Tankstelle an der B 5. In Neuruppin saßen die Quietscheentchen am Einkaufszentrum Reiz, am Edeka, an einem Café in der Innenstadt und am Real-Markt, „wo sie von den dortigen Mitarbeitern allerdings rasch wieder eingesammelt wurden“, berichtet Doreen Nohr. „Die fanden das da wohl nicht so toll“, sagt sie.

Hier kommen sie im Entenmarsch aus der Neustädter Amtsverwaltung. Quelle: Sandro Behrendt

Insgesamt seien rund 700 Entchen verteilt worden. Sie sollten vor allem auf die neue Badausstellung im eigenen Hause hinweisen und Kunden neugierig machen. „Es sollte einfach eine niedliche Aktion sein. Die Leute durften die Quietscheentchen natürlich auch behalten.“

Auch wenn die kleinen gelben Plastik-Vögelchen noch so putzig dreinschauten, in der Wittstocker Stadtverwaltung fand man das Ganze nicht nur lustig: „Uns war nichts davon bekannt. Aber eine solche Aktion hätte natürlich angemeldet werden müssen, denn grundsätzlich darf eine Firma nur an ihrem eigenen Sitz für sich werben. In diesem Fall aber wurden öffentliche Liegenschaften der Stadt für Werbezwecke genutzt“, erklärt Stadt-Sprecherin Regina Nehls auf MAZ-Nachfrage. Ob die Stadt nun in irgendeiner Weise tätig wird, oder in der Entchen-Frage doch ein Auge zudrückt, war am Freitag noch nicht klar.

Von Björn Wagener

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