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Er 20, Sie 12: Sexuelle Handlungen verurteilt

Gerichtsprozess in Neuruppin Er 20, Sie 12: Sexuelle Handlungen verurteilt

Er hatte eine sexuelle Beziehung zu einer Zwölfjährigen. Das brachte einen 20-Jährigen aus Wittstock nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor das Landgericht Neuruppin. Der junge Mann zeigte sich reuig und gestand die Taten. Er erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, und mehrere Auflagen.

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Wegen Sex mit einem zwölfjährigen Kind wurde ein 20-Jähriger zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Quelle: dpa

Neuruppin. Es werde nie wieder vorkommen, beteuerte der 20-jährige. „Ich gebe die Taten zu, so wie sie waren und entschuldige mich.“

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in acht Fällen wurde der Wittstocker am Mittwoch vom Landgericht Neuruppin zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Vorausgegangen war eine Verständigung, wonach das Gericht ihm eine Höchststrafe von zwei Jahren zusagte, wenn dieser ein umfassendes Geständnis ablegt. Das tat der Angeklagte.

Der noch kindlich wirkende, junge Mann hatte die Zwölfjährige Ende März dieses Jahres über Facebook kennen gelernt. Bereits zwei Tage später kam es zu einem ersten Treffen, bei dem es auch gleich zur Sache ging. Weitere Begegnungen folgten an unterschiedlichen Orten. Diese waren zuvor über Whatsapp verabredet worden.

Dem Angeklagten waren die Details sichtbar peinlich

Es war dem Angeklagten sichtlich peinlich, sich zu konkreten Einzelheiten zu äußern. Er hatte das Gefühl, dass es eine Beziehung auf Gegenseitigkeit war. „Es kam auch etwas von ihrer Seite.“ So soll sie ihm am Herrentag das Angebot gemacht haben, mit ihr zu schlafen. Das habe er aber abgelehnt. Sie hatte ihm auch gesagt, dass er nicht ihr erster Mann war.

Aber: Sie ist noch ein Kind – und das wusste er. Darauf hatte ihn auch eine Polizeibeamtin hingewiesen, als er als Zeuge in anderer Sache gehört wurde. Sie belehrte ihn dahingehend, dass er sich dem Mädchen nicht mehr nähern sollte. Das hielt ihn offensichtlich nicht ab. „Erst waren wir vorsichtig. Dann haben wir weiter gemacht“, sagte der Angeklagte. Wohl wissend, dass die Staatsanwaltschaft wegen ähnlicher Vorkommnisse früher mal ein Verfahren gegen ihn eingestellt hat.

Es ist die letzte Chance, dem Gefängnis zu entgehen

Mit dem Antrag auf eine Bewährungsstrafe gebe sie ihm nunmehr die zweite Chance, sagte die Staatsanwältin. „Sie werden jetzt 21 Jahre alt. Sitzen Sie hier noch mal, droht eine Gefängnisstrafe.“ Verteidiger Ralf Schulz ging davon aus, dass „wir ihn nicht mehr im Gericht wiedersehen werden“.

Damit das nicht mehr passiert, verhängte das Gericht Auflagen. So muss der Angeklagte zunächst weiter in einer betreuten Wohnform leben, bekommt einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt und muss weiterhin an psychologischen Gesprächen teilnehmen. Damit er eine feste Tagesstruktur hat, muss er außerdem 300 Stunden gemeinnützige Arbeit innerhalb von sechs Monaten ableisten.

Von Dagmar Simons

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