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Ostprignitz-Ruppin Erdgas auch für Radensleben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erdgas auch für Radensleben
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17:27 05.11.2015
Die Fackel loderte gestern in Radensleben – Erdgas kommt durch die neue Leitung schon mal an. Quelle: Reyk Grunow
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Radensleben

Noch vor einem halben Jahr war unklar, ob es sich für die Stadtwerke Neuruppin überhaupt lohnt, so viel Geld in einen Ortsteil zu investieren. Trotzdem hat sich das Unternehmen im Sommer entschieden, zu bauen. Am Donnerstag ging das neue Erdgasnetz für Radensleben in Betrieb.

Mehr als eine halbe Million Euro hat der Bau der Erdgasleitungen in Neuruppins östlichsten Ortsteil gekostet. Besonders teuer war die 2400 Meter lange Verbindung von Lichtenberg nach Radensleben.

Insgesamt wurden nach und in Radensleben 5800 Meter Erdgasleitungen verlegt, rechnete Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde am Donnerstag vor, der als Aufsichtsratschef der Stadtwerke zur Feier des Tages nach Radensleben gekommen war.

Einwohner sollten vorab Interesse bekunden

Die Stadtwerke hatten den Bau der Leitung davon abhängig gemacht, wie viele Radenslebener Interesse an einem Anschluss haben. „Bei der Anwohnerversammlung war die Stimmung noch verhalten“, erinnert sich Vertriebschef Guido Gerlach an die erste Vorstellung der Pläne im Dorf. 14 Familien hatten Interesse signalisiert. Inzwischen hat der städtische Energieversorger Verträge für 33 Anschlüsse abgeschlossen.

Die Hauptleitung funktioniert, das Gas strömt – beendet sind die Arbeiten aber noch nicht. Einige Hausanschlüsse fehlen noch.

Der von Tilo Sankowski zum Beispiel. Er wohnt an der Straße nach Wulkow und hatte fest damit gerechnet, dass sein Gasanschluss zum Beginn der Heizsaison fertig ist. „Ich habe meine Heizung extra umgestellt“, ärgerte er sich am Donnerstag. Die neue Therme ist angeschlossen – allein das Gas fehlt. In der Straße nach Wulkow hinken die Stadtwerke ihrem Plan hinterher. Dort sollen neben der Gasleitung auch Abwasseranschlüsse gelegt werden. Er sei sehr froh, dass das nun endlich passiert, versicherte Tilo Sankowski. Sauer ist er über die Verzögerung trotzdem.

Ein mächtiger Baum steht im Weg

In der Tat gibt es in dieser Straße ein Problem: Ein mächtiger Baum steht im Weg, von dem lange nicht klar war, ob er unter Schutz steht oder nicht. Fachleute der Stadt und des Landkreises mussten erst zweifelsfrei klären, dass die alte Eiche ein Naturdenkmal ist. Der Baum steht so dicht an der geplanten Leitung, dass der Baubetrieb eine gesonderte Erlaubnis braucht, um Rohre verlegen zu können. Noch steht die Erlaubnis aus. Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler sagte am Donnerstag aber zu, dass bis Ende November die Gasanschlüsse dort sind.

Einige Anwohner machen sich aber noch aus einem anderen Grund Sorgen: Die weitgehend unbefestigte Straße ist schmal. Für den Leitungsbau wird sie womöglich ganz gesperrt werden. Für einige Anwohner gibt es aber keine andere Zufahrt zu ihren Grundstücken. Eine Familie hat sich schon gemeldet, weil sie fürchtet, dass im Notfall kein Notarzt zu ihrem Grundstück kommen kann. Ortsvorsteher Hardy Richter hat sich an die Stadtverwaltung gewandt: Die Anwohner einfach vom restlichen Dorf abzuschneiden, geht aus seiner Sicht gar nicht.

Nach Radensleben haben nur noch zwei Neuruppiner Ortsteile keine Erdgasanschlüsse: Gühlen-Glienicke und Krangen. Dort könnten Leitungen möglicherweise 2017 verlegt werden, so Zindler.

Von Reyk Grunow

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