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Erfolgreiche Beagle-Züchterin

Gottberg Erfolgreiche Beagle-Züchterin

Auf der Suche nach einem friedlichen Hund, stießen Andrea Rhinow und ihr Mann 1998 auf den Beagle. Im Jahr 2001 erblickte der erste Wurf in ihrem Haus in Gottberg das Licht der Welt. Seither hat die Züchterin viele Geburten miterlebt, die sie noch immer als aufregend empfindet. Andrea Rhinow lebt mit und für ihre Hunde. Ihr Alltag ist von den Tieren bestimmt.

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Bei Leckerlis sind die Beagles von Andrea Rhinow nicht zu halten.

Quelle: Peter Geisler

Gottberg. Die Tür geht auf und heraus stürzen vier Beagles. Die Besucher werden kurz beschnuppert, dann wenden sich die Hunde interessanteren Dingen zu, schnüffeln am Strauch, begrüßen den Nachbarhund, nehmen die Herbstdekoration auseinander.

Seit 1998 hält Andrea Rhinow Beagles

Eine quirlige Meute tummelt sich im Vorgarten von Andrea Rhinow in Gottberg. Die 58-Jährige züchtet seit dem Jahr 2000 Beagles. Die Zucht nennt sich „from Cornerhouse“ – was so viel heißt wie „aus dem Eckhaus“. Als Andrea Rhinows Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, hat sie mit dem Hobby angefangen, das ihr inzwischen gestorbener Mann ebenfalls teilte.

Friedliche und soziale Hunde

1998 entdeckten Andrea Rhinow und ihr Mann diese Rasse, als sie auf der Suche nach einem friedlichen Hund waren. Zuvor hatte das Ehepaar nach zwei Mischlingen eine Schäferhündin. Mit der hat Andrea Rhinow intensiv Hundesport betrieben, um ihn in den Griff zu bekommen. „Wir haben eine Rasse gesucht, die friedlich ist und sind so zu den Beagles gekommen“, sagt Hundeliebhaberin Rhinow. Beagles sind Hunde mit eigenem Charakter, so beschreibt sie die Züchterin. „Der Beagle ist sehr sozial, er kommt mit Menschen und Tieren aus und ist friedlich. Er kennt keine Aggressivität und ist deshalb der ideale Familienhund.“ Aber der Hund habe auch seinen eigenen Kopf und brauche eine konsequente Erziehung.

Preise abgesahnt

Mit zwei Hündinnen sind Rhinows 1998 gestartet. Dafür sind sie bis ins Nordrhein-westfälische Solingen gefahren, um den passenden Hund zu finden. Das ist ihnen offensichtlich gelungen, denn ihre Hunde schnitten bei Ausstellungen so gut ab, dass dem Ehepaar zur Zucht geraten wurde. 2001 erblickte der erste Wurf im Hause Rhinow das Licht der Welt.

In den ersten drei Wochen nach der Geburt der jungen Hunde schläft Andrea Rhinow mit im Welpenzimmer, aus Sorge, den Kleinen könne etwas zustoßen. Das war bisher allerdings noch nie der Fall.

Ein Fulltime-Job

„Beagles sind gute Mütter“, sagt die Züchterin. Für sie selbst ist die Zucht mittlerweile „ein Vollzeit-Job“, mit teilweise schlaflosen Nächten. Noch heute empfindet Andrea Rhinow jede Geburt als aufregend, spannend und schön. Bevor es soweit ist, gibt es viel zu tun. Sie wälzt im Vorhinein Zuchtbücher und besucht Ausstellungen, um den besten Rüden für die jeweilige Hündin zu finden. Der kann doch auch schon mal 800 Kilometer entfernt leben. Da muss Andrea Rhinow mit ihrer Hündin hinfahren, um sie decken zu lassen. Das ist auch nicht mit einem Tag getan; es kann mehrere Tage dauern.

Ein bis zwei Würfe hat die Gottbergerin pro Jahr. Bis die Hündin acht Jahre alt ist, kann sie trächtig werden.

Ihr Alltag wird von Hunden bestimmt

Drei Hündinnen im Alter von anderthalb, siebeneinhalb und 14 einhalb Jahren hat Andrea Rhinow zurzeit. „Mein Alltag wird von den Hunden bestimmt.“ Die Tiere leben mit ihr im Haus zusammen. „Hunde wollen in der Gruppe sein. Die sperrt man nicht weg.“

Da trifft es sich, dass die Hunde sich auf dem Grundstück, das gut umzäunt ist, frei bewegen können. Denn der Beagle habe einen Jagdtrieb, verrät die Züchterin. „Er will seine Arbeit machen und türmt, wenn man nicht aufpasst“, sagt sie. Kaum hat sie das ausgesprochen, ist es zweien gelungen, an den Besuchern vorbei durch die einen Spalt geöffnete Gartenpforte zu entwischen. Weg sind sie. Doch Andrea Rhinow bewahrt die Ruhe und wird schließlich auf dem Grundstück eines Dorfbewohners fündig. Brav lassen sich die Ausreißer die Leine umlegen und ab geht es nach Hause, wo sie schon sehnsüchtig vom Rest der Meute erwartet werden.

„Man macht das mit Leib und Seele“, sagt Andrea Rhinow. Dass sie das macht, ist offensichtlich.

Von Dagmar Simons

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