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"Erinnere er sich"

Königlicher Festakt anlässlich 20 Jahre Neugründung der Schützengilde Wusterhausen "Erinnere er sich"

 Mit einer Festveranstaltung haben Wusterhausens Schützen am Wochenende der Neugründung ihrer "Schützengilde 1839" vor 20 Jahren gedacht. Dazu empfingen sie am Samstagabend sogar Friedrich II., den Großen, als Ehrengast mit Salutschüssen vor dem Schützenhaus.

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Zum Festakt empfingen die Wusterhausener Schützen auch Friedrich den Großen.

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Dieser überzeugende und aus dem Südbrandenburgischen weit angereiste Darsteller würdigte verdiente Vereinsmitglieder, aber auch allgemein "Förderer des Schützenwesens" und "Pfleger des Brauchtums". So hieß es dann etwa neben dem dieses Jahr aus Wusterhausen kommenden Landesschützenkönig Lars Meyhak, neben Wilhelm-Friedrich Schramm als Schützenkönig beim ersten Vogelschießen nach über 50 Jahren Pause sowie neben dem Vereinspräsidenten Raffael Eichmann oder seinem Vize Axel Herrmann beispielsweise auch an Roman Blank gerichtet: "Bürgermeister Blank. Komme er, und erinnere er sich an diesen Tag, an dem der König ihn besucht hat und nehme diese Urkunde für das Amtskämmerlein." Blank selbst wollte es statt langer Rede bei diesem Vereinsjubiläum lieber mit seiner umso aussagekräftigeren Unterschrift halten - unter dem Mitgliedsantrag.

Für ihre dagegen nun schon langjährige Vereinstreue wurden zahlreiche Gründungsmitglieder, die schon seit diesem 29. Oktober 1993 dabei sind, und weitere Jubilare gewürdigt (siehe Infokasten). An die Zeit seit der Neugründung erinnerte auch Wolfgang Regel aus Neustadt, der zweiter Vizepräsident des Brandenburger Schützenbundes ist und von diesem zugleich Grußworte überbrachte. Erinnert wurde an diesem Abend auch daran, dass fünf Jahrzehnte nach dem Verbot von Schützenvereinen mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs diese Neugründung nicht die erste war: Schon 1839 war im Prinzip eine Neugründung. Denn das Vereinssiegel auf Unterlagen aus den 1930er Jahren und auch die Abbildung einer Medaille, verliehen von Kaiser Wilhelm II. an die Schützengilde Wusterhausen, belegen 1713 als Gründungsjahr - was auch die Einbindung Friedrich des Großen als Ehrengast rechtfertigt, der 1740 bis 1786 regierte. Doch von dieser Erstgründung existieren keine Unterlagen mehr, seitdem das Rathaus samt Archiv beim Stadtbrand von 1758 den Flammen zum Opfer fiel.

Zum nunmehr 20. Jahrestag der jüngsten Neugründung war die Festveranstaltung nur ein Höhepunkt, und zwar neben dem 20.Schützenfest und zugleich 15.Kreisschützenfest vor zwei Monaten. Daran erinnerte am Sonnabend auch Wusterhausens Ortsbürgermeister Wolfgang Kamphausen: "Was wäre unsere Gemeinde mit ihren Ortsteilen ohne ihr jährliches Schützenfest?", fragte er: "Das Leben auch in unserer Gemeinde wäre um vieles ärmer und freudloser." Denn, so Kamphausen, "das Schützenfest vereint auf wunderbare Weise die Jungen und die Alten sowie alle Schichten der Gesellschaft aus nah und fern".

Von Matthias Anke

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