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Erinnerung an die Schlacht am Scharfenberg

Wittstock Erinnerung an die Schlacht am Scharfenberg

Die Stadt Wittstock beging am Samstagabend den 380. Jahrestag der Schlacht bei Scharfenberg mit einem Festprogramm. Schwedische Militärmusiker zogen durch die Stadt und historisch gekleidete Wittstocker marschierten zur Aussichts- und Gedenkplattform.

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Rund 60 Wittstocker in historischen Kostümen wanderten der Aussichts- und Gedenkplattform entgegen.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Die Schlacht am Scharfenberg – eine der blutigsten im Dreißigjährigen Krieg – jährte sich am Sonnabend zum 380. Mal. Die Schweden besiegten das kaiserlich-kursächsische Heer. In mahnendem Gedenken an dieses grausame Ereignis lud die Stadt Wittstock zu einer Festveranstaltung ein, die an mehreren Schauplätzen spielte.

Musizierend durch die Stadt

Pünktlich um 15.30 Uhr marschierte das Musikkorps des Territorialheeres aus dem schwedischen Bohus Dal vom Marktplatz aus musizierend durch die

Die schwedischen Militärmusiker zogen vom Marktplatz bis zum Schwedenstein

Die schwedischen Militärmusiker zogen vom Marktplatz bis zum Schwedenstein.

Quelle: Björn Wagener

Stadt bis zum Schweden-Gedenkstein. Dort legten der schwedische Militärbeauftragte Per-Eric Jansson und weitere Militärs gemeinsam mit der Wittstocker Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Peter Krause, Blumen nieder. Krause und der schwedische Pfarrer Christer Alvarsson erinnerten am historischen Ort an die Kriegsgräuel, um gleichzeitig dem Wunsch nach einem friedlichen Miteinander der Menschen Ausdruck zu verleihen. Das sollte mit der gesamten Festveranstaltung bekräftigt werden.

Kranzniederlegung am Schwedenstein

Nach der Kranzniederlegung, die von etlichen Wittstockern verfolgt wurde, zogen die schwedischen Gäste weiter zur Aussichts- und Gedenkplattform

Peter Krause (l) und Dorothea Stüben von der Stadt Wittstock legten gemeinsam mit dem schwedischen Major Per-Eric Jansson Kränze nieder

Peter Krause (l.) und Dorothea Stüben von der Stadt Wittstock legten gemeinsam mit dem schwedischen Major Per-Eric Jansson Kränze nieder.

Quelle: Björn Wagener

am damaligen Schlachtfeld. Denn dort wartete bereits der nächste Höhepunkt. Rund 60 Wittstocker liefen in historischen Gewändern der Plattform entgegen. Dort angekommen, eröffnete nach einer etwa 40-minütigen Pause Bürgermeister Jörg Gehrmann das Fest, das die Besucher und die Militärmusiker auf dem Gelände zusammenführte.

Eine Reihe von Auszeichnungen

Es folgte eine Reihe von Auszeichnungen. Per-Eric Jansson wurde für seine Verdienste um die Aufrechterhaltung und Stärkung der Beziehungen

Blick auf das Festgelände auf der Aussichts- und Gedenkplattform in Wittstock

Blick auf das Festgelände auf der Aussichts- und Gedenkplattform in Wittstock.

Quelle: Björn Wagener

zwischen Wittstock und Schweden mit der Ehrenmedaille der Stadt Wittstock gewürdigt und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt ein. Jansson erhielt noch eine weitere Auszeichnung – und zwar von der Vereinigung der Traditionsverbände Mitteleuropas (VTM). Hans-Jürgen Czeszak, Verbindungsoffizier für Nord- und Osteuropa im VTM, und Ines Czeszak, die Vorsitzende des VTM-Auszeichnungskomitees, überreichten das VTM-Verdienstkreuz in Gold an Major Jansson – für seine besonderen Verdienste um die Traditionspflege. Dieses Verdienstkreuz in Gold erhielt außerdem Hauptfeldwebel Johanna Lundgren vom schwedischen Militär.

Besondere Ehre für Museumsleiterin Antje Zeiger

Der Wittstocker Museumsleiterin Antje Zeiger wurde eine noch größere Ehre zuteil. Denn sie wurde vom VTM mit dem Verdienstkreuz in Gold mit

Ines und Hans-Jürgen Czeszak, Johanna Lundgren, Antje Zeiger und Per-Eric Jansson

Ines und Hans-Jürgen Czeszak, Johanna Lundgren, Antje Zeiger und Per-Eric Jansson.

Quelle: Björn Wagener

Eichenlaub ausgezeichnet. „Das ist die höchste Auszeichnung des VTM. Sie wurde erst fünfmal vergeben“, sagt Hans-Jürgen Czeszak. Der VTM wolle das außergewöhnliche Engagement des Museums-Teams wertschätzen, das sich vor allem auch in zahlreichen Schülerprojekten zeige. Das sei für die Traditionspflege im deutschsprachigen Raum, um die sich die Vereinigung bemüht, ein herausragendes Detail.

Historie fürs Auge geboten

Hans-Jürgen Czeszak aus Rathenow trug am Sonnabend eine auffällige historische Uniform – die Nachbildung der Bekleidung eines Rittmeisters im Husarenregiment von Zieten aus dem Jahr 1806. Obwohl reich verziert, „ist das keine Ausgeh-Uniform, sondern sie wurde auf dem Schlachtfeld getragen“, so Czeszak.

Von Björn Wagener

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