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Ostprignitz-Ruppin Erinnerung und Neubeginn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erinnerung und Neubeginn
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02:15 05.03.2017
Das Museum Neuruppin zeigt statt der Arbeiten von Marianne Kühn-Berger eine Ausstellung ausgezeichneter Architektur. Quelle: Lisa Neumann
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Neuruppin

Eigentlich war die Ausstellung schon so gut wie sicher. Marianne Kühn-Berger hatte wohl längst im Kopf, welche ihrer Arbeiten sie gern in der Schau zu ihrem 90. Geburtstag sehen würde, die ab März 2017 im Museum Neuruppin gezeigt werden sollte. Mit Silke Kreibisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum, hatte die Künstlerin vieles besprochen. Der Termin war bekannt gegeben, viele Gäste informiert. Jetzt sagt die Stadt alles ab. Eine Ausstellung mit Arbeiten von Marianne Kühn-Berger wird es Neuruppiner Museum vorerst nicht geben. Am 29. Dezember war die Künstlerin unerwartet gestorben. Die Ausstellung ohne sie fertigzustellen, erwies sich als Hürde, die nicht zu überwinden war.

Mit einer Gedenkveranstaltung will die Stadt Neuruppin nun am Freitag, 17. März, an die Frau erinnern, die in Neuruppin in den vergangenen Jahrzehnten Kunst, Kultur und Politik so eng zusammengebracht hat.

Modedesignerin, Autorin, Malerin, Glasgestalterin

Im Festsaal der Ruppiner Kliniken werden Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier und Neuruppins frühere Kultur- und Sozialdezernentin Margarete Jungblut ab 17 Uhr an Marianne Kühn-Bergers Engagement für die Region erinnern. Beide waren mit der Künstlerin, die 1927 in Breslau im heutigen Polen geboren wurde, lange und eng bekannt. Marianne Kühn-Bergers Sohn Andreas wird dabei sein, ebenso ihr Lebensgefährte Hans-Dieter Petke. Ute Krüger, Gritt Maruschke und Tänzerinnen der Jugendkunstschule haben einen Tanz zum Werk der Künstlerin einstudiert.

Marianne Kühn-Berger hat in vielen Bereichen gearbeitet: als Illustratorin, als Glas-Künstlerin, als Malerin, als Autorin, Kostümbildnerin und Modedesignerin. Sie hat lange für die DDR-Frauenzeitschrift „Sibylle“ gearbeitet und auch Uniformen für die Stewardessen der DDR-Fluglinie Interflug entworfen. Über Zühlen und Gildenhall kam sie nach der Wende nach Neuruppin, wo sie bis zuletzt lebte und sich engagierte. Was nach ihrem Tod aus ihrem künstlerischen Nachlass wird, ist noch ungeklärt.

Statt der geplanten Ausstellung mit Arbeiten von Marianne Kühn-Berger zeigt das Museum ab 5. März eine Schau quasi in eigener Sache.

Wanderausstellung zur besonders gelungener Architektur im Museum

2016 hatte der Landesverband des Bundes Deutscher Architekten (BDA) zum vierten Mal eine Auszeichnung für gute Bauten im Land Brandenburg vergeben. Zu den Preisträgern gehört auch das Architekturbüro Springe mit seiner Erweiterung des Museums in Neuruppin. Insgesamt sechs Arbeiten bescheinigten die Juroren des BDA „eine herausragende architektonische und gesamtplanerische Qualität“.

In einer Wanderausstellung stellt der BDA diese sechs Entwürfe und ihre Umsetzung jetzt vor. Neuruppin wird die erste Station auf der Rundreise durchs Land. Bis 2. April soll sie dort zu sehen sein.

Die Ausstellung zum Umbau des Museums wird am Sonntag, 5. März, um 12 Uhr im Museum Neuruppin eröffnet.

Von Reyk Grunow

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